Staatsanwaltschaft Hamburg

STA-HH: 010510-1.StAHH Mitteilung Nr. 20/2001

    Hamburg (ots) -

      Zeit des Termins # Gericht # Saal # Beschuldigte # Vorwurf
# Az.d.StA

      Montag, den 14.05.2001, 10.45 Uhr # AG Abt. 149 # 192 # v.
W. (67) # Beleidigung # 2413 Js 565/00

      Dem Angeklagten v. W. wird zur Last gelegt, am 19.06.2000
im Eingangsbereich der JVA Am Hasenberge im Beisein von sieben
anderen Personen über eine Abteilungsleiterin der Haftanstalt
geäußert zu haben, sie sei ein „verrückte Kuh«, sie sei
„unfähig» und „blöd« sowie „unwertes Leben».

      Montag, den 14.05.2001, 11.30 Uhr # AG Abt. 149 # 192 # W.
(45) # veruntreuende Unterschlagung pp. # 3604 Js 813/99 (3404
Js)

      W. wird u. a. beschuldigt, als Bediensteter eines
Finanzamtes in 4 Fällen von Steuerschuldnern Bargeldbeträge
zwischen 1.000,- und 4.000,- DM (Gesamtsumme: 9.000,- DM), die
ihm von diesen in der Annahme seiner Zuständigkeit und der
ordnungsgemäßen Weiterleitung anvertraut worden waren, nicht an
die Steuerkasse abgeführt zu haben.

      Dienstag, den 15.05.2001, 09.30 Uhr, m. Forts. # LG Gr.
Strafk. 12 # 209 # S. (26) # Schwerer Raub pp. # 3301 Js 751/97
(3202 Js)

      S. ist angeklagt, am 28.08.1997 mit zwei unbekannten
Mittätern in die Wohnung des Zeugen P. eingedrungen zu sein, P.
mit einer scharfen Schußwaffe in das Gesicht geschlagen, unter
Vorhalt der Waffe festgehalten und anschließend u. a. einen
Videorecorder, zwei Uhren sowie 385,- DM aus der Wohnung
entwendet zu haben.
      Bevor die Täter die Wohnung verließen, fesselten sie den
Zeugen an dessen Bett.

      Dienstag, den 15.05.2001, 09.00 Uhr # AG Abt. 141 a II #
176 # G. (50), B. (37), O. (35) # Fahrlässige Tötung # 3200 Js
979/98 (3104 Js)

      Den Angeklagten wird vorgeworfen, am 03.09.1998 als
Aufsichtsführende mit der nur ca. 128 cm großen, geistig und
körperlich behinderten 10jährigen Z. in einer Gruppe mit 7
weiteren behinderten Kindern Schwimmunterricht in dem 10 x 5
Meter großen und 110 bis 130 cm tiefen Therapiebad der Schule
für Körperbehinderte, Tegelweg 104, 22159 Hamburg, durchgeführt
zu haben, wobei die nicht mit Schwimmhilfen ausgestattete Z. in
dem auf ca. 130 cm Wassertiefe abfallenden Bereich des
Therapiebades mindestens 2 Minuten lang unter Wasser geriet und
bewußtlos wurde, was die Beschuldigten G. und B. als
Lehrpersonen im Becken und die Beschuldigte O. als zusätzliche
Aufsichtsperson außerhalb des Beckens infolge ungenügender
Aufmerksamkeit nicht bemerkten.
      Z. verstarb trotz der sofort von den Beschuldigten
eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen zwei Tage später im
Kinderkrankenhaus Wilhelmstift an den Folgen des Unfalls.

      Mittwoch, den 16.05.2001, 13.00 Uhr, m. Forts. # LG Gr.
Strafk. 27 # 390 # C. (21), S. (26), U. (22), G. A. (23), F. A.
(23) # Gewerbsmäßiger Diebstahl, schwerer Raub, gewerbsmäßige
Hehlerei pp. # 6600 Js 58/00

      U. soll zusammen mit dem gesondert verfolgten I. sieben
zuvor entwendete bzw. geraubte Fahrzeuge in Kenntnis der
deliktischen Herkunft angekauft haben, um sie anschließend per
Container nach Nigeria verschiffen zu lassen und dort
gewinnbringend zu veräußern. Drei dieser Fahrzeuge vermittelte
der Beschuldigte S., der seinerzeit wiederum Kontakte zu den
Beschuldigten C. sowie G. A. und F. A. hatte, die in die
Beschaffung der Fahrzeuge involviert waren.
      F. A. soll in einem, C. in zwei Fällen jeweils Pkws der
Marke Daimler-Chrysler im Wert von 70.000,- DM bzw. 100.000,- DM
durch Niederschlagen der jeweiligen Fahrzeugführerin erlangt
haben, wobei die Geschädigten Sch. und H. erhebliche
Verletzungen erlitten.

      Mittwoch, den 16.05.2001, 13.25 Uhr # AG Abt. 141 b # 292 #
L. (25) # Körperverletzung, gefährliche Körperverletzung # 2206
Js 1018/00

      L. wird beschuldigt, am 28.08.2000 in einem Lokal zunächst
der Zeugin H. in die Haare gegriffen und ihr mit einem gezielten
Faustschlag in das Gesicht geschlagen zu haben, wodurch diese
eine Fraktur des Nasenbeins mit Höckerbildung erlitt, und sodann
dem Zeugen St., der helfen wollte, mit einem Aschenbecher ins
Gesicht geschlagen zu haben, wodurch St. eine Platzwunde
oberhalb der linken Augenbraue sowie eine starke Augenschwellung
erlitt.

      Donnerstag, den 17.05.2001, 13.00 Uhr # LG Gr. Strafk. 1 #
309 # L. (24) # Körperverletzung mit Todesfolge # 3203 Js 443/00

      L. ist angeklagt, am 23.11.2000 gegen 18.30 Uhr vor der
Drogenberatungsstelle „Fixstern, Schulterblatt 75, 22529
Hamburg, dem Geschädigten S. zwei Faustschläge gegen den Kopf
versetzt zu haben, so daß S. rückwärts gegen einen an der
Hauswand befindlichen Automaten stieß. Er erlitt einen
Schädelbruch mit anschließender Blutung der harten Hirnhaut
(epidurales Hämatom), die schließlich eine Hirnschwellung
verursachte, an der S. tags darauf im Universitätskrankenhaus
Eppendorf verstarb.

      Donnerstag, den 17.05.2001, 09.00 Uhr, m. Forts. # LG Gr.
Strafk. 32 a # 912 Kapstadtring 1 # V. A. (26), Y. (24), A. A.
(21) # Schwerer Menschenhandel, Zuhälterei # 6700 Js 110/00

      Die Beschuldigten sollen sich, spätestens im Juli 2000
entschlossen haben, zukünftig osteuropäische Frauen nach Hamburg
zu verbringen und hier der Prostitution zuzuführen, um sich
durch die Beteiligung an den Prostitutionserlösen eine nicht
unerhebliche Einnahmequelle zu verschaffen. Im Rahmen dieser
Absprache sollen sie die damals 17jährige Zeugin S. von Polen
nach Hamburg geholt und durch Drohungen, Schläge und sexuelle
Mißhandlungen zur Aufnahme und Fortsetzung der Prostitution
gezwungen haben.

      Freitag, den 18.05.2001, 09.40 Uhr # AG HH-Harburg Abt. 619
# 356 Bleicherweg 1 # F. (35) # Diebstahl # 3101 Js 18/01

      F. wird vorgeworfen, in der Zeit vom 01.11.1996 bis
28.11.2000 als Lagerarbeiter einer Firma handwerkliche
Maschinen, Material und Werkzeug im Gesamtwert von 10.383,- DM
entwendet und in seinem Keller aufbewahrt zu haben.

      Freitag, den 18.05.2001, 14.00 Uhr # AG Abt. 135 # 192 # B.
(38) # Betrug # 2006 Js 208/00, 2006 Js 1125/00

      B. wird u. a. beschuldigt, dem Zeugen K. in dessen Wohnung
einen Stein für das Grab seiner verstorbenen Ehefrau für 1.300,-
DM verkauft und den vollen Kaufpreis sofort entgegengenommen zu
haben, obwohl er von Anfang an nicht beabsichtigte, seine
vertragliche Verpflichtung zur Lieferung des Grabsteins zu
erfüllen.


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