Polizei Köln

POL-K: 130718-2-K Gefälschte Kreditverträge an Kasse abgeschlossen - Festnahme

Köln (ots) - Kassierer in Kölner Elektronikfachhandel machte faule Geschäfte mit windigen "Kunden"

Im Zusammenhang mit der Finanzierung hochwertiger Handys hat sich ein Angestellter (32) eines großen Kölner Elektronikgeschäfts monatelang gefälschte Ausweise und EC-Karten vorlegen lassen. Für die solchermaßen vermittelten iPhones, iPads - und vor allem Kredite einer Privatbank von jeweils bis zu 3000 Euro - hielt der gelernte Einzelhandelskaufmann seinerseits die Hand auf.

Im Juni diesen Jahres hatte sich die geschädigte Privatkundenbank an die Polizei Köln gewandt. Allein in den letzten zwölf Monaten hatte der 32-Jährige an der Kasse über 600 Kreditverträge abgewickelt - von denen mindestens 70 nicht zurückgezahlt wurden. Den umgehend eingeleiteten Ermittlungen des Kriminalkommissariats 33 zufolge hatte der polizeilich bereits einschlägig Bekannte bereits vor einigen Jahren mit weiteren Betrügern immer wieder Handyverträge abgeschlossen. Von vornherein war dem Kölner dabei klar, dass die "Schwarzafrikaner, Bulgaren und anderen" die Verträge nicht würden bezahlen können. In diesem Anfangsstadium ging es ihm eigenen Angaben zufolge lediglich um eine gute Vertragsabschluss-Bilanz. Dann aber habe er, so der Ertappte bei seiner Vernehmung, angefangen, mit Roma, die ihm offensichtlich gefälschte Ausweise vorlegten, Kreditverträge abzuschließen. Hierfür bekam er dann jeweils Trinkgelder oder Getränke "spendiert".

Gleichgelagerte Geschäfte machte der Kassierer sodann mit mehreren Dutzend "Schwarzafrikanern", die immer wieder mit gefälschten belgischen oder holländischen Ausweisen bei ihm vorstellig wurden. Von diesen Mittätern erhielt er dann als Gegenleistung entsprechend ergaunerte Mobiltelefone oder Bargeld.

Die Kripo geht davon aus, dass die Täter eine größere Anzahl der betrügerisch erlangten Handys über das Internet veräußert haben.

Am Mittwoch (17. Juli) durchsuchten Fahnder die Wohnung des Betrügers und zweier ermittelter Komplizen (21, 32). Hierbei wurden umfängliche schriftliche Unterlagen als Beweismittel sichergestellt.

Nach seiner Vernehmung war der Haupttäter mangels Haftgründen wieder entlassen worden. Wegen Betruges müssen die Männer sich nun in einem Strafverfahren verantworten. (cg)

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