Polizeipräsidium Ulm

POL-UL: (UL) Ehingen - Rentnerin um Erspartes gebracht
Mit dem so genannten Enkeltrick haben Unbekannte eine Rentnerin in Ehingen um mehrere Tausend Euro gebracht.

Ulm (ots) - Wie die Frau später der Polizei schilderte, erhielt sie im Laufe des Nachmittags mehrere Anrufe. Offenbar ein Landsmann gab sich als Anwalt aus und forderte Geld, um die Tochter vor einer angeblich drohenden Festnahme zu bewahren. Zunächst ließ sich die Rentnerin nicht beeindrucken und beendete die Gespräche. Zuletzt rief eine Frau an, gab sich überzeugend als Tochter der Rentnerin aus und schilderte eine haarsträubende Geschichte. Es gelang ihr, das Vertrauen der Frau zu erwecken. Sie holte ihre Ersparnisse und händigte sie einem "Boten des Anwalts" aus, der schon wenige Minuten später vor der Tür stand. Der verschwand kurz, war aber dreist genug um gleich nochmals zu klingeln und mehr Geld zu fordern. Da gab ihm die Ehingerin nochmals Geld. Erst jetzt verschwand der Unbekannte. Die Rentnerin zweifelte dann doch noch an der Geschichte und rief die Polizei an.

Wie die Polizei ermittelte, traf sich der unbekannte Mann in der Nähe des Pirolwegs mit einer blonden, schlanken Frau. Beide flüchteten anschließend mit einem kleineren, weißen Pkw. Nach ihnen sucht jetzt die Polizei (Tel. 07391/5880).

Wie die Rentnerin weiter mitteilte, war der Geldabholer ein etwa 165 cm großer Mann. Er sprach deutsch mit osteuropäischem Akzent. Er hat kurze, dunkle Haare und wirkte insgesamt gepflegt. Bekleidet war er mit einer Jeans und einer schwarzen Jacke.

Tipps der Polizei: Bei Anrufen angeblicher Verwandter in finanzieller Notlage unter deren bekannter üblicher - nicht der vom Anrufer angegebenen - Telefon- oder Handynummer zurückrufen und Sachverhalt zu klären versuchen. Ist der Sachverhalt so nicht zu klären oder haben Sie Zweifel, sofort die Polizei informieren und das weitere Vorgehen absprechen. Fremden, die als "Vertrauensperson" angeblicher Verwandter kommen, niemals Bargeld aushändigen. Anzeige auch dann erstatten, wenn man schon auf den Betrug hereingefallen ist.

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Wolfgang Jürgens, Telefon: 0731 188 1111, E-Mail: ulm.pp.stab.oe@polizei.bwl.de

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