Polizeipräsidium Ulm

POL-UL: (GP) Süßen und Faurndau - Enkeltrickbetrüger aktiv
Polizei warnt vor Betrugsmasche - Senioren waren auf Zack

Ulm (ots) - Am Mittwoch waren in Süßen und Faurndau Trickbetrüger aktiv und versuchten, mit dem so genannten Enkeltrick Senioren um ihr Erspartes zu bringen. Mehrere Anzeigen gingen bislang bei der Polizei ein. Mit unterdrückter Telefonnummer rief ein Unbekannter seine Opfer an und gab sich als Verwandter aus. Er sei in einer Notlage und brauche dringend Bargeld zur Finanzierung einer Wohnung in Stuttgart. Eine 82-Jährige bat er um 20.000 Euro. Weil die Geldbeschaffung nicht so schnell möglich war, kündigte der Anrufer, angeblich ihr Neffe, an, nachmittags bei ihr vorbeizukommen. Statt des Geldes würden ihm auch Schmuck oder andere Wertgegenstände aus seiner Notlage helfen. Die Senioren reagierten sehr gut und informierten die Polizei.

Zeugenhinweise sind unter Tel. 0731 1880 an die Kriminalpolizei erbeten.

Als Opfer des Enkeltricks verlieren Geschädigte oft hohe Geldbeträge. Und so gehen die Täter vor: Mit den Worten "Rate mal, wer hier spricht" oder ähnlichen Formulierungen rufen Betrüger meist ältere und allein lebende Personen an, geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und bitten kurzfristig um Bargeld. Als Grund wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht, beispielsweise ein Unfall, ein Auto- oder Computerkauf. Die Lage wird immer äußerst dringlich dargestellt. Oft werden die Betroffenen durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt. Sobald das Opfer zahlen will, wird ein Bote angekündigt, der das Geld abholt. Hat der Betroffene die geforderte Summe nicht parat, wird er gebeten, unverzüglich zur Bank zu gehen und dort den Betrag abzuheben. Nicht selten ruft der Täter sogar ein Taxi, wenn das Opfer den Weg nicht mehr zu Fuß bewältigen kann. Auf diese Weise haben Enkeltrick-Betrüger in der Vergangenheit bereits Beträge im fünfstelligen Eurobereich erbeutet.

Die Polizei rät, misstrauisch zu sein, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt. Sie empfiehlt, einfach den Telefonhörer aufzulegen, sobald der Gesprächspartner Geld fordert. Um sicher zu gehen, dass der Anrufer wirklich ein Verwandter ist, rät die Polizei, die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer anzurufen und sich den Sachverhalt bestätigen zu lassen. Auf keinen Fall Details zu den familiären oder finanziellen Verhältnissen preis geben und niemals Geld an unbekannte Personen übergeben. Wenn ein Anruf verdächtig erscheint, sofort die Polizei über den Notruf 110 informieren.

++++++

Horst Baur, Telefon: 0731 188 1111, E-Mail: ulm.pp.stab.oe@polizei.bwl.de

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Ulm
Telefon: 0731 188-0
E-Mail: ulm.pp@polizei.bwl.de
http://www.polizei-bw.de/

Original-Content von: Polizeipräsidium Ulm, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Polizeipräsidium Ulm

Das könnte Sie auch interessieren: