POL-TUT: Red Devils wollen Präsenz zeigen - Sicherheit ist und bleibt Sache der Polizei

Rottweil (ots) - Über soziale Netzwerke haben zu Beginn der Woche die Rockergruppen "Red Devils" aus Tuttlingen und Rottweil erklärt, künftig verstärkt Präsenz zu zeigen, um Frauen und Kinder in den beiden Städten zu beschützen und so für Sicherheit zu sorgen. Ausdrücklich fordern sie dazu auf, sie direkt anzusprechen, wenn man sich bedroht fühle. Damit folgen die "Red Devils" einem Trend, der bundesweit zu beobachten ist. In vielen Städten versuchen derzeit Gruppierungen, die in der Vergangenheit weder durch Gesetzestreue noch als Hüter von Frauenrechten aufgefallen sind, aus der Kölner Silvesternacht Kapital zu schlagen. Sowohl das Angebot an sich, vor allem aber die starke Zustimmung darauf in den sozialen Netzwerken, geben Anlass zu großer Sorge. In einem Rechtsstaat ist und bleibt es ausschließlich Sache der Polizei, für Recht und Ordnung zu sorgen. Jeder Versuch, dies zu ändern, birgt die Gefahr von Willkür und Selbstjustiz in sich. Aus den vielen zustimmenden Reaktionen auf das "Angebot" der "Red Devils" kann man eine Verunsicherung in Teilen der Bevölkerung herauslesen. Nach den schlimmen Ereignissen von Köln ist dies nachvollziehbar und muss auch ernst genommen werden. Die Menschen in der Region müssen sich sicher fühlen können. Und sie können es auch. Sowohl was die Fallzahlen als auch die Aufklärungsquote betrifft, stehen Rottweil und Umgebung im Landesvergleich weiterhin gut da. Zwischen der objektiven Sicherheitslage und dem subjektiven Sicherheitsgefühl der Bevölkerung existiert eine deutliche Kluft. Natürlich ist auch Rottweil nicht frei von Straftaten. Die Kriminalität in der Stadt gibt aber keinerlei Anlass zur Sorge - und schon gar nicht dazu, auf selbsternannte Wächter der Ordnung zu setzen. Diese Gruppierung nutzt die Situation aus um sich in ein positives Licht zu rücken. Stadt und Polizeipräsidium nehmen die Stimmung in der Bevölkerung sehr ernst. Korrespondierend mit der guten Sicherheitslage möchten wir durch geeignete Maßnahmen dafür sorgen, das in Teilen geschwächte Sicherheitsgefühl der Menschen in der Stadt und im Landkreis Rottweil wieder schnell zu verbessern. Eine erste Maßnahme war ein Gespräch der Polizei mit dem Präsidenten der Red Devils in Rottweil, in dem die bestehende Rechtslage unmissverständlich dargelegt wurde. Darüber hinaus werden Stadt und Polizei alle notwendigen Maßnahmen treffen, die lagebedingt erforderlich und rechtlich möglich sind, um unseren Bürgerinnen und Bürgern auch zukünftig das nach wie vor überwiegend positive Sicherheitsgefühl zu erhalten.

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Thomas Kalmbach
Polizeipräsidium Tuttlingen
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