Polizei Köln

POL-K: 130411-3- K Windschutzscheibenaustausch "auf die Schnelle" Versicherungsbetrug in über tausend Fällen

Köln (ots) - Staatanwaltschaft und Polizei Köln geben bekannt:

Der Inhaber (52) mehrerer Autoglasfirmen sowie wechselnde Geschäftsführer stehen im Verdacht, verschiedene Versicherungen um mehrere hunderttausend Euro betrogen zu haben. Gestern (10. April) durchsuchten Fahnder der Polizei Köln verschiedene Wohn- und Geschäftsräume der Firma. Ermittler beschlagnahmten bei dem 52-Jährigen umfangreiches Beweismaterial. Computer und Geschäftsunterlagen werden nun ausgewertet.

Die Beschuldigten sollen ihren Kunden die Selbstbeteiligung erlassen haben. Im Gegenzug sollen ihnen die Autobesitzer deren Forderungen an die Versicherung abgetreten haben. Bei der Abrechnung mit den Versicherungen sollen die Beschuldigten dann die Selbstbeteiligung wahrheitswidrig als vom Kunden bezahlt ausgewiesen haben. Den Beschuldigten werden mehrere tausend derartiger Betrugsfälle zur Last gelegt.

Die Masche der Betrüger soll immer gleich abgelaufen sein: Meist auf Parkplätzen von Bau- und Supermärkten hielten die mutmaßlichen Glasexperten nach potentiellen Kunden Ausschau. Die Scheibenprofis lockten die zum Teil ahnungslosen Autobesitzer damit, ihre beschädigte Windschutzscheibe kostenlos und ohne Selbstbeteiligung auszutauschen. Der Austausch erfolgte letztlich bei den Kunden zu Hause. Der Kunde musste lediglich vor Ort die Abtretungserklärung für die Versicherung unterschreiben. Problem für die Kunden - der Austausch erfolgte nicht immer fachmännisch.

Durch verschiedene Zeugenaussagen und Hinweise der Versicherungen kamen die Ermittler des zuständigen Kriminalkommissariats 33 der Polizei Köln der Glasfirma mit Hauptsitz im Rhein-Sieg-Kreis auf die Schliche.

Der Haupttäter macht von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch und lässt sich anwaltlich vertreten. (pe)

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