Staatsanwaltschaft Hamburg

STA-HH: 031229-1.StAHH Mitteilung Nr. 1/04

    Hamburg (ots) - Zeit des Termins # Gericht # Saal # Beschuldigte # Vorwurf # Az. d. StA

    Montag, den 5.1.2004, 09.00 Uhr, m. Forts. # LG Gr. Strafk. 14 # Saal 138 # G. (25) # räuberische Erpressung pp # 3105 Js 491/03

    G. soll mit gesondert verfolgten Mittätern am 19.9.2003 nach einem gemeinsamen Kneipenbesuch in einer nahe gelegenen Wohnung den Geschädigten P. unter anderem mit einem Holzbrett und mit Fäusten geschlagen und mit dem Tode bedroht haben, so dass der Zeuge unter dem Eindruck der Misshandlungen seine Geldbörse mit 2.000 €, sein Handy und seine Papiere herausgab. Als die Täter Anstalten trafen, ihn zu vergewaltigen, rettete sich der Geschädigte, der erheblich Verletzungen an Kopf und Körper davongetragen hatte, schließlich durch ein offen stehendes Fenster.

    Montag, den 5.1.2004,09.45 Uhr # AG Hamburg-St. Georg, Abt. 951 # 0.09, Lübeckertordamm 4 # K. (29) # Diebstahl # 3202 Js 373/03

    K. wird vorgeworfen, am 16.4.2003 im Restaurant „Pizza Hut“ auf dem Hauptbahnhof einem anderen Gast, der die Toilette aufsuchte, aus der zurückgelassenen Jacke 3300 € Bargeld und den Reisepass entwendet zu haben.

    Montag, den 5.1.2004, 10.25 Uhr # AG HH-Harburg, Abt. 618 # 257, Buxtehuder Str. 9 # S. (38) # Geldwäsche # 6104 Js 184/02

    S. ist angeklagt, im Mai 2001 die Herkunft von Geldern, die aus einer rechtswidrigen Tat stammten, verschleiert zu haben, indem er in seinem Reisebüro in der Hastedtstrasse über 53.000 DM, die nach seiner Annahme aus Drogengeschäften oder Schutzgelderpressungen stammten, unter Ausnutzen geschäftlicher Kontakte in größere Geldscheine umtauschte und das „gewaschene“ Geld sodann an seine Auftraggeber zurückgab.

    Dienstag, den 6.1.2004, 9.00 Uhr # AG Hamburg-St. Georg, Abt. 954 # 0.39, Lübeckertordamm 4 # gewerbsmäßiger Diebstahl und Hehlerei # 3105 Js 167/03

    Frau G-H. wird vorgeworfen, im Jahre 2002 als Verpackerin einer Münzhandelsgesellschaft in mindestens 50 Fällen ein oder zwei Münzen, die zum Versand bereitlagen, entwendet und sie ihrem Ehemann zum gewinnbringenden Verkauf übergeben zu haben. Der H. soll die Münzen im Gesamtwert von über 43.000 € sodann bei drei in Hamburg ansässigen Münz- und Briefmarkengeschäften veräußert haben. Das Ehepaar verschaffte sich hierdurch eine Einnahmequelle von erheblichem Umfang.

    Dienstag, den 6.1.2004, 10.30 Uhr # AG Hamburg, Abt. 144 # 279 # P. (39) # fahrlässige Tötung # 3401 Js 413/02

    Der Bauunternehmer P. war im Juni 2002 mit Sanierungsarbeiten an einem Mehrfamilienhaus am Brunnenhof befasst. Hierbei soll er es versäumt haben, nach dem Abriss von Balkonen den Zwischenraum zwischen dem Baugerüst und den Balkontüren hinreichend zu sichern. Die Bewohnerin S. verlor bei dem Versuch, ihre Bettwäsche über ein nicht standhaltendes Brett zu hängen, das Gleichgewicht, stürzte aus dem 2. Stock auf den Asphalt und starb kurze Zeit darauf an ihren Kopfverletzungen.

    Dienstag, den 6.1.2004, 9.30 Uhr # AG Hamburg, Abt. 205 # Saal 201a # S.(29) # Körperverletzung pp.# 2450 Js 310/03

    Dem Transportunternehmer S. wird vorgeworfen, am 16.7.2003 den Radfahrer B., über dessen Fahrverhalten er sich geärgert hatte, aus voller Fahrt vom Rad gerissen und ihn anschließend ins Gesicht und in den Bauch getreten zu haben, so dass der Fahrradhelm des Radfahrers zerbrach und er Platzwunden und Blutergüsse am Arm davontrug. Der Beschuldigte soll sich anschließend mit seinem Fahrzeug entfernt haben.

    Mittwoch, den 7.1.2004, 09.00 Uhr # AG Hamburg-Bergedorf, Abt. 411a # 112, Ernst-Mantius-Str. 8 # V. (80) # fahrlässige Körperverletzung # 2450 Js 101/03

    V. ist angeklagt, am 26.3.2003 mit 55 km/h an zwei haltenden HVV- Bussen vorbeigefahren zu sein, ohne seine Geschwindigkeit zu verringern, wobei er zwei 14jährige Schüler erfasste, die die Straße an der Haltestelle überqueren wollten. Die Jugendlichen wurden zu Boden geschleudert und erlitten schwere Schädel- und Brustverletzungen.

    Mittwoch, den 7.1.2004, 13.00 Uhr # AG Hamburg, Abt. 139a # Saal 176 # G. (34) # illegaler Aufenthalt, Raub, Verstoß gegen das BtMG # 6004 Js 626/03

    Dem G. wird vorgeworfen, im August 2003 ohne Pass und Visum mit einer Schlepperorganisation in das Bundesgebiet eingereist und sich hier illegal aufgehalten zu haben. In einem Lokal auf der Großen Freiheit soll er 5 zuvor von einem Albaner erworbene Beutel mit Kokain zum Verkauf angeboten und auf der Toilette mit einem Mittäter einen angetrunkenen Gast überfallen und ausgeraubt haben. Dem Geschädigten, der sich zuvor über einen beobachteten Betäubungsmitteldeal lustig gemacht hatte, wurden gewaltsam 50 € und ein Handy abgenommen. Er trug bei dem Vorfall starke Prellungen im Rückenbereich davon.

    Donnerstag, den 8.1.2004, 9.00 Uhr # AG Hamburg, Abt. 139a, # Saal 279 # G (27) und A. (25) # gefährliche Körperverletzung # 3103 Js 298/03

    G. und A. sollen am 17.11.2002 in den frühen Morgenstunden als Türsteher einer Diskothek am Spielbudenplatz mit einem weiteren Mittäter den Zeugen W. an Armen sowie Beinen erfasst und ihn gefesselt aus dem Lokal getragen haben, um ihm anschließend mit Fußtritten Prellungen, Platzwunden, Hämatome an beiden Augen und ein gebrochenes Nasenbein zuzufügen.

    Donnerstag, den 8.1.2004, 09.50 Uhr # AG HH-Barmbek, Abt. 842 # E.015, Spohrstraße 6 # H.(37) # Nötigung pp # 2009 Js 704/03

    H. wird zur Last gelegt, am 21.9.2003 kurz nach 19 Uhr als Fahrer eines Sportwagens in der Beethovenstrasse mit überhöhter Geschwindigkeit auf die die Strasse überquerende Zeugin B. zugefahren zu sein. Sodann soll er die Frau, die zur Seite springen musste, als „Fotze“ bezeichnet haben, die „nicht ganz dicht“ sei, sich auf ihren Fuß gestellt und ihr mehrere Stöße versetzt haben.

    Donnerstag, 8.1.2004, 12.00 Uhr mit Fortsetzungen, LG Gr. Strafk. 32 # Saal 209 # R. (46) # räuberische Erpressung pp # 3303 Js 229/02

    R. ist angeklagt, in der Zeit von Februar 2002 bis Januar 2003 in fünf Fällen – zum Teil wiederholt - grundlos unter Einsatz und Androhung von Gewalt Geldbeträge in unterschiedlicher Höhe verlangt zu haben. Von dem Inhaber eines Imbisses in der Wandsbeker Chaussee forderte er unter Vorhalt eines Messers und mit der Ankündigung, ihn sonst umzubringen, 7000 € und erhielt zunächst Teilbeträge. Einen weiteren – allerdings zahlungsunfähigen - Zeugen bedrohte er hinter der Moschee in der Adenauerallee ebenfalls mit einem Messer und begehrte Zahlung von 1000 €. Dem Geschädigten A.P kündigte er an, dessen Familie und ihn zu töten und sein Restaurant in Brand zu setzten, falls er ihm kein Geld zahle. Über einen Vermittler erhielt er daraufhin 700 €. Ähnliche Forderungen versuchte er unter Todesdrohungen gegenüber M.Y. durchzusetzen. Dem Taxifahrer Y. drückte er am Taxistand Steindamm einen Gegenstand in den Rücken und forderte ihn zur Übergabe von Bargeld auf, worauf dieser Zeuge ihm aus Angst 500 € aushändigte. Schließlich forderte er einen der Geschädigten, der sich Hilfe suchend an einen Rechtsanwalt gewandt hatte, auf, seine „Beschwerde“ zurückzunehmen, und drohte mit dem Einsatz von Leuten, die ihn andernfalls „erledigen“ würden.

    Freitag, den 9.1.2004, 11.30 Uhr #  AG Hamburg-St. Georg, Abt. 943 # 1.04, Lübeckertordamm 4 # K. (30) und A.(26) # räuberischer Diebstahl pp # 3200 Js 228/02

    Den beiden Angeklagten wird vorgeworfen, mit weiteren Beteiligten am 16.5.2002 in einem Telefonladen in der Langen Reihe ein Handy der Marke Nokia entwendet und die Verkäuferin, die den Diebstahl bemerkt hatte, durch schmerzhaftes Festhalten an den Armen am Einschreiten gehindert zu haben. Im Verlaufe der Rangelei zwischen der Beschuldigten A. und der Zeugin soll der Mittäter K. die Geschädigte heftig am Hals gewürgt haben.

    Freitag, den 9.1.2004, 14.00 Uhr # AG Hamburg-St. Georg, Abt. 943 # 1.04, Lübeckertordamm 4 # L. (41) # Diebstahl # 3203 Js 434/03

    Die L. soll in der Nacht zum 20.3.2003 in einem Hotel in der Kirchenallee dem Geschädigten, der nach dem Genuss von Alkohol auf dem Bett eingeschlafen war, das Portemonnaie aus der Hosentasche gezogen und 1500 € entwendet haben. Ferner soll sie dem Zeugen eine Kette im Wert von 2000 €, eine Rolexuhr im Wert von 6.500 € und einen Brillantring im Wert von rund 8000 € abgenommen haben.

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