Polizei Gütersloh

POL-GT: Jedes dritte Unfallopfer ist ein Radfahrer!

POL-GT: Jedes dritte Unfallopfer ist ein Radfahrer!
Unfall mit Radfahrer

Gütersloh (ots) - Kreis Gütersloh. Im Jahr 2013 nahm die Polizei im Kreis Gütersloh über 9.600 Verkehrsunfälle mit insgesamt 1.594 Verunglückten auf. 778 Unfallbeteiligte waren Radfahrer. 477 von ihnen erlitten bei dem Unfall Verletzungen (409 Leicht- und 74 Schwerverletzte). Ein Radfahrer wurde getötet.

Grund genug für die Polizei, vor Beginn der Fahrradsaison über die Ursachen und Hintergründe zu informieren.

Die anhaltend hohe Zahl verunglückter Radfahrer resultiert fast immer aus derselben Unfallursache: Beim Ein- und Abbiegen oder Kreuzen der Fahrlinien kommt es zur Kollision zwischen Pkw und Radfahrer. Der Radfahrer stürzt aus seiner leicht erhöhten Position vom Rad - entweder auf den Pkw oder direkt auf die Straße.

Die meisten Zusammenstöße passieren innerorts bei ca. 20 km/h und führen häufig zu Verletzungen an Händen, Beinen und Kopf, weil der Radfahrer keine Knautschzone hat. In weit über 80 % der Fälle trug der Radfahrer keinen Fahrradhelm. Diese Quote ist nahezu gleichbleibend, zumal es auch absehbar keine Helmtragepflicht geben wird.

Viele Radfahrer gaben bei der Unfallaufnahme an, dass sie den Pkw vor dem Zusammenstoß sehr wohl wahrgenommen hätten und der Meinung waren, sie würden ebenfalls von dem Autofahrer gesehen. Durch das eingeschränkte Sichtfeld beim Abbiegen ist es für den Kraftfahrzeugführer jedoch schwer, die schmale Silhouette querender Radfahrer zu erkennen.

Weiterhin fällt auf, dass nur wenige Auto- und Radfahrer den Schulterblick beim Abbiegen anwenden, um sicherzustellen, dass auch wirklich kein querendes Fahrzeug kommt.

Des Weiteren benutzen viele Radfahrer Radwege entgegen der freigegebenen Fahrtrichtung und bringen sich selbst unnötig in Gefahr; zum einen werden sie von Autofahrern aus dieser Richtung nicht vermutet und dann übersehen, zum anderen provozieren diese "Geisterradler" häufig Unfälle von Radfahrern untereinander. Im Jahr 2013 handelte es sich bei 10% aller Radunfälle um eine Kollision von zwei Radfahrern.

Deshalb unser Appell an alle Auto- und Radfahrer:

   - Nehmen Sie Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer und 
     verzichten Sie lieber auf Ihr Vorfahrtsrecht, anstatt einen 
     vermeidbaren Unfall zu riskieren! 
   - Setzen Sie den Schulterblick konsequent ein! 
   - Tragen Sie als Radfahrer möglichst reflektierende Kleidung, 
     fahren Sie auch am Tag mit Licht und tragen Sie einen 
     Fahrradhelm. 

Und noch ein letzter Rat: Nehmen Sie sich alle etwas mehr Zeit - und nicht Ihr Leben!

Rückfragen bitte an:

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Pressestelle Polizei Gütersloh
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E-Mail: pressestelle.guetersloh@polizei.nrw.de

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