Hauptzollamt Heilbronn

HZA-HN: Haarige Angelegenheit/ Zoll in Heilbronn stoppt drei 40 Fuß-Container aus der Türkei

Der zweite von drei Containern, die per Lkw aus der Türkei nach Deutschland transportiert wurden © Zoll

Heilbronn (ots) - Importierte Waren in drei Großraumbehältern haben Heilbronner Zöllner aus Gründen der Produktsicherheit beanstandet und somit bei fast 100.000 Flaschen Haarpflegeprodukten eine Nachetikettierung erwirkt.

"Nach dem Öffnen des ersten Containers und der Warenkontrolle haben wir festgestellt, dass die vorgeschriebene Kennzeichnung der Produkte nicht erfüllt ist", sagt Dominik Weiss. Zusammen mit seinem Kollegen Timo Garreis und der Auszubildenden Jana Berner hat der Abfertigungsbeamte erreicht, dass die Kennzeichnung für annähernd 55.000 Liter Shampoo und Spülung durch den Einführer nachgebessert wird.

"Auf den Flaschen der Haarpflegeprodukte ist lediglich der türkische Hersteller angegeben. Das widerspricht den Vorgaben der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel", so Sven Figula, Abfertigungsleiter Einfuhr beim Heilbronner Zollamt. "In den Verkehr gebracht werden dürfen nur kosmetische Mittel, für die eine gebietsansässige Person als "verantwortliche Person" benannt ist." Diese Regelung zur Kennzeichnung bzw. Etikettierung von Kosmetika wie z.B. Duschprodukten, Deodorants, Parfüm und Shampoo aber auch Sonnenschutzmitteln oder Zahnpasta dient dem Schutz des Verbrauchers vor Gesundheitsschäden und Täuschungen. Kosmetische Mittel aus Drittländern müssen die gleichen Anforderungen erfüllen wie in der Gemeinschaft hergestellte Erzeugnisse.

Da der Einführer zugesichert hat, vor Vertrieb der Erzeugnisse an Endverbraucher eine Nachetikettierung vorzunehmen, konnten die Waren freigegeben werden. "Der Zoll hat in diesem Bereich eine Mitwirkungsbefugnis, aber das Zusammenspiel mit der Abteilung Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Ordnungsamts der Stadt Heilbronn als zuständiger Überwachungsbehörde hat reibungslos funktioniert", hält Wolfram Eisenhardt, Leiter des Zollamts, fest.

Zusatzinformation:

Produktsicherheit

Produkte aus Drittländern müssen sicher sein. Dies bedeutet, dass sie die Gesundheit des Menschen nicht gefährden dürfen. Hierzu hat sowohl die Europäische Union (EU) als auch der nationale Gesetzgeber in den verschiedensten Bereichen rechtliche Anforderungen geschaffen, die die jeweilige Ware zu erfüllen hat. Die deutsche Zollverwaltung wirkt bei der Überwachung der Einhaltung der gesetzlichen Regelungen zum Schutz der menschlichen Gesundheit im internationalen Warenverkehr mit. Ein Ziel der EU ist die Schaffung eines einheitlichen Binnenmarktes, in dem der freie Verkehr von Waren und Dienstleistungen gesichert wird. Unabhängig vom Ursprung eines Produktes sollen die Menschen in allen Mitgliedstaaten Anspruch auf das gleiche Schutzniveau haben. Die EU hat daher eine Vielzahl von Richtlinien zur Sicherheit von Produkten (z.B. für Spielzeug, Maschinen) und zur Kennzeichnung bestimmter Produkte mit der CE-Kennzeichnung erlassen.

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