Hauptzollamt Gießen

HZA-GI: Zoll überprüft Einzelhandel

Gießen (ots) - Bei bundesweiten Kontrollen des Einzelhandels durch den Zoll nahmen auch Bedienstete der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Gießen diese Woche zahlreiche Einzelhandelsgeschäfte ins Visier. Bei Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten in Mittel- Nord- und Osthessen überprüften die Zöllner die Beschäftigungsverhältnisse von 1.211 Angestellten.

Bei der zweitägigen Aktion, waren mehr als 80 Zöllnerinnen und Zöllner im Einsatz, die insgesamt 166 Geschäfte unangemeldet und verdachtsunabhängig für ihre Kontrollen aufsuchten. Im Einzelhandel gibt es keinen flächendeckenden Tarifvertrag. Aber seit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes hat auch hier jeder Arbeitnehmer Anspruch auf einen Mindestlohn von 8,50 Euro je Arbeitsstunde.

"Wir hatten neben der Schwarzarbeit auch insbesondere auf die Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohnes und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten ein Auge", so Michael Bender, der Pressesprecher des Hauptzollamtes Gießen.

Überprüft wurden auch Subunternehmen, die in den Märkten z.B. das Auffüllen der Regale übernehmen. Dabei nahem die Kontrolleure in vielen Fällen auch die Geschäftsunterlagen unter die Lupe und überprüften die gesetzlich vorgeschrieben Zeitanschreibungen.

Nur in einzelnen Fällen gab es Beanstandungen. So besteht in drei Fällen der Verdacht auf Schwarzarbeit. Nur in einem Fall wurde der Mindestlohn offensichtlich nicht gezahlt. Gegen einen Arbeitgeber leiteten die Zöllner ein Bußgeldverfahren ein, weil er für "Minijobber" keine Anschreibungen über deren Arbeitszeiten führte.

Rückfragen bitte an:

Hauptzollamt Gießen
Pressesprecher
Michael Bender
Telefon: 0641-9484-121
E-Mail: presse.hza-giessen@zoll.bund.de
www.zoll.de

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