Polizeidirektion Bad Segeberg

POL-SE: Kreis Segeberg - 22 Kilogramm Marihuana im Kreis Segeberg beschlagnahmt

    Kreis Segeberg (ots) - Bereits Mitte August 2009 wurden durch die Ermittlungsgruppe Rauschgift der Kriminalpolizeistelle Bad Segeberg in Zusammenarbeit mit der Polizei Hamburg (BAO Haus  - und Wohnungseinbruch) 22 Kilogramm Marihuana beschlagnahmt.

    Ausgangslage für den Drogenfund sind Ermittlungen der Polizei Hamburg. Den Hamburger Beamten lagen Erkenntnisse zum möglichen Aufenthaltsort eines 43 jährigen vor, der aufgrund strafbarer Handlungen nach dem Betäubungsmittelgesetz per Haftbefehl gesucht wurde.

    Am 14.08.09 wurde dieser Mann durch das Hamburger Mobile Einsatzkommando (MEK) bei seiner damaligen Wohnanschrift in Hagen widerstandslos festgenommen. Im Rahmen der Festnahme konnte Marihuanageruch in der Wohnung des Festgenommenen festgestellt werden. Im Zuge der weiteren Durchsuchung dieser Wohnung wurde eine offensichtliche Marihuanaplantage in den Kellerräumen der Wohnung des Festgenommenen und seiner ebenfalls anwesenden 29 jährigen Lebensgefährtin festgestellt. Überdies konnte aufgrund des erheblichen Marihuanageruchs in dem Zweifamilienhaus eine Marihuanaplantage im Obergeschoss festgestellt werden.

    Die Kripo Bad Segeberg (EG Rauschgift) übernahm noch am Abend die weiterführenden Ermittlungen. Sowohl in den benannten Kellerräumen (jeweils ca. 16 Quadratmeter groß) und der im Obergeschoss befindlichen 5-Zimmer Wohnung (ca. 80 Quadratmeter groß) konnten professionelle Anlagen festgestellt werden, die offensichtlich für den illegalen Marihuanaanbau genutzt worden sind. Leistungsstarke Beleuchtung, Bewässerungsanlagen sowie Marihuanapflanzen unterschiedlicher Größe (insgesamt etwa 800 Stck.) konnten festgestellt werden.

    Die Stromeinspeisung erfolgte über einen Dieselmotor, welcher in einer angrenzenden Scheune mit offensichtlichem Schallschutz eingebaut war.

    Im Kellerbereich wurden etwa 2 Kilogramm Marihuana, im Dachgeschoss etwa 20 Kilogramm Marihuana festgestellt. Gegen den 38-jährigen Wohnungsinhaber der oberen Wohnung aus Kaltenkirchen wird - wie gegen die beiden anderen benannten Personen - wegen des Verdachts des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln ermittelt.

    Die ersten Vernehmungen vor Ort ergaben, dass seit Mitte 2006 in dem Haus Betäubungsmittel angebaut worden sein dürften. Alle Beteiligten lassen sich durch Rechtsanwälte vertreten.

    Die oben benannten 3 Personen befinden sich aktuell alle in Freiheit, da keinerlei Haftgründe für die Personen vorliegen. Der Haftbefehl gegen den 43 jährigen, der Ausgangslage für die Festnahme und Entdeckung der Plantagen war, ist mittlerweile aufgehoben, da eine Verurteilung in dieser Sache erfolgt ist.

    Lichtbilder werden nachgesendet.

    Aus ermittlungstaktischen Gründen konnte eine Öffentlichkeitsarbeit zur beschriebenen Sachlage bisher nicht erfolgen.

    Der am 14.08.09 festgenommene  43-jährige Mann wurde nach Erkenntnissen der ermittelnden Polizeidienststellen aus Hamburg und Schleswig - Holstein am 10.08.09 durch mindestens 3 Personen bosnischer Herkunft mit Waffengewalt in seinem Haus in Hagen überfallen. Dabei wurden etwa  3 Kilogramm Marihuana und etwa 10.000 Euro geraubt. Die Männer sind zwischen 28 und 35 Jahre alt und wohnen in Hamburg.

    Gegen die 3 bosnischen Staatsangehörigen wurden durch die Hamburger Polizei (BAO Haus - und Wohnungseinbruch) nach Antrag der STA Hamburg Haftbefehle erwirkt, sie befinden sich derzeit in Untersuchungshaft.

    Im vorliegenden Fall hat sich herausgestellt, dass die Zusammenarbeit der Länderpolizeien aus Hamburg und Schleswig-Holstein reibungslos funktionierte und den Ermittlungserfolg sicherstellte.


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