Polizei Münster

POL-MS: Verhalten im Stau nach einer Sperrung der Autobahn

Münster (ots) - In der Nacht zum 21. Januar kam es auf der A 31 zu einem folgenschweren Verkehrsunfall. Wegen eines umgestürzten Lkw war die betroffene Richtungsfahrbahn für etwa 4 Stunden blockiert. Der Stau zog sich über eine Länge von 1000 Metern.

In diesem Stau verloren einige, augenscheinlich besonders eilige Fahrzeugführer, die Geduld. Sie wendeten mit ihren Fahrzeugen auf der Autobahn. Dabei versuchten sie - offensichtlich ohne sich der Gefährlichkeit ihres Handelns bewusst zu sein - als Geisterfahrer zur letzten Anschlussstelle zu gelangen.

Die Polizei Münster warnt ausdrücklich vor diesem äußerst gefährlichem Verhalten. Neben der Aufnahme des Verkehrsunfalls und der Absicherung der unmittelbaren Unfallstelle trifft die Polizei zeitversetzt auch Maßnahmen des sogenannten Staumanagements. Hierzu zählen die Stauabsicherung, das Ableiten des Verkehrs und die Sperrung von Zufahrten. Erst dann kann letztlich auch eine organisierte Rückführung der im Stau stehenden Verkehrsteilnehmer durchgeführt werden. Jeder im Stau stehende Verkehrsteilnehmer sollte also die notwendige Geduld aufbringen und warten, bis er von einem Polizeibeamten angesprochen wird und "Grünes Licht" erhält.

Allein das Wenden oder Rückwärtsfahren auf der durchgehenden Fahrbahn einer Autobahn, ohne dass ein anderer Verkehrsteilnehmer gefährdet wird, wird schon mit einem Bußgeld in Höhe von 200,- EUR geahndet. Hinzu kommen aktuell 4 Punkte und ein Regel-Fahrverbot von einem Monat. Werden gar andere Verkehrsteilnehmer durch den "Geisterfahrer" gefährdet oder kommt es zu einem Unfall, so kann dieses Verhalten strafrechtlich als Gefährdung des Straßenverkehrs mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren geahndet werden.

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