Polizei Münster

POL-MS: Verkehrsunfallstatistik 2013 - erneuter Rückgang der Verunglückten auf Münsters Straßen

48153 Münster (ots) - "Der ausgewogener Mix von Verkehrsüberwachung und Unfallprävention trägt Früchte, sowohl die Zahl der Verkehrsunfälle wie auch die Zahl der Verunglückten ist gegenüber den Vorjahren gesunken", erläuterte der Leitende Polizeidirektor Udo Weiss heute (17.2.) in Münster. Mit dieser guten Entwicklung können Münsters Polizisten zufrieden sein, halten aber konsequent an dem 2007 beschrittenen Weg fest. "Unser Ziel bleibt es, für weniger Verunglückte auf Münsters Straßen zu sorgen", führte der Leiter der Verkehrsdirektion weiter aus. "Im letzten Jahr verunglückten allein 650 Radfahrer in Münster, sie stellen damit fast die Hälfte aller Verunglückten (1.354) in der Stadt. Für ihre Sicherheit zu sorgen und sie zugleich von gefährlichen Fahrmanövern und Alkoholfahrten abzuhalten, bleibt unsere wichtigste Herausforderung."

Kinder und Senioren sind im Straßenverkehr besonders gefährdete Altersgruppen. 95 Kinder wurden im Jahr 2013 bei 79 Verkehrsunfällen verletzt, rund 18 Prozent weniger als 2012. Eine gleiche Entwicklung zeigt sich bei den Senioren. 2013 verunglückten 155 Senioren bei 458 Verkehrsunfällen. Im Vorjahr lag die Zahl der Verkehrsunfälle noch bei 512, dabei verunglückten 188 Senioren.

Maßgeblich für diesen Rückgang ist dabei auch die flächendeckende Einführung von Tempo 50 in der Stadt. 13 Unfallhäufungsstellen des Vorjahres entsprechen aktuell nicht mehr diesen Kriterien, fallen nicht mehr durch eine Vielzahl von Verkehrsunfällen auf. Besonders signifikant ist diese Entwicklung im Verlauf des Albersloher Weges: 82 Verletzte und 3 Verkehrstote lautete hier die Bilanz 2008, im letzten Jahr blieben noch 46 Verletzte, niemand musste an den Folgen eines Verkehrsunfalls sterben.

Zur Steigerung der Verkehrssicherheit haben auch die polizeilichen Maßnahmen der Verkehrsüberwachung beigetragen. 62.000 Verwarngelder, Bußgeld- und Strafverfahren sind die Folgen der Kontrollen im Straßenverkehr. In annähernd 33.000 Fällen fuhren Kraftfahrer zu schnell, mehr als 11.000 Radfahrer gaben Anlass für ein polizeiliches Einschreiten. Ein Drittel der Fahrten trotz Alkoholgenuss führte zu einem Verkehrsunfall, zwei Drittel der 500 festgestellten Verstöße ahndeten die Polizisten, bevor es zu einem Unfall kam.

Mehr Verkehrssicherheit bewirkt die Polizei nicht nur durch Kontrollen, dazu gehört auch die Verkehrsunfallprävention. Mit 670 Radfahrtrainings erreichten die Beamten der Verkehrsdirektion rund 5.000 Kinder und meistens auch die begleitenden Eltern. Das von den münsterschen Verkehrssicherheitsberatern verfasste Puppenbühnenstück "Enno im Straßenverkehr" sahen rund 2.000 Kinder zusammen mit ihren Eltern und Lehrern in 32 Vorstellungen. Die Uraufführung des Puppenmusicals im Stadttheater honorierten die Zuschauer mit anhaltendem Applaus. Große Zufriedenheit äußerten auch die 300 Senioren nach den speziell für diese Altersgruppe gestalteten Seminaren, die insbesondere mit ihrem Praxisanteil überzeugten. "Ich hoffe, dass die durchgängig positive Resonanz auf unsere Verkehrssicherheitsarbeit an Schulen, an der Universität, bei Verbänden und Vereinen auf Dauer auch das Unfallgeschehen in der Stadt minimiert", erklärte Udo Weiss. Insbesondere nach der Tempo-Reduzierung berichten Auto- und Radfahrer dem Polizeidirektor immer wieder von einer merklichen Stressreduzierung auf Münsters Straßen. "Verkehrsunfälle werden von Menschen verursacht, Menschen können sie auch verhindern", stellte der Direktionsleiter fest. "Der Verkehrsraum ist ein Raum für alle Menschen. Wir brauchen gegenseitige Rücksichtnahme und ein entspanntes Verkehrsklima."

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