Polizei Köln

POL-K: 130724-2-K Farbschmierer nach Zeugenhinweis hochgenommen

Köln (ots) - 18-Jähriges Duo mit Farbeimern und -Rollen unterwegs

Die große Mehrheit der Kölner kommt nächtens nicht umhin, das Bett zu hüten. Schon, um tagsüber einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen zu können. Zum eigenen Frommen und zum Wohle der Allgemeinheit. Angehörige einiger Berufsgruppen müssen das - aus gleichen Gründen - auch nachts tun.

Und dann gibt es da noch mindestens eine weitere Kategorie von "Mitbürgern". Diesen tagsüber offenbar Unbeschäftigten fällt nichts geistreicheres ein, im vermeintlichen Schutz der Dunkelheit durch die Domstadt zu ziehen, um Wände großflächig mit offenbar sinnentleerten Schriftzügen zu beschmieren. Vermutlich, weil das so witzig ist. Und darüber hinaus so kreativ. Und überhaupt - dieser "Thrill"...

Manchmal kommt es dann allerdings zum überraschenden und von den letztgenannten Persönlichkeiten gänzlich unbeabsichtigten Stelldichein zwischen Angehörigen beider Gruppierungen. So geschehen in der Nacht auf Mittwoch (24. Juli) im Ortsteil Neuehrenfeld. Gegen drei Uhr alarmierte ein Anwohner (65) der Lukasstraße die Polizei: "Da beschmieren zwei junge Männer die Schallschutzwand der Bahn mittels Farbrollen an Teleskopstangen."

Eine kurz darauf eintreffende Streifenwagenbesatzung hörte dann hinter geparkten Pkw hastig sich in Richtung Alt-Ehrenfeld entfernende Schritte. An der Subbelrather Straße nahmen die Uniformierten das flüchtige Duo (beide 18) in Empfang. Dessen "Ausrüstung" in Form von Farbeimern, -Rollen und Stangen fand sich am Tatort zurückgelassen vor. Unübersehbar auch die frischen Farbanhaftungen an Beinkleidern, Händen und Schuhen der beiden bereits polizeibekannten 18-Jährigen. Ebenso wie deren bis dahin verursachte, cirka 30 Meter breite und kryptische Verunzierung der benannten Wand.

Im Polizeipräsidium wurden die Farbschmierer erkennungsdienstlich behandelt und anschließend wieder entlassen. Die Polizisten legten Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung vor.

Den Ermittlungen zufolge hatten die Ertappten ihr abstruses Elaborat offenbar in zwei aufeinanderfolgenden Nächten "geschaffen". Und das nur, um jetzt voraussichtlich für seine Entsorgung aufkommen zu müssen.

Definitiv bietet die sich auch als Kunststadt verstehende Rheinmetropole einem Jeden sehr viel sozialverträglichere Varianten, sein gestalterisches Können auszuleben. Abgesehen davon könnte man auch mal - anstatt seinen Mitmenschen solchermaßen penetrant auf den Wecker und zudem der Kölner Allgemeinheit finanziell zur Last zu fallen - die Nacht zum Schlafen nutzen. (cg)

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