Polizeipräsidium Tuttlingen

POL-TUT: (Neuhausen o.E.) Menschliches Versagen war Ursache für Hubschrauberabsturz vom 19.11.2013-Ermittlungen der BFU, Staatsanwaltschaft und Kriminalkommissariat Tuttlingen dauern an

Landkreis Tuttlingen (ots) - Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Rottweil und des Polizeipräsidiums Tuttlingen vom 13.01.2014

Neuhausen ob Eck/Kreisstraße 5933: Menschliches Versagen war Ursache für Hubschrauberabsturz vom 19. November 2013 - Ermittlungen der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU), Staatsanwaltschaft Rottweil und Kriminalkommissariat Tuttlingen dauern noch an

Menschliches Versagen konnte nach nunmehr fast zwei Monaten intensiver Ermittlungen der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen, von Staatsanwaltschaft Rottweil und der Kriminalpolizei Tuttlingen als Ursache für den Absturz eines sogenannten Leichthubschraubers am 19. November 2013 in einem Waldstück zwischen Neuhausen ob Eck und Schwandorf festgestellt werden.

Ein 48 Jahre alter Fluglehrer und ein 31-jähriger Flugschüler wurden beim Absturz des Leichthubschraubers getötet und konnten im Zuge der ersten Ermittlungen und letztendlich durch die Obduktion zweifelsfrei identifiziert werden. Der Hubschrauber wurde bei dem Geschehen völlig zerstört - Sachschaden 290.000 Euro

Der Flugschüler befand sich an dem Tag des Fluges mit dem Lehrer im letzten Modul der Ausbildung zum Berufshubschrauberpiloten. Der Hubschrauber startete an dem Dienstagvormittag in Donaueschingen. Ein Ziel auf der Strecke war unter anderem auch der Flughafen in Neuhausen ob Eck. Als sich der 48-jährige Pilot dann jedoch nicht bis zum frühen Abend zurückmeldete, wurden sofort umfangreiche und kräfteintensive Suchmaßnahmen von Feuerwehr und Polizei eingeleitet.

Aufgrund der in der Nacht durchgeführten Ermittlungen, Handyortungen und Radarbilder konnte der relevante Suchraum um die Gemeinden Emmingen-Liptingen bis nach Neuhausen ob Eck eingegrenzt werden. Kurz nach 6.00 Uhr stellten Kräfte der Feuerwehr Neuhausen das völlig zerstörte Wrack zwischen Neuhausen und Schwandorf - in bewaldetem Gelände nahe der Kreisstraße 5933 - fest.

Eine Auswertung der vorliegenden Radarbilder vom Unglückstag ergab, dass der Hubschrauber südöstlich von Neuhausen unvermittelt in einen starken Sinkflug geriet und vom Radar verschwand. Gegenstand der Ermittlungen war auch die Auswertung der Witterungs- und Wetterdaten. Vor allem aber war das Wrack des Hubschraubers selbst ein wichtiger Ermittlungsgegenstand: Bei dessen gutachterlichen Auswertung konnten keine Hinweise oder ein Indiz auf einen technischen Defekt festgestellt werden. Ebenso ergaben sich keinerlei Ermittlungsansätze für eine andere Ursache, so dass menschliches Versagen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als Ursache des Unfalls anzunehmen ist.

Die Ermittlungen der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU), Staatsanwaltschaft Rottweil und des Kriminalkommissariats Tuttlingen sind noch nicht vollends abgeschlossen und dauern derzeit noch an.

gez. Matthias Preiss

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