Polizeidirektion Bad Segeberg

POL-SE: Bad Segeberg - Graffiti - Täter ermittelt

    Bad Segeberg (ots) - Die Polizei in Bad Segeberg hat immer wieder - wie andere Städte auch - mit dem Auftreten von Graffiti zu tun. Zuletzt gelang es den Ermittlern, einen jungen Mann, Anfang 20, zu ermitteln, der für mindestens 50 Taten im Bereich Bad Segeberg, Altengörs und Wahlstedt verantwortlich sein dürfte. Aufgrund intensiver Ermittlungen und Befragungen des Umfelds kam die Polizei dem jungen Mann auf die Spur. Bei Durchsuchungen, die auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel durchgeführt wurden, fanden die Beamten nicht nur Vorlagen und Fotos, sondern in der vergangenen Woche auch 13 volle und 10 bereits geleerte Farbsprühdosen.

Zusätzlich fand die Polizei bei ihren Durchsuchungen geringe Mengen Marihuana.

Der junge Mann, der im Verdacht steht, seit April mehrere Hauswände und Brücken entlang der B 206, darunter auch das alte Bahnhofsgebäude, den ZOB und mehrere Schulen besprüht zu haben, verwandte immer die gleichen Buchstaben.

Sein so genanntes Tag, "BSE" fand sich überall im Bereich der Innenstadt. Auch die Triebwagen der Nordbahn wurden von außen, aber auch von innen - insbesondere im WC-Bereich - mit der Farbe verunstaltet.

Der Bad Segeberger hat aufgrund der bedrückenden Beweislast die Taten zugegeben, die Ermittler gehen jedoch davon aus, dass noch mindesten zwei weitere junge Männer an den Farbschmierereien beteiligt waren.

Die Polizei hat umfangreiches Spurenmaterial sichergestellt, die Ermittlungen dauern an. Der entstandene Sachschaden wird auf mindestens 50 000 Euro geschätzt.

Ebenfalls ermittelt wurde ein 19-jähriger Sprayer aus Bad Segeberg, der in diesem Deliktsfeld bereits einschlägig bekannt und vorbestraft ist. Dem jungen Bad Segeberger wird vorgeworfen, in über 30 Fällen die Buchstaben "TBS" großflächig an Häuserwände im Bereich des Parkhauses und des Landratparks angebracht zu haben.

Der Tatverdächtige hat eingestanden, in bekifftem Zustand seine "Tags" an die Wände gesprüht zu haben. Zum Teil hatte er auch Wände besprüht, auf denen andere Sprayer bereits ihre Botschaften hinterlassen hatten.

Auf ihn kommt jetzt die so genannte "Gesamtschuldnerische Verantwortung" zu, was bedeutet, dass er auch für die bereits vorhandenen Graffitis zur Verantwortung gezogen werden kann.

Der in diesem Fall entstandene Sachschaden wird auf etwa 10 000 Euro geschätzt.

Und noch zwei Sprayern ist die Polizei Bad Segeberg auf der Spur.

Die Täter des Zeichens "ORC" dürften in naher Zukunft auch bekannt sein. Die Verursacher von Schmierereien in über 100 Fällen haben sich seit November 2008 bis heute im Stadtgebiet bewegt.

Die Aufklärungsquote im Deliktsfeld "Graffiti" steigt für die Kreisstadt seit 1996 kontinuierlich an und liegt inzwischen über 90 Prozent.

Der zuständige Sachbearbeiter bei der Polizei-Zentralstation Bad Segeberg kennt seine "Pappenheimer". Er stellt noch einmal heraus, dass es sich bei den vorgestellten Delikten nicht um Kavaliersdelikte handelt, sondern um Straftaten, die ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen.

So wurde in der Vergangenheit ein junger Sprayer zu einer Freiheitsstrafe verurteilt.

Die jungen Täter verkennen, dass durch ihr Verhalten nicht nur Straftaten begangen werden, sondern auch Schadensersatzforderungen auf die jungen Menschen zukommen. Diese Folgen hätten dann einige fast ein Leben lang zu tragen.


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