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POL-K: 130224-3-K/LEV Polizei Köln geht erneut gegen Wohnungseinbrecher vor Bekämpfung des Tageswohnungseinbruchs

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Köln (ots) - Tageswohnungseinbruch hat nach wie vor Hochkonjunktur. Im laufenden Monat Februar sind die Wohnungseinbrecher bislang besonders aktiv gewesen. Aktuell liegen die Fallzahlen noch über dem Niveau der Vergleichsmonate der Vorjahre. Daher ist die Polizei Köln erneut mit einer gezielten Aktion gegen Tageswohnungseinbrecher vorgegangen. Mit hohem Personalaufwand wurde Ende vergangener Woche (21. bis 23. Februar) ein dreitägiger Sondereinsatz zur gezielten Bekämpfung des Wohnungseinbruchsdiebstahls durchgeführt.

Im besonderen Fokus lagen diesmal rechtsrheinischen Kölner Stadtteile sowie das Stadtgebiet Leverkusen. Dabei sollte an den am stärksten belasteten Wochentagen durch sichtbare polizeiliche Präsenz Täter abgeschreckt werden. Durch Zivilbeamte sollte Druck auf potentielle Einbrecher ausüben werden.

Während dieses Einsatzes wurden in Köln 672 Fahrzeuge und 764 Personen überprüft.

Bei der Überprüfung der Personalien nahm die Polizei drei Personen fest, die mit einem Haftbefehl gesucht wurden. Bei einer weiteren festgenommenen Person besteht der Verdacht, dass sie sich illegal in der Bundesrepublik Deutschland aufhält.

Im Stadtteil Brück nahm die Polizei am Freitagabend (22. Februar) einen Mann (22) vorläufig fest. Der 22-Jährige hatte um 19.25 Uhr in der Bückebergstraße an einer Haustür geklingelt. Als der Wohnungsinhaber die Tür öffnete, rannte der zunächst Unbekannte davon. Vermutlich wollte er die Wohnung ausspähen, um dort einen Einbruch zu begehen. Polizeibeamte nahmen den Verdächtigen in Tatortnähe vorläufig fest. Bei der Durchsuchung wurde in seiner Hosentasche ein großer Schraubenzieher entdeckt und sichergestellt.

Am Samstag (23. Februar) haben Polizisten zwei Einbrecher in Köln-Klettenberg festgenommen. Ein Kleingartenbesitzer hatte ein Pärchen (24, 37) um 7.30 Uhr auf frischer Tat beim Einbruch in eine Gartenlaube am Unterer Komarweg beobachtet. Eine alarmierte Streifenwagenbesatzung nahm das Duo in Tatortnähe fest. In einem mitgeführten Rucksack fanden die Beamten Aufbruchwerkzeug und das Diebesgut. Ermittlungen ergaben, dass sie in der Kleingartenanlage mehr als zehn Lauben aufgebrochen hatten. Der 37-Jährige ist schon mehrfach wegen Eigentumsdelikten polizeilich in Erscheinung getreten. Beide werden heute dem Haftrichter vorgeführt.

Während des Einsatzzeitraums ahndete die Polizisten zusätzlich 123 Ordnungswidrigkeiten. Es waren auch Vollstreckungsbeamte der Stadt Köln am Einsatz beteiligt. Diese zogen von säumigen Zahlern 995 Euro Bargeld und drei Autos ein.

In Leverkusen wurden 290 Fahrzeuge und 456 Personen überprüft sowie 48 Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt.

Zudem hat die Polizei In der Nacht zu Sonntag (24. Februar) in Leverkusen-Wiesdorf zwei Einbrecher auf frischer Tat festgenommen. Gegen 1.30 Uhr lösten die Täter die Alarmanlage an einem Berufskolleg aus. Sofort eilten mehrere Streifenwagen zur Bismarckstraße. Die Beamten stellten fest, dass mehrere Fenster an der Schule aufgebrochen waren. Als das Duo (29, 37) auf die Polizisten aufmerksam wurde, versuchte es zu flüchteten. Dabei warfen die beiden ihr Einbruchswerkzeug weg. Die Beamten nahmen die bereits Polizeibekannten in Tatortnähe fest und stellten das Werkzeug sicher. Gegen die Tatverdächtigen wurde ein Strafverfahren wegen Einbruchdiebstahls eingeleitet.

"Insgesamt war dieser konzentrierte Einsatz sehr erfolgreich. Die Zahl der Wohnungseinbrüche wurde entgegen der sonstigen Einbruchszahlen in diesem Monat gesenkt", bilanzierte der Einsatzleiter. Dennoch kann die Polizei das Phänomen "Tageswohnungseinbruchsdiebstahl" nicht allein bekämpfen - sie ist auf Hinweise der Bürgerinnen und Bürger angewiesen.

Bei verdächtigen Wahrnehmungen sollte immer der Notruf 110 der Polizei gewählt werden, beispielsweise:

   - wenn verdächtige Personen auf einem Grundstück beobachten, die 
     sich unberechtigt dort aufhalten 
   - wenn verdächtige Personen, die offensichtlich nicht zum Haus 
     gehören, in der Wohnumgebung beobachten werden 
   - wenn eine ungewöhnliche Geräuschkulisse (Splittern von Glas und 
     Holz, Aufbruchgeräusche) auf einen Einbruch hinweist 

Werden Personen erkannt, die ohne vernünftigen Grund auf dem Nachbargrundstück aktiv sind oder sich im Hausflur eines Mehrfamilienhauses aufhalten, sollte immer die "110" angerufen werden. (mö/lf/fr)

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