Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof (GBA)

GBA: Bundesanwalt Dr. Wilhelm Schmidt im Ruhestand

Karlsruhe (ots) - Generalbundesanwalt Harald Range hat Bundesanwalt beim Bundesgerichtshof Dr. Wilhelm Schmidt in den Ruhestand verabschiedet und seine Tätigkeit für die Bundesanwaltschaft gewürdigt. Generalbundesanwalt Harald Range: "Seine große juristische Kompetenz und sein kollegialer und offener Umgang haben ihm hohe Anerkennung und Wertschätzung eingebracht - sowohl bei der Bundesanwaltschaft als auch bei den Strafsenaten des Bundesgerichtshofs."

Bundesanwalt Dr. Schmidt begann seine berufliche Laufbahn im Freistaat Bayern. Er war zunächst im mittleren und gehobenen Dienst der allgemeinen Verwaltung eingesetzt. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Promotion an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen/Nürnberg trat er in den Justizdienst Bayerns ein und wurde im Juni 1982 zum Staatsanwalt ernannt. Bereits drei Jahre später führte ihn sein Weg als wissenschaftlicher Mitarbeiter zur Bundesanwaltschaft. Von dort wechselte er im Sommer 1988 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Bundesverfassungsgericht. Ab Mai 1991 war Dr. Wilhelm Schmidt dann für knapp sechs Monate erneut für die bayerische Justiz tätig, bevor er im Herbst 1991 zum Oberstaatsanwalt ernannt und abermals an die Bundesanwaltschaft abgeordnet wurde. Ein Jahr später wurde er zum Oberstaatsanwalt beim Bundesgerichtshof ernannt. Seine Ernennung zum Bundesanwalt beim Bundesgerichtshof erfolgte Ende Dezember 2001.

Während seiner fast 25-jährigen Dienstzeit bei der Bundesanwaltschaft war Dr. Wilhelm Schmidt zunächst in der Abteilung für Strafsachen gegen die äußere Sicherheit eingesetzt, wo er sich in besonderem Maße um die strafrechtliche Aufarbeitung der innerdeutschen Spionage verdient gemacht hat. Er war maßgeblich an der Aufklärung der Strukturen des Ministeriums für Staatssicherheit beteiligt und führte unter anderem die Ermittlungen gegen den ehemaligen westdeutschen Politiker Karl Wienand.

Im März 1996 wechselte Dr. Schmidt in die Abteilung für Revisionsstrafsachen. Bis Januar 2004 war er in der Dienstelle der Bundesanwaltschaft in Berlin und nach deren Umzug in Leipzig tätig. Anschließend kehrte er nach Karlsruhe zurück und leitete ein Referat für Revisionsstrafsachen. Bundesanwalt Dr. Schmidt vertrat in zahlreichen bedeutenden Revisionsverfahren die Rechtsauffassung des Generalbundesanwalts vor dem Bundesgerichtshof. Zu nennen sind vor allem die Verfahren gegen Führungskräfte des SED-Regimes wegen der Tötung von Flüchtlingen an der innerdeutschen Grenze.

Der juristischen Fachöffentlichkeit ist Bundesanwalt Dr. Schmidt durch zahlreiche Publikationen bekannt. Er ist Mitautor des Karlsruher Kommentars zur Strafprozessordnung und des Leipziger Kommentars zum Strafgesetzbuch. Zudem ist er als Verfasser eines Handbuchs zur Gewinnabschöpfung hervorgetreten.

Bundesanwalt beim Bundesgerichtshof Dr. Wilhelm Schmidt hat während seiner langjährigen Tätigkeit bei der Bundesanwaltschaft einen wesentlichen Beitrag zur Strafrechtspflege und zum Erhalt der inneren und äußeren Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland geleistet



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