Polizeipräsidium Tuttlingen

POL-TUT: (Sulz am Neckar) Kleinbusfahrer kommt in Gegenverkehr und prallt frontal auf Pkw - 3 Fahrzeuginsassen schwer verletzt - Unfallverursacher flüchtet zu Fuß von der Unfallstelle

Landkreis Rottweil (ots) - Sulz am Neckar - Landstraße 409: Alkoholisierter Kleinbusfahrer ohne Führerschein kommt in Gegenverkehr und prallt frontal in Begegnungsverkehr - 3 Fahrzeuginsassen schwer verletzt - Unfallverursacher flüchtet zu Fuß von der Unfallstelle

Drei schwerverletzte Fahrzeuginsassen, beide beteiligten Kraftfahrzeuge stark beschädigt, eine polizeiliche Fahndung nach dem zunächst zu Fuß flüchtigen Unfallverursacher und Strafanzeigen wegen gleich mehrerer Tatbestände waren am Sonntagnachmittag die folgenschwere Bilanz einer Frontalkollision auf der Landstraße 409 Höhe Sulz.

Zu dem Unfall kam es, als ein Autofahrer mit seinem VW-Bus von Sulz in Richtung Autobahn unterwegs war. Im Bereich des ansteigenden Teilstücks kam der Kleinbusfahrer in einer Rechtskurve aus bislang unbekannten Gründen vollständig auf die Gegenfahrbahn. Ein entgegenkommender Autofahrer erkannte den Kleinbus aufgrund der zu diesem Zeitpunkt geringen Sichtweite erst zu spät, so dass es zur frontalen Kollision der beiden Pkw kam. Durch die Wucht der Kollision wurden der 59-Jährige Fahrer des entgegenkommenden Pkw und dessen Ehefrau schwer verletzt (keine Lebensgefahr). Ohne sich um die Verletzten oder gar den durch ihn verursachten entstandenen Schaden zu kümmern, stieg der Unfallverursacher aus und flüchtete - mit einem Sprung über die Leitplanke und einen angrenzenden steilen Hang - zu Fuß von der Unfallstelle. Zeugen des Unfalls verständigten sofort die Rettungskräfte, die einen größer angelegten Einsatz einleiteten.

Rettungsdienst und Notarzt versorgen die beiden Schwerverletzten noch an der Unfallstelle und lieferten sie dann in die Kliniken Freudenstadt und Rottweil ein. Angehörige der Feuerwehr Sulz sicherten mit 15 Mann die Unfallstelle und musste an die Betriebsflüssigkeiten der stark beschädigten Fahrzeuge auffangen. Beide Autos wurden anschließend von einem Abschleppdienst geborgen und von der Polizei für die weiteren Unfallermittlungen sichergestellt. Eine Streife des Polizeireviers leitete an der Unfallstelle sofort die ersten erforderlichen Maßnahmen ein. Beamte des Unfalldienstes der Verkehrspolizeidirektion im Anschluss die Ermittlungen zum Unfallhergang und flüchtigen Unfallverursacher. An den Fahndungsmaßnahmen nach dem zu Fuß Flüchtigen waren ein Diensthundeführer, mehrere Streifen der Reviere Oberndorf und Rottweil und auch eine Besatzung des Kriminaldauerdienstes eingebunden. Wegen ebenfalls schwerer Verletzungen meldete sich der 47-jährige Unfallverursacher gegen 22.20 Uhr schließlich von selbst beim Rettungsdienst und wurde zur stationären Behandlung ebenfalls in ein Klinikum eingeliefert. Die Unfallermittler der Verkehrspolizei konnten den 47-Jährigen im Weiteren als verantwortlichen Verursacher bestätigen. Bei einem Alkoholtest mussten die Beamten einen Wert von deutlich über 1,1 Promille feststellen. Auf richterliche Anordnung wurde dem Unfallverursacher von einem Arzt eine Blutprobe entnommen. Bei den weiteren Ermittlungen stellte sich zudem heraus, dass der 47-Jährige überhaupt nicht im Besitz einer erforderlichen Fahrerlaubnis ist. Der Unfallverursacher hat nun mit weiteren Ermittlungen, einem Fahrerlaubnisentzug und Strafanzeigen unter anderem wegen unerlaubtem Entfernen von der Unfallstelle, Trunkenheit im Verkehr, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und fahrlässiger Körperverletzung zu rechnen.

gez. Matthias Preiss

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