Polizei Köln

POL-K: 130224-4- K Einsatzkräfte bei Fußballspiel mit Bänken und Flaschen beworfen - über 80 Ingewahrsamnahmen von Anhängern des 1. FC Union Berlin

Köln (ots) - Der 2 :0 Sieg des 1. FC Köln gegen den 1. FC Union Berlin in Köln-Müngersdorf wurde durch mehrere Ausschreitungen überschattet - drei Personen wurden verletzt und über 80 Tatverdächtige in Gewahrsam genommen.

Vor dem Spiel gegen 10.30 Uhr wurden in einer Gaststätte in der Kölner Innenstadt cirka 20 Berliner Problemfans angetroffen. Von diesen wurden die Personalien festgestellt und Gefährderansprachen durchgeführt.

Im Außenbereich des Stadions hat ein Berliner Problemfan einen Platzverweis nicht befolgt und musste ebenfalls in Gewahrsam genommen werden. Dabei wurde er leicht verletzt. Eine Mitfahrt in einem Rettungswagen wurde von ihm verweigert.

Gegen 12.30 Uhr reisten Busse aus Berlin zum Stadion an. Bei den Fahrgästen handelte es sich um Berliner Ultras. Bei zwei Bussen wurde die Notentriegelung der Busse betätigt, die Insassen stürmten aus dem Bus und formierten sich sofort zu einer größeren Gruppe. Die Gruppe mit mehr als 80 Personen machte sich daraufhin unmittelbar von der Junkersdorfer Straße auf den Weg zur Südkurve des Stadions. Auf der Platzfläche vor dem Stadion provozierte die Berliner Ultra Gruppe Kölner Fans. Es kam zu tumultartigen körperlichen Auseinandersetzungen. Während Einsatzkräfte der Polizei versuchten, die Lage unter Kontrolle zu bringen, wurden sie zunächst überlaufen, von beiden Lagern körperlich angegriffen und von Teilen der am Streit Beteiligten mit Flaschen und Bänken eines dortigen Imbissstandes beworfen.

"Durch konsequentes Einschreiten der Beamten sowie dem Einsatz von Polizeireitern konnten die Parteien schnell getrennt werden", bilanzierte der Einsatzleiter Polizeioberrat Volker Lange. Es mussten Pfefferspray und Schlagstöcke eingesetzt werden, wobei nach dem bisherigen Kenntnisstand keine unbeteiligten Personen betroffen waren. Über 80 Berliner Ultras wurden zunächst festgesetzt und zur Verhinderung weiterer Straftaten sowie Personalienfeststellung mit Bussen zum Polizeigewahrsam Köln gebracht. Sie durften erst nach Spielende ihre Heimreise aus dem Gewahrsam nach Berlin antreten.

Während des Spiels verließ ein Teil der Berliner Problemfans den Gästeblock. Im Außenbereich beschädigten sie ein Drehkreuz, öffneten ein Tor und ermöglichten so weiteren Union Fans unkontrollierten Zutritt zum Stadion. Beim Versuch dieses zu unterbinden wurden Ordner und Polizisten körperlich angegriffen, ein Mitarbeiter des Wachdienstes sowie ein Polizist wurden erheblich verletzt. Beide mussten in Krankenhäusern behandelt werden. Die Täter verschwanden anschließend in der Berliner Zuschauermenge.

"Ich habe mir vor Ort einen Überblick zu dem Fußballeinsatz verschafft und bin froh, dass durch das konsequente Einschreiten der Beamtinnen und Beamten Schlimmeres verhindert werden konnte", stellte Polizeipräsident Wolfgang Albers fest.

Die Abreise der Fans verlief ohne besondere Vorkommnisse.

Strafanzeigen wegen schweren Landfriedensbruch wurden gefertigt. Die Ermittlungen und Auswertungen von Videomaterial dauert an. Auch gegen Kölner Fans, die Straftaten begangen haben, werden Ermittlungsverfahren eingeleitet. (fr, pe)

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