Polizeidirektion Kiel

POL-KI: 160622.2 Kiel: Kieler Woche: Zur Halbzeit weniger Straftaten als 2015

Kiel (ots) - Im Verlauf der diesjährigen Kieler Woche ist bisher ein Rückgang der Straftaten zu verzeichnen. Bislang nahmen die eingesetzten Beamten 48 Strafanzeigen auf. Im Vorjahr waren es zum gleichen Zeitpunkt 73. Insgesamt 23 Rohheitsdelikte wurden angezeigt. Die Polizeidirektion Kiel sieht ihr Einsatzkonzept mit offener Präsenz und Ansprechbarkeit auf allen Flächen als bestätigt an.

Gegen 46 Personen (Vorjahr: 45) wurde bislang ein Platzverweis wegen störendem Verhalten ausgesprochen. Zwei Personen weigerten sich standhaft, den ausgesprochenen Platzverweis zu befolgen und kamen anschließend ins Polizeigewahrsam. In sechs Fällen leisteten Personen Widerstand gegen die polizeilichen Maßnahmen.

Fünf Personen (Vorjahr: 10) mussten aufgrund des übermäßigen Alkoholkonsums mit der Gewahrsamszelle anstatt dem eigenen Bett vorlieb nehmen. Insgesamt half die Polizei bislang 29 (Vorjahr: 34) durch Alkoholkonsum hilflosen Personen sprichwörtlich wieder auf die Beine.

Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt jedoch, dass die Anzahl der polizeilichen Einsatzanlässe zum Ende der Kieler Woche ansteigen wird.

Anzeigen wegen Belästigungen auf sexueller Basis wurden bislang im einstelligen Bereich zur Anzeige gebracht. In zwei Fällen konnten Tatverdächtigte bereits ermittelt werden. Zu massenhaften Belästigungen ist es bislang in keinem Fall gekommen. Die Aussage einer Frau, dass es am Wochenende im Bereich des Alten Marktes zu mehreren Belästigungen durch eine Gruppe Afrikaner gekommen sein soll, wurde im Verlauf der Ermittlungen durch die Zeugin selbst relativiert. Die sofort entsandten Einsatzkräfte hatten vor Ort keine Feststellungen treffen können, Anzeigen diesbezüglich wurden ebenfalls nicht erstattet.

Die bisherigen Public Viewing-Veranstaltungen mit Beteiligung der deutschen Fußball-Nationalmannschaft an verschiedenen Orten im Stadtgebiet waren mit insgesamt gesehen bis zu 20.000 Zuschauern gut besucht und verliefen ohne besondere Vorkommnisse. Nach dem Sieg der türkischen Nationalmannschaft kam es am Dienstag zu einem Autocorso der türkischen Fans, an dem in der Spitze rund 80 Autos teilnahmen. Die Polizei kontrollierte gegen 01 Uhr im Bereich Sophienhof die Fahrzeuge und beendete den Corso.

Die Polizei freut sich mit den Fußballfans über die guten und erfolgreichen Spiele ihrer Nationalmannschaft. Allerdings werden die Beamten dort eingreifen, wo es notwendig ist. Daher unser Appell an die Fans: "Nehmen Sie Rücksicht auf Dritte und gefährden Sie sich nicht selbst oder Andere, insbesondere während eines Autokorsos oder wenn Sie im öffentlichen Raum in einer Menschenmenge feiern. Die Polizei schreitet konsequent ein, wenn Sie auf Fahrzeugdächern und Motorhauben sitzen oder auf Fußgänger zufahren."

Matthias Arends

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