Polizei Köln

POL-K: 130805-2-K/KEV Radfahrer verunglücken unter Alkoholeinfluss - drei Schwerverletzte

Köln (ots) - Sechs weitere Strafverfahren gegen Radfahrer wegen Trunkenheit im Verkehr

Drei alkoholisierte, schwer verletzte Radfahrer und sechs weitere Trunkenheitsfahrten - das ist die Bilanz der Polizei Köln vom vergangenen Wochenende (2. bis 4. August). Trotz angekündigter Kontrollen (siehe Pressebericht Nr. 6 vom 02.08.2013) zeigten sich einige Biker offenbar unbelehrbar - und setzten sich trotz erheblichem Alkoholkonsums auf ihr Zweirad.

Nach der Radfahrerkollision von Samstagmittag (3. August) in Köln-Neustadt/Nord (siehe Pressebericht Nr. 3 vom 04.08.2013) kam es am gleichen Abend zu zwei weiteren folgenschweren Unfällen, bei denen Radler zu tief ins Glas geschaut haben.

Offensichtlich aufgrund eines Fahrfehlers stürzte gegen 22 Uhr ein Radfahrer (38) in Lindenthal. Dabei zog sich der 38-Jährige, der keinen Helm trug, so schwere Kopfverletzungen zu, dass er stationär im Krankenhaus aufgenommen werden musste. Das Ergebnis des durchgeführten Atemtests: 1,6 Promille - damit war er bereits ohne Sturz absolut fahruntüchtig.

Gegen 23.30 Uhr übersah eine angetrunkene Radlerin (33) in Neuehrenfeld einen an einem Haltestellenschild angebrachten Mülleimer und prallte dagegen. Auch sie zog sich beim anschließenden Sturz auf die Straße schwere Kopfverletzungen zu.

Neben den verunfallten Radfahrern müssen sechs weitere Biker mit Strafverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr rechnen. Spitzenreiterin war Freitagnacht (2./3. August) eine 33-jährige Frau, die in der Kölner Innenstadt auf der Magnusstraße entgegen der Fahrtrichtung unterwegs war. Bei ihr zeigte der Alkotest einen Wert von 2,2 Promille an. Außerdem gab sie zu, einen Joint geraucht zu haben.

Auch ein 31-jähriger Kölner machte es nicht viel besser: Er war in der gleichen Nacht auf der Venloer Straße in Ehrenfeld ebenfalls in falscher Richtung geradelt - mit 1,84 Promille.

Völlig die Selbstbeherrschung verlor ein 66-Jähriger, der gegen 1.30 Uhr am Hans-Böckler-Platz in Neustadt/Nord kontrolliert werden sollte. Der aufgrund von Schlangenlinien Aufgefallene hatte zwar "nur" etwa 1 Promille im Blut, stürzte aber ohne Fremdeinwirkung, als ihn die Beamten anhalten wollten. Anschließend warf er sein Fahrrad gegen den Streifenwagen, beleidigte die Polizisten unflätig und leistete erheblichen Widerstand. Dabei wurde ein Beamter verletzt. Die restliche Nacht verbrachte der gebürtige Hamburger anschließend im Polizeigewahrsam.

In den Kölner Stadtteilen Lindenthal, Nippes und in Leverkusen-Manfort wurden am Wochenende drei weitere Radfahrer (22, 31, 45) nach Trunkenheitsfahrten zur Ader gelassen - bei ihnen hatten die Alkotests zwischen 1,6 und 2,1 Promille angezeigt.

Die Folge für alle radfahrenden Verkehrssünder: Strafverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr, sieben Punkte in Flensburg - und möglicherweise die Entziehung der Fahrerlaubnis durch einen Richter. Gegen den 66-Jährigen wurde außerdem eine Anzeige wegen Widerstands und Beleidigung gefertigt. (lf)

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