Polizeipräsidium Tuttlingen

POL-TUT: Ergänzung zu dem schweren Verkehrsunfall durch Falschfahrer am Samstagabend auf der Bundesstraße 27 zwischen Balingen und Bisingen (Zollernalbkreis)

Landkreis Zollernalb - Landkreis Tübingen, Bundesstraße 27, Balingen (ots) - Nach bisherigen Zeugenhinweisen dürfte es sich bei dem "Geisterfahrer", der am Samstagabend, zwischen etwa 18.15 Uhr und 18.30 Uhr, einen schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 27 bei Balingen-Engstlatt verursacht hat, vermutlich um eine etwa 50-jährige Frau mit auffallend roten Haaren handeln. Diese soll sich zum Unfallzeitpunkt alleine im Fahrzeug befunden haben. Weiterhin dürfte es sich bei dem derzeit noch nicht ermittelten Fluchtfahrzeug der "Geisterfahrerin" um einen dunklen Pkw der Marke Peugeot, Typ 206, mit Rottweiler (RW-) Kennzeichen handeln. Derzeit sind die Ermittlungen der Verkehrspolizeidirektion beim Polizeipräsidium Tuttlingen nach der flüchtigen Unfallverursacherin in vollem Gange. Nach wie vor nimmt die Polizei sachdienliche Hinweise zu dem Unfall entgegen.

Was war geschehen: Am Samstagabend, gegen 18.15 Uhr, muss die mutmaßliche etwa 50-Jährige Autofahrerin mit ihrem Pkw (vermutlich einem Peugeot 206) über eine der Abfahrten der Bundesstraße 27 im Bereich Balingen beziehungsweise Balingen-Frommern in falscher Richtung auf die für jede Richtung zweispurige Straße aufgefahren und so "verkehrt" in Richtung Tübingen beziehungsweise Hechingen gefahren sein. Bereits zu dieser Zeit dürften der "Geisterfahrerin" schon mehrere Autos entgegengekommen sein.

Wenige Minuten danach fuhren ein 34-jähriger Fahrer eines roten Renault Megane mit seinem 16-jährigen Beifahrer auf dem rechten Fahrstreifen und ein 62-jähriger Lenker eines Skoda Octavia mit seiner Frau als Beifahrerin auf der linken Spur der Bundesstraße 27 ordnungsgemäß von Hechingen in Richtung Balingen, als den beiden Autos die "Geisterfahrerin" auf der linken Spur entgegenkam. Gedankenschnell lenkte der 62-Jährige seinen Skoda nach rechts, um einen Unfall zu verhindern und dem auf seiner Spur in falscher Richtung entgegenfahrenden Kleinwagen auszuweichen. Vermutlich kam es hierbei zwischen dem Skoda und dem rechts neben ihm befindlichen und ebenfalls nach rechts lenkenden Renault des 34-jährigen Fahrzeuglenkers zu einer seitlichen Berührung.

Der ebenfalls nach rechts ausweichende Renault kam von der Fahrbahn ab und geriet an die steil ansteigende Böschung neben der Straße. Dort überschlug sich der Renault und blieb total beschädigt auf dem Dach liegen. Der 34-jährige Fahrer wurde hierbei schwer, sein 16-jähriger Beifahrer schwerst verletzt. Beide wurden mit eintreffenden Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht und dort versorgt. Der schwerst verletzte 16-Jährige befindet sich derzeit immer noch auf einer Intensivstation. Dem 34-jährigen Fahrer geht es den Umständen nach besser. Auch er befindet sich noch im Krankenhaus. Das ältere Ehepaar des Skoda blieb bei dem schweren Verkehrsunfall glücklicherweise unverletzt. An den beiden Autos entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt rund 20000 Euro.

Während sich Rettungskräfte des DRK zusammen mit eingesetzten Notärzten um die Verletzten kümmerten, wurden die Beamten der Unfallaufnahme der in Zimmern ob Rottweil angesiedelten Verkehrspolizeidirektion durch die Feuerwehren aus Balingen-Engstlatt und Bisingen mit fünf Fahrzeugen und 25 Mann sowie durch das Technische Hilfswerk (THW) Balingen/Hechingen mit vier Fahrzeugen und neun Mann bei der Absperrung und Ausleuchtung der Unfallstelle sowie der Bergung des total beschädigten Wagens unterstützt. Die Fahrbahn der Bundesstraße 27 musste im Bereich der Unfallstelle für die Fahrtrichtung Hechingen-Balingen für die Zeit von etwa 18.30 Uhr bis 20.40 Uhr voll gesperrt werden. Zeitgleich waren mehrere Streifenwagen umliegender Polizeireviere für die intensive Fahndung nach dem flüchtigen Verursacherfahrzeug eingesetzt. Dieses Fahrzeug und die mutmaßliche Fahrzeugführerin sind nach wie vor nicht ermittelt. Nach Vorliegen weiterer Erkenntnisse wird gegebenenfalls nachberichtet.

Auf diesem Wege wünscht das Polizeipräsidium Tuttlingen den beiden Verletzten und hier insbesondere dem schwer verletzten Jungen alles Gute und eine baldige Genesung.

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Dieter Popp
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