Staatsanwaltschaft Hamburg

STA-HH: 020213-1.StAHH Mitteilung Nr. 07/2002

    Hamburg (ots) -

      Zeit des Termins # Gericht # Saal # Beschuldigte # Vorwurf
# Az.d.StA

    Montag, den 18.02.2002, 09.15 Uhr m.Forts. # LG Hamburg, Gr. Strafkammer 12 # 209 # Sp. (61), T. (54) u. K. (40) # fahrlässige Tötung, Körperverletzung im Amt # 7201 Js 24/99

      Die Angeklagten waren im Jahr 1999 als Sozialarbeiter u.a.
für die Betreuung und Pflege der Bewohner der von der
staat-lichen Einrichtung Pflegen & Wohnen betriebenen Unterkunft
Berzeliusstraße 113b zuständig. Als solche führten K. und T. am
19.03.1999 einen Kontrollbesuch bei dem damals 58-jährigen A.
durch. Obwohl sich der A. zu dieser Zeit in einem sehr
bedenklichen Gesundheitszustand befunden und keine
Einsichts-fähigkeit in Bezug auf seinen eigenen Zustand gehabt
habe, sollen die Angeklagten es versäumt haben, für dessen
sofortige medizinische Behandlung Sorge zu tragen. A. soll nach
dem 19.03.1999 vorhersehbar an einer durch eine unbehandelte
Bronchitis hervorgerufenen Lungenentzündung erkrankt sein, die
bis zum 01.04.1999 ohne medizinische Versorgung blieb. An diesem
Tag sollen die Angeklagten K. und Sp. den A. stark verkotet und
eingenässt angetroffen haben. Nach der Anklage sollen sie den A.
unverrichteter Dinge wieder verlassen haben, obwohl für diesen
zu dieser Zeit bereits akute Lebensgefahr bestand. A. verstarb
am 02.04.1999.

      Montag, den 18.02.2002, 10.00 Uhr # AG Hamburg, Abt. 233 #
465, Johannes-Brahms-Platz 1 # K. (36) # Tierquälerei # 7400
Js596/01

      Dem Beschuldigten K. wird vorgeworfen, am 26.07.2001 in der
Nähe des Billewanderweges in der Absicht, sich seines
5-jähri-gen Riesenschnautzers zu entledigen, gegen den Kopf und
in den Bauch des Tieres getreten und mit einem Stock geschlagen
zu haben. Anschließend soll K. den Stock an dem Gliederhalsband
des Hundes befestigt und diesen daran unter Wasser gedrückt
haben. Untersuchungen haben ergeben, daß der Tod des Tieres
bereits durch die Tritte und Schläge verursacht worden ist.


      Montag, den 18.02.2002, 10.15 Uhr # AG Harburg, Abt. 618 #
257 Buxtehuder Str. 9 # F. (66) # Körperverletzung # 2100 Js
843/01

      Dem F. wird in der Anklageschrift zur Last gelegt, er habe
am Abend des 14.08.2001 in der gemeinsamen Wohnung seiner
Ehefrau so starke Schläge in die Magengrube und gegen den
gesamten Oberkörper versetzt, daß diese anschließend einen
Notarzt rufen mußte. Anlaß für die Aggressionen des F. soll der
Umstand gewesen sein, daß seine Ehefrau eine Nähmaschine nach
vollendeter Arbeit nicht sofort weggeräumt hatte.

    Dienstag, den 19.02.2002, 09.30 Uhr mit Forts. # LG Hamburg, Große Strafkammer 16 # 901 Kapstadtring 1 # S. (52) # Erpresserischer Menschenraub # 7205 Js 101/00

      Dem S. wird vorgeworfen, am 22. und 23.08.2000 zusammen mit
mindestens drei Mittätern die damals 65-jährige Geschädigte H.
gewaltsam in einen zuvor gestohlenen Mercedes gezerrt, gefesselt
und ihr die Augen sowie den Mund mit Klebeband zuge-klebt zu
haben. Anschließend soll die H. in eine eigens für derartige
Taten im Waldstück Hegenredder ausgehobene Erdhöhle verbracht
worden sein. Dort wurde die H. bis auf Slip und BH entkleidet.
Unter Vorhalt eines Messers sollte sie gezwungen werden, die PIN
ihrer EC-Karte, die man ihr weggenommen hatte, zu nennen. Die H.
wurde ca. 24 Stunden in der Erdhöhle fest-gehalten. In dieser
Zeit soll einer der Täter mit der H. gewaltsam den analen und
den vaginalen Geschlechtsverkehr durchgeführt haben.


      Dienstag, den 19.02.2002, 09.45 Uhr, mit Fortsetzungen # LG
Hamburg, Große Strafkammer 11 # 300 # Hu. (30), P. Sp. (30), S.
(23), H. (25) und I. Sp. (26) # Bandendiebstahl, gewerbsmäßige
Hehlerei, Urkundenfälschung, Bestechung # 6600 Js 79/01

      Dem polnischen Staatsangehörigen Hu. und seinen Mittätern
wird zur Last gelegt, in der Zeit von Oktober 2000 bis zum 4.
September 2001 als Mitglieder einer in Deutschland und Polen
tätigen Bande in einer Vielzahl von Fällen hochwertige PKW
vorwiegend der Marke DaimlerChrysler entwendet und nach
kompletter Verfälschung der Kfz-Daten ins osteuropäische Ausland
verbracht zu haben. Der mitangeklagte frühere Polizei-beamte H.
soll dabei die Gruppe mit Fahrzeug- und Halterdaten baugleicher
PKW aus dem Zentralen Verkehrsinformationssystem (ZEVIS)
versorgt haben. Unter Verwendung dieser Daten wurden durch
Verfälschung Dubletten-Fahrzeuge geschaffen, die dann gefahrlos
über die Grenzen gebracht werden konnten. H., der bis zu seiner
Festnahme bei der Autobahnpolizei in Ilshofen tätig war, soll
für jede Halterabfrage 200 bis 300 DM erhalten haben.


      Dienstag, den 19.02.2002, 15.00 Uhr # AG Hamburg Abt. 139 #
279 # F. (36) # Verwendung verbotener Kennzeichen, Beleidigung #
7101 Js 686/01

      Dem Angeklagten wird vorgeworfen, am 07.05.2001 gegen 14.10
Uhr in einem U-Bahnzug die schwarzafrikanische Zeugin Sch. ohne
jede Veranlassung als „black slut (schwarze Schlampe)
be-schimpft und ihr gegenüber mehrfach den sog. Hitlergruß
gezeigt zu haben. F., der eine Bomberjacke und Springerstiefel
getragen haben soll, stand bei der Tatausführung unter
Alkoholeinfluß.


      Mittwoch, den 20.02.2002, 09.30 Uhr # AG Hamburg, Abt. 143a
# 176 # Ö. (32) # Diebstahl # 3204 Js 571/01

      Dem Ö. wird vorgeworfen, unter Ausnutzung seiner
Eigenschaft als Krankenpfleger in der Wohnung der von ihm zu
betreuenden Geschädigten K. aus deren Schreibtisch 200 DM
weggenommen zu haben. Die Geldscheine waren zuvor von der
Polizei mit Chemi-kalien präpariert und als „Diebesfalle
ausgelegt worden.

    Mittwoch, den 20.02.2002, 09.30 Uhr mit Forts. # AG Hamburg, Abt. 138 # 201a # D. (23) # schwerer Raub # 3100 Js 67/01

      Aufgrund eines gemeinsamen Tatplanes sollen D. und zwei
gesondert verfolgte Heranwachsende in der Sylvesternacht
2000/2001 gegen 2.45 Uhr im Bereich des „Burger King in
der Innenstadt nacheinander auf zwei Passanten eingeschlagen und
unter Vorhalt eines Messers die Herausgabe ihres Geldes
gefordert haben. Einem der Opfer wurde dabei eine
Schnitt-verletzung am Bauch beigebracht, während dem anderen
Geschädigten eine sog. Kopfnuß versetzt wurde. Die erlangte
Beute betrug 20 DM.

    
      Mittwoch, den 20.02.2002, 10.45 Uhr # AG Hamburg Abt. 143 a
# 176 # Sch. (66) # Diebstahl in einem bes. schweren Fall # 3400
Js 18/01

      Nach der Anklage hat der P. zusammen mit zwei Mittätern am
28.03.2000 vom Gelände einer Baustelle in der Königsberger
Straße einen dort abgestellten Radlader der Marke Kramer Allrad
mit einem Zeitwert von ca. 20.000 DM entwendet. Der Radlader
wurde nach Überwindung der Wegfahrsperre auf einen LKW gefahren
und damit nach 23847 Lasbek verbracht.

    Donnerstag, den 21.02.2002, 10.00 Uhr # AG Bergedorf Abt. 411 # 112 Ernst-Mantius-Str. 8 # G. (68) # gefährliche Körper-verletzung # 2105 Js 430/01

      G. wird vorgeworfen, am 11.05.2001 im Glindersweg anläßlich
eines Nachbarschaftsstreites über die Benutzung eines
Holz-kohlegrills auf der Terrasse des Hauses von seiner Wohnung
im ersten Stock aus einen Eimer Wasser auf den Grill geschüttet
und anschließend, als er deswegen zur Rede gestellt werden
sollte, seinen Nachbarn mit einem Schuhlöffel in das Gesicht
geschlagen zu haben.


      Donnerstag, den 21.02.2002, 12.00 Uhr mit Fortsetzungen #
LG Hamburg, Große Strafkammer 27 # 390 # A. (22), M. (22), S.
(21), W. (21), M.S. (20)und G. (20) # Raub # 6600 Js 87/01

      Den Angeklagen werden eine Vielzahl von Raubtaten zur Last
gelegt. Insbesondere sollen sie in der Zeit vom 29.06 bis
12.07.2001 in drei Fällen mit Inserenten aus der AVIS, die
hochwertigen Schmuck verkaufen wollten, Treffen vereinbart
haben, in deren Verlauf die Verkäufer mit Reizgas und anderen
Waffen bedroht und ihres Schmucks im Wert von ca 22.000 DM
beraubt wurden. Darüberhinaus sollen am 05.07.2001 die
Angeklagten W. und G. sowie ein weiterer, gesondert verfolgter
Mittäter in Barmstedt die 80 und 87 Jahre alten Eheleute B. in
der Weise überfallen haben, daß sie die Geschädigten mit einer
Schußwaffe bedrohten und anschließend G. der Frau B. den Mund
mit Pflaster verklebte, während der gesondert verfolgte Mittäter
dem Ehemann einen Kartoffelsack auf das Gesicht drückte. Die
Täter hatten sich zuvor als Paketboten ausgegeben und so Zugang
zur Wohnung der Geschädigten, in der sich angeblich 180.000 DM
Bargeld befinden sollten, verschafft. Da die Eheleute B. sich
heftig wehrten und laut um Hilfe riefen, ließen die Täter von
ihrem Vorhaben ab und flüchteten ohne Beute.
    Bei den Angeklagten M.S. und G. soll es sich um
Drogenab-hängige handeln, die zum Teil von den anderen
Angeklagten zur Begleichung ihrer Drogenschulden zu den
Straftaten gezwungen worden sein sollen.


      Donnerstag, den 21.02.2002, 14.00 Uhr, # AG Hamburg Abt.
147 # 192 # St. (31) # Körperverletzung, Nötigung # 7101 Js
644/01

      Am 17.02.2001 fanden im Bereich der Hamburger Innenstadt
zahlreiche Aufzüge sowohl des rechten als auch des linken
politischen Spektrums statt, deren Ausgangspunkt eine von
Christian Worch angemeldete Demonstration unter dem Tenor
„Für die Freiheit der Kunst - gegen behördliche Willkür
war. Der Angeklagte St. soll gegen 13.00 Uhr im Bereich
Mönckebergstraße /Steintorwall auf Polizeibeamte, die die
Teilnehmer der ver-schiedenen Aufzüge räumlich trennen und
Übergriffe verhindern sollten, mehrfach eingetreten und an deren
Schutzschilden gezerrt haben.


      Freitag, den 22.02.2002, 09.30 Uhr # AG Hamburg, Abt. 143a,
# 176 # J. N. (42)und R. N. (40) # gemeinschaftlicher Betrug #
3300 Js 585/00

      Die Beschuldigten stehen im Verdacht, am 22.02.2000 bei der
Schiffahrtsgesellschaft Mississippi Queen mbH + Co KG an den St.
Pauli Landungsbrücken eine dreistündige Hafen- und Elbfahrt für
ca. 150 Personen gebucht und am 04.03.2000 auch durch-geführt zu
haben, obwohl sie von vornherein nicht beabsichtig-ten bzw.
nicht in der Lage waren, den über eine geleistete Anzahlung
hinausgehenden Restbetrag in Höhe von 5.846,- DM zu bezahlen.

      Alle Zeitangaben erfolgen ohne Gewähr. Eine Verlegung der
Termine nach Herausgabe der Pressemitteilung ist im Einzelfall
nicht auszuschließen.

ots-Originaltext: Pressestelle Staatsanwaltschaft Hamburg
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Rückfragen bitte an:
Pressestelle Staatsanwaltschaft Hamburg

Telefon: 040-42843-2108

Original-Content von: Staatsanwaltschaft Hamburg, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Staatsanwaltschaft Hamburg

Das könnte Sie auch interessieren: