POL-MS: Deutlich mehr Waffenscheine beantragt - trügerische Sicherheit durch Schreckschusspistolen oder Pfefferspray

Münster (ots) - 131 Anträge auf den sogenannten kleinen Waffenschein erreichten allein im Januar 2016 das Polizeipräsidium Münster. Dieser berechtigt zum Tragen von Gas-, Schreckschuss und Signalwaffen in der Öffentlichkeit, nicht aber bei öffentlichen Veranstaltungen, wie zum Beispiel Sportveranstaltungen, Messen, Ausstellungen und Märkte. Alkoholgenuss ist beim Führen der Waffen generell verboten. Im gesamten letzten Jahr wurden 36 Anträge gestellt.

Das Mitführen solcher Waffen oder von Sprays vermittelt eine trügerische Sicherheit.

Erst am Montagabend (08.02., 19.25 Uhr) versuchte ein 23-Jähriger sich an der Ludgeristraße gegen eine fünf-köpfige Gruppe mit seinem Pfefferspray zur Wehr zu setzen. Kurzerhand entwaffneten die Angreifer das Opfer und setzten das erbeutete Pfefferspray gegen den Münsteraner ein. Es folgten Tritte und Schläge, bevor die Täter flüchteten. Polizisten stellten die Angreifer in Alter von 21 bis 24 Jahren auf der Promenade. Der 23-Jährige wurde bei der Attacke leicht verletzt.

In solchen Situationen ist es sinnvoller eine Konfrontation zu vermeiden. Es ist immer ratsam, laut um Hilfe zu rufen und wenn möglich den Notruf der Polizei 110 zu wählen. Der Griff zur Schreckschusswaffe oder zum Pfefferspray ist nur in wenigen Ausnahmesituationen hilfreich und bedarf neben der sicheren Handhabung auch eines Trainings.

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Polizei Münster
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E-Mail: pressestelle.muenster@polizei.nrw.de
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