Staatsanwaltschaft Hamburg

STA-HH: 031024-1.StAHH Mitteilung Nr. 43/2003

Hamburg (ots) - Zeit des Termins # Gericht # Saal # Beschuldigte # Vorwurf # Az. d. StA Montag, den 27.10.2003, 09.00 Uhr, m. Forts. # LG Gr. Strafk. 29 # 378 # Dr. K. (59), B. (38) # Verstoß gegen das Grundstoffüberwachungsgesetz (GÜG) # 6100 Js 646/00 Den Angeklagten wird vorgeworfen, als Geschäftsführer einer Handelsfirma ohne die erforderliche Erlaubnis den für die Herstellung von Ecstasy-Tabletten Verwendung findenden Grundstoff 3,4-Methylendioxyphenyl-Propan-2-on (abgekürzt: PMK) in sechs Fällen bei einer Medizinfirma in Peking/China bestellt, in die Bundesrepublik Deutschland eingeführt und hier mit erheblichem Gewinn an den gesondert verfolgten L. oder dessen nicht ermittelte Hinterleute verkauft zu haben, wobei sie wussten, daß sie eine behördliche Genehmigung für die Geschäfte benötigten, aber diese nicht erhalten würden. Insgesamt erhielten sie nach vorheriger schriftlicher Bestellung per Luftfracht aus China 2.300 kg PMK zum Preis von 84.500 US-Dollar, für die sie durch Weiterverkauf in fünf Fällen 570.000,- DM erlösten. Eine Lieferung von 400 kg PMK (Fall 6) konnte am 10.11.2000 in Frankfurt/Main sichergestellt werden. Montag, den 27.10.2003, 09.00 Uhr, m. Forts. #LG Gr. Strafk. 14 # 138 # K. (48), A. (26), W. (32) Urkundenfälschung, versuchter Betrug, versuchte Erpressung # 3201 Js 301/03 Die Beschuldigte W. soll Ende April/Anfang Mai 2003 mehrere bereits ausgefüllte Originalüberweisungsträger aus dem Bankkreislauf (Zentrale einer Hamburger Bank) genommen und ihrem Ehemann, dem Angeklagten A., übergeben haben. Dieser soll zusammen mit K. die Daten von acht Originalen mit Hilfe eines Computers auf Blanko- Überweisungsträger übertragen haben, wobei als Geldempfänger lettische Firmen und als deren Kontoverbindung bei der Deutschen Bank in Frankfurt geführte Korrespondenzkonten lettischer Banken eingesetzt wurden, nachdem bei den lettischen Banken zum Zwecke der Durchführung der Überweisungen Konten eingerichtet worden waren. Die entweder von K. oder A. mit nachgeahmten Unterschriften versehenen Überweisungsträger sollen anschließend von A. und W. wieder in den Bankkreislauf gebracht worden sein. Die geplanten Überweisungen mit einem Gesamtbetrag von 1.982.202,19 Euro scheiterten, weil K. gegenüber einer Mitarbeiterin der Hamburger Bank am 05.05.2003 einen Überweisungsbetrug in Höhe von ca. 1,8 Millionen Euro andeutete und dabei für die Preisgabe weiterer Informationen eine Belohnung verlangte. Dienstag, den 28.10.2003, 09.30 Uhr # LG Gr. Strafk. 16 # 901, Kapstadtring 1 # R. (30) # Raub # 3304 Js 214/03 R. wird zur Last gelegt, in der Zeit vom 21.05. bis zum 14.08.2003 in 12 Fällen überwiegend älteren Geschädigten jeweils Taschen mit Gewalt entrissen zu haben, um das Stehlgut für sich zu verwenden. Dienstag, den 28.10.2003, 13.00 Uhr, m. Forts. # LG Gr. Strafk. 4 # 345 # W. (21), Sch. (18) # versuchter Mord, Raub pp. # 4207 Js 440/03 W. und Sch. werden beschuldigt, am 25.04.2003 den Geschädigten B. in der Sternstraße unter Einsatz von Messern überfallen, die Herausgabe von Geld und Handy gefordert und den sich wehrenden Geschädigten mit mindestens vier Messerstichen in den Hals- und Nackenbereich sowie zwischen die Schulterblätter lebensgefährlich verletzt zu haben. Anschließend sollen sie den zu Boden gegangenen B. aufgefordert haben, Bargeld und Uhr herauszugeben, was der schwer verletzte Geschädigte auch tat. Schließlich soll W. dem B. noch die Lederjacke, in der sich auch dessen Handy befand, ausgezogen und diese entwendet haben. B. befand sich bis zum 29.04.2003 in stationärer Behandlung. Dienstag, den 28.10.2003, 14.30 Uhr # AG HH-Harburg, Abt. 619 # 356, Buxtehuder Str. 9 # J. E. (74), H. E. (53), G. (47), O. (44), T. (44) # besonders schwerer Fall der Bestechung und Bestechlichkeit # 5701 Js 70/99 Den Angeklagten H. E., G., O. und T. wird vorgeworfen, in ihrer dienstlichen Funktion als Mitarbeiter einer Müllabfuhrkolonne der Hamburger Stadtreinigung bei zwei Firmen neben dem regulär zu entsorgenden Müll, für den ordnungsgemäße Gebühren gezahlt worden waren, weiteren Müll entsorgt und im Gegenzug Geldbeträge bzw. Waren gefordert und erhalten zu haben, um sich dadurch eine Einnahmequelle von einigem Umfang und einiger Dauer zu verschaffen. J. E. ist angeklagt, in seiner Funktion als Geschäftsführer einer Firma mit den Mitangeklagten vereinbart zu haben, dass diese fortlaufend gegen Zahlung von monatlich 100,- DM zusätzlichen Müll, für den keine Abfallgebühren gezahlt worden waren, entsorgen sollten, um so deutliche Ersparnisse bei der Müllentsorgung und damit mittelbar höhere Firmeneinnahmen zu erzielen. Mittwoch, den 29.10.2003, 10.45 Uhr # AG Abt. 143 b # 297 # N. (54) # Betrug # 3300 Js 255/03 N. wird vorgeworfen, als Empfängerin von Sozialhilfe dem Sozialamt nicht mitgeteilt zu haben, daß sie über Vermögen in nicht unerheblicher Höhe verfügte (Sparbuch mit ca. 47.000,- Euro, Konto mit ca. 15.000,- Euro Guthaben etc.) und dadurch insgesamt 30.559,73 Euro zu Unrecht erhalten zu haben. Mittwoch, den 29.10.2003, 13.00 Uhr # AG Abt. 143 b # 297 # N. (28) # Körperverletzung # 3300 Js 209/03 N. soll am 30.12.2002 in einer Bar zunächst der verantwortlichen Inhaberin J., die ihn aufgefordert hatte das Lokal zu verlassen, einen so heftigen Schlag an den Kopf versetzt haben, daß diese zu Boden ging. Danach soll er den schwerbehinderten Zeugen St., der der J. helfen wollte, mit Fäusten zu Boden geschlagen und so stark mit den Füßen auf diesen eingetreten haben, daß St. einen Bruch des rechten Unterarms und des linken Schulterblattes sowie weitere Verletzungen erlitt und im Krankenhaus operiert werden musste. Schließlich soll er dem Zeugen K., der ihn vom Geschädigten St. trennen wollte, durch einen heftigen Faustschlag eine massive Prellung des rechten Unterkiefers beigebracht haben. Donnerstag, den 30.10.2003, 11.30 Uhr # AG Hamburg-Bergedorf, Abt. 411 # 112, Ernst-Mantius-Str. 8 # D. (59) # Untreue # 3100 Js 45/03 Frau D. ist angeklagt, als für den Barverkauf zuständige kaufmännische Angestellte einer Firma in 19 Fällen Bestellungen von Kunden angenommen, die bestellte Ware auch übergeben, den Erhalt der Bezahlung in Höhe des tatsächlichen Betrages den Kunden quittiert, im EDV-System der Firma jedoch nur einen wesentlich geringeren oder gar keinen Betrag verbucht und das Geld für sich verwendet zu haben. Donnerstag, den 30.10.2003, 09.00 Uhr # AG HH-Blankenese, Abt. 510, # 18, Dormienstraße 7 # M. (46), W. (50) # schwerer Diebstahl, Beihilfe # 3300 Js 501/01 Frau M. wird beschuldigt, unter Inanspruchnahme eines Schlüsseldienstes in die alleinige Wohnung ihres von ihr getrennt lebenden Ehemannes, der in Urlaub war, gelangt zu sein und dort verschiedene Gegenstände (z. B. Geschirr, Küchengeräte, Bücher, CDs, persönliche Dinge des Geschädigten) sowie Steuer- und Buchhaltungsunterlagen für die Jahre 1998 bis 2000 an sich genommen zu haben, um diese für sich zu verwenden. Frau W. soll Frau M. in dem Wissen, daß es sich nicht mehr um die eheliche Wohnung handelte und die Gegenstände dem Zeugen M. gehörten, geholfen haben, die Gegenstände aus der Wohnung zu verbringen. Freitag, den 31.10.2003, 10.30 Uhr # AG Abt. 145 # 292 # St. (43) # Verletzung der Unterhaltspflicht pp. # 3401 Js 5/01 St. wird zur Last gelegt, für seine beiden Kinder, für die das Jugendamt ca. 24.000,- DM Unterhaltsvorschussleistungen erbrachte, keinen Unterhalt gezahlt zu haben, obwohl er über die nötigen finanziellen Mittel verfügte. Freitag, den 31.10.2003, 09.00 Uhr # AG Hamburg- St. Georg, Abt. 841 # 0.39, Lübeckertordamm 4 # F. (25) # Körperverletzung, Nötigung # 2103 Js 88/03 F. ist angeklagt, W. in dessen Wohnung zunächst in das Gesicht geschlagen und, als dieser die Polizei rufen wollte, mit den Worten "Du rufst die Polizei nicht" den Geschädigten gewürgt sowie mit einem ca. 20 cm langen Fleischermesser vor dessen Gesicht herumgefuchtelt und ihm gedroht zu haben, ihn "abzurammen". W. erlitt aufgrund seines angegriffenen Gesundheitszustandes, von dem F. wusste, einen Herzanfall. Alle Zeitangaben erfolgen ohne Gewähr. Eine Verlegung der Termine nach Herausgabe der Pressemitteilung ist im Einzelfall nicht auszuschließen. ots-Originaltext: Pressestelle Staatsanwaltschaft Hamburg Rückfragen bitte an: Pressestelle Staatsanwaltschaft Hamburg Pressestelle Telefon: 040-42843-2108 Original-Content von: Staatsanwaltschaft Hamburg, übermittelt durch news aktuell

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