Bundespolizeidirektion Hannover - Einsatz G20 in Hamburg

BPOL-H G20: Abschlussbilanz der Bundespolizeidirektion Hannover - BAO Hanseat nach dem G20-Gipfel 2017 -

BPOL-H G20: Abschlussbilanz der Bundespolizeidirektion Hannover - BAO Hanseat nach dem G20-Gipfel 2017 -
Bundespolizei - Hauptbahnhof Hamburg

Hamburg (ots) - Nach Beendigung des G20-Gipfels 2017 in Hamburg zieht die Bundespolizei trotz massiver Ausschreitungen im gesamten Stadtbereich eine positive Abschlussbilanz für ihre Aufgabenbewältigung.

"Wir haben uns in unserem Zuständigkeitsbereich darauf einzustellen, dass es auch unschöne Bilder vom G20-Einsatz geben wird", teilte der Einsatzleiter der Bundespolizei, Leitender Polizeidirektor Thomas Przybyla, seinen Einsatzkräften im Vorwege der intensiven Vorbereitungsmaßnahmen mit.

Trotz der Anzahl von rund 4.200 Einsatzkräften der Bundespolizei bestätigte sich diese Einschätzung leider. Wenngleich eine starke und sichtbare Präsenz in den Zügen und Bahnhöfen, sowie am Flughafen gegeben war und für Sicherheit sorgte, kam es im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei dennoch zu Angriffen gegen Bundespolizisten und deren Fahrzeuge.

Am 7. Juli 2017 griffen rund 60 vermummte Personen am Bahnhof in Altona Bundespolizisten an und beschädigten drei Fahrzeuge mittels Farbbeuteln, Steinen und Hämmer. Einem glücklichen Umstand ist es zu verdanken, dass ein "Molotowcocktail", der auf ein Fahrzeug geworfen wurde, sich nicht entzündete.

Zur Gefahrenabwehr mussten zwischen dem 6. und 9. Juli 2017 häufig S-Bahnstrecken gesperrt werden, weil sich Personen unberechtigt in den Gleisen aufhielten.

Die An- und Abreise des Sonderzuges aus Basel mit rund 800 Ver-sammlungsteilnehmern verlief am Hamburger Hauptbahnhof friedlich und ohne nennenswerte Vorkommnisse.

Die Ankunft und Rückreise der Delegationen des G20-Gipfels am Hamburger Flughafen verlief störungsfrei. Für alle anderen Fluggäste am Hamburger Airport - Helmut Schmidt gab es nur geringe Einschränkungen.

Seit Beginn der Ausschreitungen am 6. Juli 2017, verzeichnet die Bundespolizei insgesamt 108 verletzte Kolleginnen und Kollegen. Hiervon sind bereits 81 von der Statistik der Polizei Hamburg erfasst, da diese in einem gemeinsamen Einsatzabschnitt eingesetzt waren. In den anderen Einsatzabschnitten der Bundespolizei wurden 26 Kolleginnen und Kollegen verletzt: Dazu gehörten beispielsweise ein Nasen- und Jochbeinbruch, eine Augenverletzung durch einen Knallkörper und diverse Prellungen durch Steinwürfe. Insgesamt 29 Beamte konnten ihren Dienst nicht fortsetzen, zwei befinden sich noch in stationärer Behandlung.

Die Bundespolizeidirektion Hannover wurde durch Bundespolizisten aus dem gesamten Bundesgebiet sowie durch 100 österreichische Polizeibeamte unterstützt. Zur Bewältigung der komplexen Aufgaben war das gesamte Spektrum der bundespolizeilichen Kräfte und Fähigkeiten gefordert. Kräfte der BFE+ der Bundespolizei wurden bei den Ausschreitungen am 7. und 8. Juli 2017 der Landespolizei zur Verfügung gestellt. Sie haben dazu beigetragen, dass die Ausschreitungen beendet werden konnten.

Die Bereithaltung von 17 Hubschraubern für den Einsatz hat sich bewährt. So konnte am 6. Juli 2017 eine Hundertschaft von Hamburg aus an die dänische Grenze geflogen werden, um dort die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt bei der Grenzkontrolle von Versammlungsteilnehmern aus Skandinavien zu unterstützen.

"In unserem Zuständigkeitsbereich konnten größere Ausschreitungen und ein Eskalieren der Lage durch hohe Polizeipräsenz und entschlossenes Handeln weitgehend unterbunden werden" sagte Leitender Polizeidirektor Thomas Przybyla. Er lobt die professionelle Arbeit seiner Einsatzkräfte und hebt insbesondere die gute Zusammenarbeit und intensiven Austausch mit der Polizei Hamburg, dem Bundeskriminalamt, dem Technischen Hilfswerk sowie den eingesetzten Rettungsdiensten hervor.

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