Polizei Köln

POL-K: 130327-3-K Bundesweit aktive Betrügerbande zerschlagen

Köln (ots) - Staatsanwaltschaft und Polizei Köln geben bekannt:

Staatsanwaltschaft und Polizei Köln haben am gestrigen Dienstag (26. März) sechs Mitglieder (31, 28, 38, 34, 34, 13) einer bundesweit aktiven Betrügerbande dingfest gemacht. In einer gemeinsamen Aktion von Fahndern aus Berlin und dem Kölner Kriminalkommissariat 25 wurden die Bandenmitglieder in Düsseldorf und Berlin auf frischer Tat festgenommen.

Bei den Betrügern handelt es sich um Deutsche mit osteuropäischem Migrationshintergrund. Monatelange, eng abgestimmte Ermittlungen der Polizeien in Bremen, Berlin und Köln waren den Festnahmen vorausgegangen.

Gezielt und bewusst hatten die Tatverdächtigen es auf das Vermögen von älteren Menschen abgesehen. Um die arglosen Opfer um ihr Erspartes zu prellen, gingen die Täter professionell und äußerst perfide vor. So riefen sie vorab ihre Opfer an und gaben sich als Bankangestellte aus. Die Geschädigten wurden in den Glauben versetzt, dass es falsche Überweisungen gegeben habe oder aber ihnen versehentlich Falschgeld ausgezahlt worden sei. Nun müsse man, so die Anrufer, der Sache auf den Grund gehen. Hierzu benötige das Kreditinstitut zwecks Prüfung sämtliches Bargeld sowie die Scheckkarte des Opfers - inklusive der Geheimzahl. Die Tatverdächtigen redeten so lange und beharrlich auf die Opfer ein, bis diese schließlich auf die Anordnungen der Täter eingingen. In allen Fällen wurde das Erscheinen von "Polizeibeamten" angekündigt, die dann das Geld sowie die Scheckkarten in Empfang nahmen.

Im Anschluss hoben die Betrüger mit den Scheckkarten an diversen Geldautoamten größere Bargeldbeträge ab.

Bemerkenswert auch die Mobilität und Organisation der Bande: Drei in Berlin festgenommene Tatverdächtige (28, 38, 31) mit eigentlichem Wohnsitz in Bremen hatten sich extra für die Taten in ein Hotel in Berlin begeben, um von dort aus ihre Opfer anzurufen. Die drei jetzt in Düsseldorf festgenommenen Komplizen - mit Wohnsitz in Solingen - warteten in der Landeshauptstadt auf die Information ihrer Mittäter aus Berlin.Anschließend begaben sie sich zwecks Abholung des ergaunerten Geldes zu der jeweiligen Geschädigten.

Bei einer dieser Übergaben griffen die Beamten gestern zu. Nahezu zeitgleich schnappten die Berliner Ermittler die dortigen Täter, die bereits von den Festnahmen in Düsseldorf erfahren hatten und zu flüchten versuchten. Nach kurzer Verfolgung war für sie die Flucht jedoch zu Ende. Die anschließenden Durchsuchungen führten zur Sicherstellung von größeren Mengen Bargeld. Dieses konnte auf Grund der Stückelungen zwei unterschiedlichen Taten vom Vortag in Düsseldorf zugeordnet werden. Eine bei der Kripo nun erfolgende Auswertung zurückliegender Taten soll zur Aufklärung weiterer Betrügereien führen. Die Schadenssumme liegt nach ersten Schätzungen im fünfstelligen Bereich.

Das 13-jährige Mädchen wurde nach Personalienfeststellung einem Kinderheim überstellt.Drei der fünf Erwachsenen (34, 34, 28) werden heute dem Haftrichter vorgeführt. (cg)

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