Staatsanwaltschaft Hamburg

STA-HH: 010105-1.StAHH Mitteilung Nr. 02/2001

    Hamburg (ots) -

      Zeit des Termins # Gericht # Saal # Beschuldigte # Vorwurf
# Az.d.StA

      Montag, den 08.01.2001, 09.00 Uhr # LG Gr. Strafk. 14 # 138
# L. (25) # Schwere räuberische Erpressung # 3302 Js 629/99

      L. ist angeklagt, am 20.10.1999 maskiert und mit einem
Revolver bewaffnet die Hamburger Sparkasse, Bramfelder Chaussee
29 - 31, überfallen, die Kundin N.-W. mit der Waffe bedroht und
den Kassierer Sch. mit den Worten „Überfall, Geld her! zur
Herausgabe von insgesamt 12.000,-- DM gezwungen zu haben.

      Montag, den 08.01.2001, 13.20 Uhr # AG Abt. 141 b # 176 #
L. (43) # Betrug pp. # 3203 Js 7/00

      Frau L. wird u. a. vorgeworfen, als Alleinbuchhalterin
einer Werbeagentur Barschecks in Höhe von insgesamt 115.000,--
DM für angeblichen Bargeldbedarf der Agenturkasse ausgestellt,
den Geschäftsführern zur Unterschrift vorgelegt und anschließend
105.000,-- DM des von der Bank ausgezahlten Geldes für sich
behalten zu haben.

      Dienstag, den 09.01.2001, 09.00 Uhr, m. Forts. # LG Gr.
Strafk. 1 # 309 # A. (26) # Verstoß gegen das BtMG, versuchte
Anstiftung zum Mord pp. # 6000 Js 888/99

      A. werden insgesamt 15 Straftaten vorgeworfen. Er wird u.
a. beschuldigt, mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge
und gewerbsmäßig Handel getrieben zu haben. Am 26.06.1999 soll
er den Zeugen M. aufgefordert haben, einen Konkurrenten im
Marihuanahandel zu erschießen und dafür 1.000,- DM sowie eine
scharfe Waffe angeboten haben.

      Dienstag, den 09.01.2001, 09.30 Uhr, m. Forts. # AG Abt.
135 # 297 # B. (49), L. (37) # Versuchte räuberische Erpressung
pp. # 6700 Js 73/00

      B. soll am 03.07.2000 auf Veranlassung des L. auf der
Mailbox des Mobiltelefons der Geschädigten H. die Aufforderung
hinterlassen haben, dem L. bis zum Ende der 27. Woche des Jahres
2000 mindestens 30.000,-- DM für erlittenen Arbeitsausfall zu
beschaffen; anderenfalls werde L. in einer in der folgenden
Woche beginnenden Hauptverhandlung als Zeuge vor eigens von ihm
bestellten Zuhörern aus dem Milieu Dinge aufdecken, durch die
die Geschädigte möglicherweise in Lebensgefahr geraten werde.

      Dienstag, den 09.01.2001, 13.00 Uhr # AG Abt. 137 # 292 #
D. (30) # Gewerbsmäßiger Betrug, Urkundenfälschung. # 3101 Js
878/99 (3004)

      D. wird beschuldigt, sich in 35 Fällen gegenüber älteren
Menschen am Telefon als Bekannter oder Verwandter ausgegeben und
vorgetäuscht zu haben, er habe gerade einen Verkehrsunfall
verschuldet und müsse dem Unfallgegner zur Vermeidung einer
Anzeige sofort einen Geldbetrag aushändigen. Dabei soll er die
Geschädigten gebeten haben, ihm das Geld zu leihen und an einen
Freund auszuhändigen, den er vorbeischicken werde, sowie
schließlich dann selbst zur Wohnanschrift der Geschädigten
gegangen sein und in 33 Fällen Geldbeträge zwischen 1.500,-- DM
und 5.000,-- DM entgegengenommen sowie teilweise mit falschem
Namen quittiert haben.

      Mittwoch, den 10.01.2001, 09.00 Uhr, m. Forts. # AG Abt.
141 b # 292 # R. (31) # Mißhandlung von Schutzbefohlenen # 3404
Js 908/99

      R. ist angeklagt, in der Zeit vom 06.01. bis 13.01.2000
seinem am 08.11.1999 geborenen Sohn, den er in seiner Wohnung
betreute, durch mehrere bewußt gewalttätige Handlungen elf
Rippenfrakturen rechts und links der Wirbelsäule zugefügt zu
haben. Der Säugling verstarb am 13.01.2000.

      Mittwoch, den 10.01.2001, 10.30 Uhr # AG Abt.148 # 279 # T.
(48) # Betrug # 7200 Js 128/99

      T. wird zur Last gelegt, als Verantwortliche eines
Pflegedienstes in 14 Fällen angeblich fachpsychologische
Behandlungseinsätze für einen Patienten gegenüber der DAK in
Rechnung gestellt zu haben, obwohl diese Einsätze nicht
geleistet worden waren. Sie erhielt dadurch ca. 23.000,-- DM zu
Unrecht.

      Donnerstag, den 11.01.2001, 13.00 Uhr # AG Abt. 133 # 297 #
B. (61), S. (33), T. (30) # Volksverhetzung # 7101 Js 785/99

      Die Angeklagten werden beschuldigt, im Zeitraum vom
18.11.1999 bis zum 10.01.2000 im bewußten und gewollten
arbeitsteiligen Zusammenwirken die vom Wolf-Verlag
Norddeutschland herausgegebene Druckschrift «Zentralorgan»,
Ausgabe Nr. 8/ November 1999, auf deren Titelseite in großen,
gelben altdeutschen Lettern auf schwarzem Grund die Parole
«Juden raus» gedruckt ist, in einer Anzahl von ca. 2.150
Exemplaren an verschiedene Abnehmer zu einem Stückpreis von 5,-
DM verkauft oder in anderer Weise verbreitet zu haben. Mit der
Druckschrift soll bewußt an gleichlautende antisemitische
Parolen im Zusammenhang mit der Massenvernichtung von Menschen
jüdischer Herkunft unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft angeknüpft werden.

      Donnerstag, den 11.01.2001, 09.30 Uhr, m. Forts. # LG Gr.
Strafk. 32 # 209 # B. (38) # Sexueller Mißbrauch von Kindern pp.
# 4002 Js 1348/99

      B. ist u. a. angeklagt, seine unter 14 Jahre alte
Stieftochter in der Zeit von März 1991 bis März 1997 in 289
Fällen sexuell mißbraucht zu haben.

      Freitag, den 12.01.2001, 10.00 Uhr # AG HH-Altona Abt. 326
# 201 Max-Brauer-Allee 91 # v. K. (59) # Beleidigung # 7101 Js
158/00

      Frau v. K. wird beschuldigt, den Zeugen G. u. a. mit den
Worten «Polnische Judensau, dich hat man vergessen zu vergasen»
beschimpft zu haben.

      Freitag, den 12.01.2001, 09.30 Uhr # AG Abt. 145 # 292 #
Schl. (22) # Fahrlässige Körperverletzung # 7401 Js 145/00

      Frau Schl. wird vorgeworfen, ihren Rottweilerrüden - obwohl
ihr bereits mündlich vom zuständigen Amtsveterinär ein
Leinenzwang für den Hund auferlegt worden war - unangeleint und
ohne Maulkorb ausgeführt zu haben mit der Folge, daß der von der
Geschädigten Schö. an der Leine geführte Mischlingshund
„Paul von dem Rüden in den Hals gebissen und die
Geschädigte bei dem Versuch, die Hunde zu trennen, in Unterarm
und Bein gebissen wurde.

      Freitag, den 12.01.2001, 14.00 Uhr # AG Abt. 145 # 292 #
Dr. Sch. (49) # Sachbeschädigung # 2313 Js 109/00

      Dr. Sch. wird zur Last gelegt, in der Straße Koppel Nr. 105
mit einem Schlüssel die Motorhaube und die gesamte linke
Fahrzeugseite an einem Pkw Mercedes (Schaden über 4.000,-- DM)
zerkratzt zu haben.



      Alle Zeitangaben erfolgen ohne Gewähr. Eine Verlegung der
Termine nach Herausgabe der Pressemitteilung ist im Einzelfall
nicht auszuschließen.

ots-Originaltext: Pressestelle Staatsanwaltschaft Hamburg

Rückfragen bitte an:
Pressestelle Staatsanwaltschaft Hamburg

Telefon: 040-42843-2108

Original-Content von: Staatsanwaltschaft Hamburg, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Staatsanwaltschaft Hamburg

Das könnte Sie auch interessieren: