Polizeipräsidium Mannheim

POL-MA: Leimen: Verdacht des versuchten Raubmordes; Staatsanwaltschaft und Kripo Heidelberg fahnden mit Phantombild nach einem Verdächtigen; Ermittlungsgruppe eingerichtet; Zeugen dringend gesucht

Phantombild Leimen

Leimen/Rhein-Neckar-Kreis (ots) - Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Heidelberg und des Polizeipräsidiums Mannheim

Die Staatsanwaltschaft Heidelberg und die Kriminalpolizeidirektion Heidelberg ermitteln wegen des Verdachts des versuchten Raubmordes gegen einen bislang unbekannten Mann.

Wie die bisherigen Ermittlungen ergaben, drang der Gesuchte am späten Freitagnachmittag (31. Oktober 2014), zwischen 16.15 und 17 Uhr über eine offen stehende Terrassentür in die Souterrainwohnung einer 67-jährigen Frau im Grauenbrunnenweg ein. Der weitere Geschehensablauf ist bislang noch nicht bekannt. Die Ermittler gehen jedoch davon aus, dass der Täter von der Frau überrascht wurde und diese sodann körperlich attackierte. Hierdurch erlitt die 67-Jährige lebensgefährliche Verletzungen.

Eine Nachbarin hatte zur Tatzeit zunächst die laute Stimme der 67-Jährigen sowie Schreie wahrgenommen. Als sie nach dem Rechten sehen wollte, ent-deckte die Nachbarin die 67-Jährige durch die offenstehende Wohnungstür am Boden des Flures liegen. Nach ihrer notärztlichen Behandlung wurde die Schwerverletzte in eine Klinik gebracht, wo multiple Knochenfrakturen und schwere Gesichtsverletzungen diagnostiziert wurden. Sie befindet sich derzeit im "künstlichen Koma" und wird intensivmedizinisch behandelt. Es besteht nach wie vor Lebensgefahr.

Nach derzeitigem Kenntnisstand wurde die ockerfarbene Handtasche der Frau samt Geldbeutel und persönlichen Papieren entwendet.

Bereits während der ersten Ermittlungen hatte sich eine Anwohnerin des Grauenbrunnenweges, nur wenige Häuser von der Wohnung der 67-Jährigen entfernt, bei den Fahndern gemeldet und mitgeteilt, dass sie offenbar kurz vor der schrecklichen Tat einen Mann vertrieben hätte. Der Hund der Anwohnerin hatte gegen 16.15 Uhr angeschlagen, worauf sie einen unbekannten Mann in ihrem Garten antraf. Der Mann verließ daraufhin sofort das Anwesen. Nach den Erkenntnissen der Ermittler dürfte es sich bei diesem unbekannten Mann mit hoher Wahrscheinlichkeit auch um den Tatverdächtigen des versuchten Raubmordes handeln.

Er wird von der Zeugin wie folgt beschrieben: Ca. 35-40 Jahre, ca. 170-175 cm, schlank, volles, leicht grau-meliertes Haar, Seitenscheitel, vermutlich osteuropäischer Herkunft. Er trug keinen Bart und keine Brille. Bekleidet war er mit einer hell-beigen Jacke ohne Kapuze, die einem Parka glich.

Aufgrund der detaillierten Beschreibung des Tatverdächtigen konnte daraufhin mit Hilfe der Zeugin durch die Kriminaltechnik ein Phantombild angefertigt werden. Wer aufgrund des Phantombildes Personen zu erkennen glaubt, wird gebeten, sich mit den Ermittlern in Verbindung zu setzen. Darüber hinaus ist Folgendes zu klären:

1. Wem sind am 31. Oktober 2014, zwischen 16.15 und 17 Uhr, aber auch schon Stunden oder Tage zuvor verdächtige Personen und Fahrzeuge im Graubrunnenweg oder in der Umgebung aufgefallen?

2. Der 31. Oktober ist der Tag vor Allerheiligen, weshalb sich während des Tatzeitraumes viele Personen auf dem Leimener Friedhof aufgehalten haben könnten, um die Gräber ihrer Angehörigen zu schmücken. Da der Friedhof in unmittelbarer Nähe des Tatortes liegt, besteht die Möglichkeit, dass Friedhofbesuchern verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen sind.

Zeugen setzen sich bitte dringend mit der vierzehnköpfigen Ermittlungsgruppe "Weinberg" des Dezernats Kapitalverbrechen der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg, Tel.: 0621/174-5555 oder jeder anderen Dienststelle in Verbindung.

Freitag, 07. November 2014, 12 Uhr.

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Norbert Schätzle
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