Polizei Essen

POL-E: Essen/Mülheim an der Ruhr: Vorsicht an "Gefährlichen Haltestellen" - Polizei und VIA raten zu besonderer Vorsicht - Fotos

"Gefährliche Haltestellen"

Essen (ots) - 45117 E + 45468 MH-Stadtgebiete: Vor allem an Bushaltestellen sind Kinder und Passanten immer wieder einer besonderen Gefährdung durch vorbeifahrende Fahrzeuge ausgesetzt. Diese Gefahr steigt, wenn Fahrzeugführer sich nicht an geltendes Recht halten. Die Straßenverkehrsordnung schützt die ein- und aussteigenden Fahrgäste von Linienbussen in besonderem Maße. Gemäß der Straßenverkehrsordnung (§ 20 StVO) ist es verboten, einen Linien- oder Schulbus zu überholen, der sich mit eingeschalteter Warnblinkanlage einer Haltestelle nähert. Ist der Bus zum Stehen gekommen, darf man an diesem nur mit Schrittgeschwindigkeit (4 bis 7km/h) und einem solchen Abstand vorbeifahren, so dass eine Gefährdung bzw. Behinderung von Fahrgästen ausgeschlossen ist. Diese Regelung gilt auch für den Gegenverkehr! Dem Busfahrer signalisieren kleine rote Dreiecke an den Haltestellenschildern, dass er das Warnblinklicht einschalten muss. Dann ist für alle Verkehrsteilnehmer in höchstem Maße Vorsicht geboten. Ferner ist den Omnibussen des Linienverkehrs und Schulbussen das Abfahren von gekennzeichneten Haltestellen zu ermöglichen. Wenn nötig, müssen andere Fahrzeuge warten. Die Polizei in Essen und Mülheim an der Ruhr verstärkt Kontrollen an sogenannten "gefährlichen Haltestellen". Ziel ist es, die Verkehrsteilnehmer hinsichtlich der bevorstehenden Gefahren zu sensibilisieren und sie zu einem korrekten Verkehrsverhalten zu veranlassen. Die Polizei wird zukünftig Kontrollen an den entsprechenden Haltestellen durchführen. Bei Missachtung der genannten Verkehrsregeln ist mit Verwarnungs- und Bußgeldern, sowie Fahrverbot zu rechnen. Polizei, VIA und Stadtverwaltungen beider Städte bitten alle Verkehrsteilnehmer, diese Regeln und Verhaltensweisen an Haltestellen zu beachten, um insbesondere Kinder vor Unfällen zu bewahren. Hintergrund: Die Kinder-Unfallkommission in Essen Die Kinder-Unfallkommission tritt auf Veranlassung und unter Leitung der Verkehrsbehörde der Stadt Essen zusammen und besteht aus Vertretern von Polizei, Politik, Stadtverwaltung, Verkehrsbetrieben und des Straßenbaulastträgers. Aufgabe der Kinder-Unfallkommission ist die ständige Beobachtung und Auswertung des Kinderunfallgeschehens auf Essener Straßen mit dem Ziel, die Verkehrssicherheit für die Kinder zu verbessern. Unfallhäufungsstellen werden von der Polizei dokumentiert und analysiert. Gemeinsam beratschlagen die Mitglieder der Kinder-Unfallkommission regelmäßig, wie solche Stellen zu entschärfen sind.

Zuletzt wurde das an der Haltestelle Stankeitstraße umgesetzt. Von 2010 bis 2012 verunglückten im Bereich der Bus-Haltestellen drei Kinder. Um die Situation an der Haltestelle künftig sicherer zu gestalten, hatte die Kinder-Unfallkommission beschlossen, die Einschaltung der Warnblinkanlage für Busse gemäß §16 StVO anzuordnen, die diese Haltestelle anfahren. Seitens der Polizei wurden bereits Kontrollen in den Stadtgebieten Essen und Mülheim an der Ruhr durchgeführt. Innerhalb einer Woche konnten 37 Verstöße festgestellt werden. / MUe.

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