Polizeipräsidium Ulm

POL-UL: (UL) Dornstadt - Zu viel Chlor im Bad - 25 Verletzte
Nach einem Chlorgasunfall am Dienstag im Dornstadter Hallenbad mussten sich 25 Personen untersuchen lassen.

Ulm (ots) - Kurz vor 16.30 Uhr wurde der Feuerwehr gemeldet, dass im Hallenschwimmbecken ein erhöhter Chlorgehalt vermutet wird. Die Feuerwehren aus Dornstadt und Ulm stellten bei der Überprüfung einen Chlorgehalt im Wasser fest, der um ein Mehrfaches über dem normalen Chlorgehalt lag. Der Schwimmmeister und zwei Gäste, eine Mutter mit Kind, zeigten erste Symptome einer Chlorgasvergiftung. Sie wurden sofort in die Klinik gebracht. Dort stellte sich heraus, dass die Verletzungen der Gäste weniger gravierend sind als befürchtet. Die Rettungsdienste richteten sofort einen Krisenstab im Rathaus und eine ärztliche Untersuchungsstelle ein. Parallel ermittelten Polizei und Stadtverwaltung die Badegäste, die im Laufe des Tages im Bad waren. Gleichzeitig wurde die Bevölkerung über die Medien vom Vorfall unterrichtet und die Gäste auf diesem Weg aufgefordert, sich beim Rathaus zu melden. Von den betroffenen etwa 85 Kindern, die am Schulschwimmen an diesem Tag teilnahmen, wurden alle ermittelt. 66 ließen sich noch am Abend untersuchen. Bei 25 Kindern wurden mutmaßliche Symptome einer Chlorgasvergiftung festgestellt. Sie wurden zur weiteren Behandlung an die örtlichen Kliniken verwiesen. Lebensgefahr bestand aber in keinem Fall. Derzeit hat die Polizei bis auf wenige Badegäste alle ermittelt, die an diesem Tag im Bad waren. In keinem Fall wurden bislang schwerere Verletzungen festgestellt. Nur der Schwimmmeister blieb über Nacht im Krankenhaus. Während der ersten Maßnahmen waren 56 Feuerwehrleute, darunter ein Chemischer Fachberater der Feuerwehr Neu-Ulm, 48 Beschäftigte des Rettungsdienstes und 27 Polizeibeamte im Einsatz, daneben die Notfallseelsorge, der Bürgermeister und Beschäftigte der Rathauses Dornstadt.

Im Schwimmbad neutralisierte die Feuerwehr das Wasser mit einer chemischen Substanz. Dann konnte es über die Kläranlage entsorgt werden. Das Becken wurde komplett entleert. Danach wurden keine erhöhten Werte mehr gemessen. Die genauen Umstände, die zu dem Unfall geführt haben, sind bislang nicht bekannt. Jetzt ermittelt die Polizei, um die Ursache zu festzustellen.

Wolfgang Jürgens, Tel. 0731/188-1111.

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