POL-MA: Mannheim-Neckarstadt: Großangelegte Durchsuchungsaktion in der Mittelstraße, Zwischenbilanz

Mannheim (ots) - Als großen Erfolg wertet die Führung des Polizeireviers Neckarstadt eine Durchsuchungsaktion in der Neckarstadt-West am Dienstagvormittag.

Nachdem es der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift Karlsruhe bereits am Vortag gelungen war, in Zusammenarbeit mit dem Polizeirevier Neckarstadt einen international agierenden Rauschgifthändlerring zu zerschlagen, ging es in den frühen Morgenstunden des Dienstags nun darum, weitere Durchsuchungsbeschlüsse und Haftbefehle zu vollstrecken. Die diesbezüglichen Vorermittlungen des Polizeireviers Neckarstadt reichen bis zu 18 Monate zurück.

In der Zeit zwischen 06:00 Uhr und 11:40 Uhr durchsuchten bis zu 130 Einsatzkräfte eine Immobilie in der Mittelstraße. Bis gegen 06:20 Uhr wurden die Beamten zudem von einem Hubschrauber unterstützt. Der Zugriff erfolgte schlagartig. Dabei überwachte der mit Scheinwerfer und Wärmebildkamera ausgestattete Helikopter die Szenerie von der Luft aus. Durch das professionelle Vorgehen ergab sich schnell eine statische Lage, sodass alle Folgemaßnahmen in einer ruhigen sachlichen Atmosphäre abgewickelt werden konnten:

Das Haus wurde Geschoss für Geschoss durchsucht, dessen Bewohner nach draußen gebracht und deren Identität in einer sogenannten Bearbeitungsstraße festgestellt. Wegen fehlender Ausweispapiere wurden bei mehreren Personen erkennungsdienstliche Behandlungen durchgeführt. Insgesamt überprüfte die Polizei 38 Bewohner. Eine Frau wurde wegen Diebstahls gesucht, festgenommen und in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Ein weiterer Bewohner steht in dem Verdacht, an einer Gaststätteneinbruchserie beteiligt gewesen zu sein. Gegen den Verwalter des Hauses ermitteln die Finanzbehörden wegen fortgesetzter Steuerhinterziehung.

Darüber hinaus fielen der Polizei mehrere hochwertige Fahrräder auf. Die Besitzverhältnisse konnten vor Ort nicht geklärt werden, möglicherweise wurden die Zweiräder in der zurückliegenden Zeit entwendet. Auffällig waren im Zuge der Begehung der Immobilie auch zahlreiche unfachmännisch verlegte Elektroleitungen. Inwieweit von den Elektroinstallationen des Gebäudes Gefahr ausgeht, ist Gegenstand weiterer Untersuchungen der Stadt Mannheim.

Nachdem sich im Vorfeld der Ermittlungen erste Anhaltspunkte wegen des Verdachts des Mietwuchers ergeben hatten, erhärteten sich die Verdachtsmomente nach der Befragung der Bewohner des Hauses. Zudem fand man umfangreiche Dokumente, die diesen Umstand zu belegen scheinen.

Die Ermittlungserfolge sind zu einem Großteil auch auf die Kooperationsbereitschaft der Befragten zurückzuführen.

Beteiligt waren an dem Einsatz Kräfte des Polizeireviers Neckarstadt, mehrere Dutzend Beamte der Bruchsaler Bereitschaftspolizei, die Mannheimer Verkehrspolizei, mehrere Hundeführer und auch die örtliche Kriminalpolizei. Auch die Stadt Mannheim (Fachbereich 31, Sicherheit und Ordnung sowie das Amt für Baurecht) und die Steuerfahndung des Finanzamts Mannheim-Neckarstadt waren in das Einsatzgeschehen eingebunden.

Die weiterführenden Ermittlungen obliegen dem Bezirksdienst des Polizeireviers Neckarstadt.

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