Polizeipräsidium Ulm

POL-UL: Fasnet 2014 - Rote Karte für Straftaten und Alkoholexzesse - Jugendschutz hat hohen Stellenwert bei Maßnahmen von Polizei und Partnern

Ulm (ots) - Damit es 2014 eine "glückselige Fasnet" für alle wird, sorgen Polizei, Gemeinden, Vereine und Veranstalter für Sicherheit und Ordnung in der närrischen Zeit. Zur Sicherheit aller soll gefährliches Verhalten wie Alkoholfahrten oder exzessiver Alkoholkonsum verhindert werden. Gleichzeitig wollen die Verantwortlichen den Jugendschutz stärken.

Der Jahresbeginn 2014 war auch der Startschuss für eine lange und intensive Fasnetszeit. Wie die Polizei weiß, schauen allen Hinweisen zum Trotz immer noch zu viele "Narren" zu tief ins Glas und haben sich dann nicht mehr unter Kontrolle. Sei es, dass sie betrunken fahren oder gewalttätig werden - sie gefährden sich und andere.

Alkohol am Steuer ist und bleibt die "Unfallursache Nummer 1", so die Polizei. Schon kleinere Mengen beeinträchtigen die Fahrtauglichkeit. Besonders junge Fahrer und Fahranfänger unterschätzen dieses Risiko. Wer dennoch der Meinung ist, trotz Alkoholkonsum fahren zu müssen, geht für sich und andere ein hohes Risiko ein. Deshalb drohen hohe Bußgelder, Punkte und ein Fahrverbot oder gar der Entzug der Fahrerlaubnis. Wer einen Unfall verursacht muss auch mit einer Gefängnisstrafe rechnen. Die Polizei wird ihre Kontrollen gerade im Umfeld von Veranstaltungen verstärken.

Weil Alkoholmissbrauch Gewalt fördert, achtet die Polizei auf die Sicherheit und Ordnung im Umfeld von Veranstaltungen. Gerade die sogenannten "Rucksacktrinker" sollen so aus dem Verkehr gezogen werden. Diese bringen ihren Alkohol in größeren Mengen zu den Veranstaltungen und Umzügen mit. So wollen sie sich den Kontrollen der Veranstalter entziehen. Durch starke Präsenz im Umfeld von Veranstaltungen will die Polizei diesem Phänomen Herr werden. Gleichzeitig sollen so Gewalttaten restriktiv unterbunden werden. Da die Polizei diese Herkulesaufgabe nicht allein meistern kann, hat sie ihre Partner an der Seite: Kommunen, Veranstalter und Vereine. Die Polizei unterstützt die Veranstalter mit Ihrem Wissen im Bereich des Jugendschutzes und hilft, individuell zugeschnittene Sicherheitskonzepte zu erarbeiten. Sie berät die Kommunen in der Frage, welche Maßnahmen für ein größtmögliches Maß an Sicherheit sinnvoll sind. Denn nur Hand in Hand kann das gemeinsame Ziel, die Verhinderung von Alkoholexzessen und die Unterbindung von Gewalt, erreicht werden.

Besucher und Hästräger, die die Fasnet zum Überschreiten von Grenzen nutzen, warnt die Polizei. Ihnen drohen Bußgelder, der Gewahrsam oder Strafanzeigen. Und sie müssen für die Kosten, die sie verursacht haben, geradestehen. "Ein Scherz ist nur dann ein solcher, wenn alle darüber lachen können und keiner das Nachsehen hat. Im Schutz der Anonymität der Menge und der Verkleidung aber eine Straftat zu begehen, duldet die Polizei nicht", macht der Ulmer Polizeisprecher Wolfgang Jürgens deutlich. Als Beispiel nennt er einen Diebstahl am Rand der Schelklinger Fasnet am Sonntag, wo einem Feuerwehrmann das Funkgerät gestohlen wurde. Hier ermittelt die Polizei wegen Diebstahls, mit einem Spaß habe dies nichts mehr zu tun, so Jürgens weiter.

Schon jetzt haben sich die Maßnahmen der Sicherheitspartner bewährt, teilt die Polizei mit. Bis jetzt verzeichnet die Statistik eine weitgehend friedvolle Fasnet. Durch ihre starke Präsenz habe die Polizei zahlreiche Auseinandersetzungen verhindert, wie etwa am vergangenen Wochenende in Schelklingen und Schemmerhofen (wir berichteten). In den Fällen, in denen Alkohol an Jugendliche verkauft wurde, ermittelt die Polizei gegen die Verantwortlichen.

Sebastian Sordon, Tel. 0731/188-1111.

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