Polizeiinspektion Göttingen

POL-GÖ: (406/2016) NPD-Flyerverteilaktion vor Gaststätte in der Göttinger Innenstadt - Starke Polizeipräsenz verhindert erneute gewalttätige Übergriffe

Göttingen (ots) - Göttingen, Papendiek Montag, 15. August 2016, gegen 20.40 Uhr

GÖTTINGEN (jk) - Sofort in Göttingen zusammengezogene Einsatzkräfte der Zentralen Polizeidirektion (Bereitschaftspolizei) aber auch von anderen Dienststellen aus der gesamten Polizeiinspektion Göttingen und dem benachbarten Northeim haben am Montagabend (15.08.16) in der Göttinger Innenstadt vermutlich ein erneutes Aufeinandertreffen von gewaltbereiten Linksextremen und Angehörigen des sog. "Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen (FKTN)" verhindert. Insgesamt waren rund 80 Beamte in der Innenstadt im Einsatz.

Bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung in der Groner-Tor-Straße war am Sonntag (14.08.16) ein 26 Jahre alter Mann aus den Reihen des "Freundeskreises" leicht verletzt worden (siehe hierzu unsere Pressemitteilung Nr. 405 vom 15.08.16) Die Ermittlungen zu den Vorfällen dauern an.

Am Montagabend (15.08.16) gegen 20.40 Uhr teilte ein Zeuge der Lage-und Führungszentrale (LFZ) der Polizeidirektion Göttingen dann mit, dass sich erneut Mitglieder des FKTN in der unmittelbaren Innenstadt vor einer Gaststätte im Papendiek aufhalten und NPD-Flyer verteilen würden. Streifenwagenbesatzungen suchten unverzüglich die genannte Örtlichkeit auf, um vor dem Hintergrund des Zwischenfalls am Vorabend Kontakt zu der Gruppe aufzunehmen. Ein sachliches Gespräch kam jedoch nicht zustande.

Im Nahbereich des Lokals stellten die Beamten zeitgleich bereits Personengruppen und auch Einzelpersonen aus der linken Szene sowie erste Mobilisierungsaktivitäten fest.

Über die LFZ wurden sofort alle verfügbaren Streifenwagen aus Stadt und Landkreis Göttingen und auch Beamte aus Northeim in die Göttinger Innenstadt entsandt. Die Göttinger Bereitschaftspolizeihundertschaft, die sich gerade auf dem Rückweg von einem Einsatz in Braunschweig befand, wurde ebenfalls dorthin beordert.

Vermutlich aufgrund der hohen Polizeipräsenz kam es im weiteren Verlauf zu keinem Aufeinandertreffen beider Gruppierungen.

Unter den Augen der Einsatzkräfte der Polizei verließ die "FKTN"-Gruppe gegen 21.10 Uhr den Papendiek und ging zu Fuß über die Goetheallee durch den Bahnhof in das dortige Parkhaus an der Bahnhofwestseite, um anschließend mit Fahrzeugen die Innenstadt zu verlassen.

"Angesichts der von uns bei den zurückliegen Einsätzen gemachten Erfahrungen müssen wir sicher davon ausgehen, dass sowohl die Angehörigen des FKTN, als auch eine größere Personenzahl der gewaltbereiten linksextremen Szene die direkte Konfrontation bzw. körperliche Auseinandersetzung mit dem Gegenüber bewusst anstrebt. Auf diese latent vorhandene Gefahrensituation stellt sich die Polizei Göttingen durch besonders flexible Einsatzformen und eine höhere Polizeipräsenz ein. Mit einer konsequenten Strafverfolgung wollen wir außerdem beiden Gruppierungen gleichermaßen verdeutlichen, dass das Gewaltmonopol nach wie vor dem Staat vorbehalten ist", so der Leitende Polizeidirektor Thomas Rath, Leiter der Polizeiinspektion Göttingen.

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