Staatsanwaltschaft Hamburg

STA-HH: Technische Wiederholung: 010525-1.StAHH Mitteilung Nr. 22/2001

      Hamburg (ots) - Zeit des Termins # Gericht # Saal #
Beschuldigte # Vorwurf
# Az.d.StA

      Montag, den 28.05.2001, 09.40 Uhr # AG Abt. 133 # 297 # A.
(35) # Gefährliche Körperverletzung # 2001 Js 339/00

      A. wird beschuldigt, am 23.06.2000 gemeinsam mit bisher
unbekannt gebliebenen Mittätern den Geschädigten H. auf der
Reeperbahn grundlos zusammengeschlagen und ihm darüber hinaus
mit einer Flasche auf den Kopf geschlagen zu haben.

      Montag, den 28.05.2001, 09.30 Uhr, m. Forts. # LG Gr.
Strafk. 12 # 209 # S. (29) # Nötigung, versuchte schwere
räuberische Erpressung # 6500 Js 105/99

      S. wird vorgeworfen, die Zeugin La. in dem von ihr
genutzten Zimmer des Bordells „Pascha« unter Androhung von
Schlägen gezwungen zu haben, ihren Freund, den Zeugen Le., in
das Bordell zu bestellen, Le. anschließend in eine auf der
anderen Straßenseite gelegene Gaststätte gebeten und dort von
ihm die Zahlung von monatlich 4.000,- DM verlangt zu haben,
anderenfalls er dem Geschädigten „die Frau wegnehmen»
werde, wobei der Beschuldigte ständig seine Hand am Hosenbund
hielt, so daß der Geschädigte davon ausging, S. sei im Besitz
    einer Waffe, die er gegebenenfalls auch einsetzen werde.
Noch am
Tattat gab die Zeugin La, das von ihr genutzte Zimmer im
„Pascha auf.

      Dienstag, den 29.05.2001, 09.30 Uhr # AG HH-Blankenese Abt.
    510 # 18 Dormienstraße 7 # Dr. Bl. (38) # Ausstellen
unrichtiger
Gesundheitszeugnisse # 7200 Js 60/00

      Dr. Bl. ist angeklagt, in einer ärztlichen Bescheinigung
zur Vorlage bei der Behörde für Inneres die absolute
Reiseunfähigkeit der Patientin Bu. attestiert zu haben, obwohl
er die Patientin zuvor weder körperlich untersucht noch
persönlich befragt hatte, wobei er beabsichtigte, die
Abschiebung der Patientin zu verhindern.

      Dienstag, den 29.05.2001, 09.30 Uhr # LG Gr. Strafk. 16 #
901 Kapstadtring 1 # W. (50), V. (38) # Betrug 7200 Js 36/99

      V. soll verschiedene Ärzte mehrmals als Patientin
    aufgesucht und diesen gegenüber wahrheitswidrig angegeben
haben,
daß sie zur Behandlung ihrer Erkrankung diverse Medikamente
benötige, obwohl sie zu einem wesentlichen Teil ausreichende
    Mengen der Medikamente zur Verfügung hatte, worauf die Ärzte
ihr
    Verschreibungen über Medikamente im Gesamtwert von
555.772,59 DM
ausstellten. V. soll anschließend dem Betreiber einer Apotheke,
dem Beschuldigten W., die Rezepte übergeben haben, der ihr
lediglich einen geringeren Anteil der Medikamente im Gesamtwert
von 166.737,30 DM ausgehändigt haben soll, um dann wiederum
sämtliche Rezepte über zwei Abrechnungsstellen gegenüber der
AOK-Hamburg monatlich abzurechnen und dabei wahrheitswidrig
mitzuteilen, daß er die aufgeführten Medikamente der
Beschuldigten V. tatsächlich vollen Umfangs entsprechend der
medizinischen Indikation ausgehändigt habe, in der Absicht, den
sich daraus ergebenen Differenzbetrag für sich zu behalten,
obwohl er darauf keinen Anspruch hatte, wodurch der AOK ein
Vermögensschaden in Höhe von 389.053,29 DM entstand.
      W. soll der V. von diesem rechtswidrig erlangten Gewinn
entsprechend der getroffenen Absprache ca. ein Drittel in
Bargeld oder Sachwerten ausgezahlt haben.

      Dienstag, den 29.05.2001, 09.00 Uhr # LG Gr. Strafk. 18 #
812 Kapstadtring 1 # Dr. O. (72) # Verstoß gegen die AO # 5100
Js 326/99

      Dr. O. wird vorgeworfen, den Finanzbehörden über steuerlich
erhebliche Tatsachen unrichtige oder unvollständige Angaben
gemacht bzw. die Finanzbehörden pflichtwidrig über steuerlich
erhebliche Tatsachen in Unkenntnis gelassen und dadurch in dem
    Zeitraum 1991 - 1998 insgesamt Steuern in Höhe von
356.958,02 DM
verkürzt zu haben.

      Dienstag, den 29.05.2001, 13.00 Uhr, m. Forts. # LG Gr.
Strafk. 21 # 237 # S. (22) # versuchter Mord # 3401 Js 39/01

      S. ist angeklagt, am 24.01.2001 gegen 07.20 Uhr in der
    Wohnung Borstels Ende 1 nach einer vorangegangenen, bereits
seit
Stunden abgeschlossenen Auseinandersetzung mit dem Geschädigten
B., der für kurze Zeit das gemeinsam bewohnte Appartement
verlassen hatte, versteckt hinter der Tür auf einem Tisch
stehend auf B. gewartet zu haben, nach dessen Rückkehr in das
Zimmer vom Tisch gesprungen zu sein und mit einer Papierschere
mit einer Klingenlänge von 7 cm gezielt auf den Oberkörper des
Geschädigten eingestochen zu haben, wodurch B. eine
lebensbedrohliche Lungenverletzung (Pneumothorax) erlitt.

      Mittwoch, den 30.05.2001, 13.00 Uhr # AG Abt. 138 # 201 a #
F. (24) # Versuchte gefährliche Körperverletzung # 7203 Js 6/00

      Dem HIV-infizierten Angeklagten wird zur Last gelegt, in
der Nacht zum 24.10.2000 auf dem Gelände einer Schule in St.
Georg mit der zur Tatzeit 20 Jahre alten Geschädigten den
ungeschützten Geschlechtsverkehr ausgeführt zu haben, wobei das
Virus nicht übertragen wurde.

      Mittwoch, den 30.05.2001, 09.00 Uhr # AG Abt. 141 b # 292 #
L. (31) # Vergewaltigung # 7204 Js 27/00

      L. wird beschuldigt, die Geschädigte K. am 19.03.2000 gegen
05.00 Uhr morgens vor einer Discothek geschlagen, am Nacken
gepackt und zunächst auf den Gehweg gezogen sowie unter Tritten
und weiteren Schlägen veranlaßt zu haben, ihm zu seiner in der
Nähe liegenden Wohnung zu folgen, dort der Zeugin weitere
Schläge versetzt, sie in einem Zimmer eingesperrt und
schließlich in den Vormittagsstunden zum Beischlaf gezwungen zu
haben.

      Donnerstag, den 31.05.2001, 15.00 Uhr # AG HH-Wandsbek Abt.
727 a # 305 Schädlerstraße 28 # St. (32) # Gefährliche
Körperverletzung # 2402 Js 1467/00

      St. ist angeklagt, gemeinschaftlich mit ihrer 13jährigen
Tochter die Zeugin G. in deren Haus aufgesucht, diese u. a. mit
den Worten „Du dummes Flittchen, was machst Du mit meinem
Mann rum beleidigt und anschließend gemeinsam mit ihrer Tochter
    auf G. eingeschlagen zu haben. St. soll darüber hinaus, den
Kopf
der Zeugin zweimal mit voller Wucht auf eine Steintreppe
geschlagen haben.

      G. erlitt u. a. eine Schädelprellung, eine verstauchte Nase
    sowie geschwollene Augen und mußte für 3 Wochen
krankgeschrieben
werden.

      Donnerstag, den 31.05.2001, 12.30 Uhr # AG HH-Harburg Abt.
624 # 211 Buxtehuder Straße 9 # Ö. (35) # Gefährliche
Körperverletzung pp. # 3301 Js 154/00

      Ö. wird vorgeworfen, am 22.04.2000 gegen 20.30 Uhr vor dem
Türkischen Kulturverein „Café Dostlar, Ernst-August-Deich
    59/Ecke Fährstieg, im Rahmen einer Auseinandersetzung über
einen
entliehenen Geldbetrag von 2.500,- DM dem Geschädigten A. mit
einer Pistole des Kaliber 7,65 mm in der Absicht, dessen Tod
    herbeizuführen, in die Brust geschossen, von der Abgabe
weiterer
Schüsse auf den in sein Auto steigenden Geschädigten jedoch
abgesehen zu haben. Das Geschoß hatte den unteren rechten
Lungenflügel des Geschädigten durchdrungen und war in seinem
Rücken steckengeblieben, wodurch er in Lebensgefahr geriet und
nur durch eine Notoperation, in der der rechte untere
Lungenflügel entfernt werden mußte, gerettet werden konnte.

      Freitag, den 01.06.2001, 09.00 Uhr # AG Abt. 208 # 100
Joh.-Brahms-Pl. 1 # K. (41) # Fahrlässige Körperverletzung #
1806 Js 1548/99 (2205)

      K. wird zur Last gelegt, am 16.11.1999 an der
Bushaltestelle Fabriciusstraße/Steilshooper Allee mit einem
Omnibus der Linie 118 derart forsch angefahren zu sein, daß das
im Kinderwagen befindliche Kleinkind mit diesem umkippte und
sich dabei eine Schädelprellung, eine Nasenbeinprellung sowie
einen Zungenbiß zuzog.

      Freitag, den 01.06.2001, 13.00 Uhr # AG Abt. 143 a # 176 #
N. (34) # Betrug # 3300 Js 467/00

      N. ist angeklagt, Ende November 1999 Verantwortlichen einer
Firma in Österreich vorgespiegelt zu haben, als
Lastkraftwagenfahrer für sie tätig sein zu wollen, woraufhin er
am 29.11.1999 eingestellt wurde und ein Sattelfahrzeug
    ausgehändigt erhielt, das er wie von vornherein beabsichtigt
für
sich verwertete. Das Fahrzeug konnte am 05.01.2000 im Autohof
Georgswerder sichergestellt werden.


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ots-Originaltext: Pressestelle Staatsanwaltschaft Hamburg

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