Polizeipräsidium Stuttgart

POL-S: Polizeieinsatz zur Kundgebung der Bildungsplangegner

Stuttgart-Mitte (ots) - An der Demonstration von Bildungsplangegnern zum Thema "Demo für Alle - Für Ehe und Familie - Stoppt Gender-Ideologie und Sexualisierung unserer Kinder!" haben am Sonntagnachmittag (11.10.2015) in der Stuttgarter Innenstadt mehr als 5.000 Personen teilgenommen. Sie versammelten sich um 14.00 Uhr zu einer Kundgebung auf dem Schillerplatz. Verschiedene Gruppen und Bündnisse hatten, zum Teil bereits am Vormittag, zu Gegendemonstrationen aufgerufen, an denen insgesamt an verschiedenen Stellen in der Innenstadt bis zu 500 Personen teilnahmen. Nach jeweiliger Beendigung zogen sie zum Schillerplatz und brachten lautstark ihren Unmut gegenüber die dortige Kundgebung zum Ausdruck. Kurzzeitig blockierten sie den Zugang zum Schillerplatz. An der Absperrung der Straße Planie zum Schillerplatz kam es mehrfach zu Rangeleien zwischen Personen, die die Kundgebung der Bildungsplangegner stören wollten und der Polizei. Um zu verhindern, dass diese Personen auf den Schillerplatz gelangten und Absperrgitter überstiegen, setzten Polizeibeamte gegen einzelne Personen Pfefferspray ein. Kurz nach 14.30 Uhr blockierten etwa 200 Gegendemonstranten die Konrad-Adenauer-Straße in beide Richtungen, mutmaßlich in der Absicht, den geplanten Aufzug der Bildungsplangegner zu stoppen. Den Polizeikräften gelang es gegen 15.15 Uhr, nach mehrfacher Aufforderung, einen Fahrstreifen in Richtung Gebhard-Müller-Platz zu räumen. Personen mussten nicht weggetragen werden, da die meisten Blockierer die Straße räumten, als die Beamten aufmarschierten. Nach Abschluss der Kundgebung am Schillerplatz begannen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegen 15.25 Uhr mit ihrem Demonstrationszug über die Dorotheenstraße, Charlottenplatz, Konrad-Adenauer-Straße und den Gebhardt-Müller-Platz zum Staatstheater, wo sie gegen 16.00 Uhr eintrafen. Vereinzelt wurden im Bereich Charlottenplatz offenbar Kastanien auf den Aufzug geworfen. Als die Demo für Alle am Staatstheater eintraf standen etwa 50 Personen auf der Balustrade der Staatsoper. Von dort wurde ein großes Transparent mit der Aufschrift Vielfalt entrollt. An der Demonstration am Eckensee "Gemeinsam für Vielfalt - gegen Intoleranz" nahmen etwa 500 Personen teil. Vereinzelt traten Personen in den Eckensee und warfen offenbar Algen aus dem See auf die Versammlungsteilnehmer. Sie wurden von der Polizei zum Unterlassen aufgefordert. Um die Personen auf Distanz zu halten, setzten die Beamten kurzzeitig Pfefferspray ein. Beim Abmarsch der Teilnehmer der Demo für alle in Richtung Bahnhof wurden diese vereinzelt im Bereich der Anlagen von Gegnern verbal angegangen. Die Polizei musste dazwischen, um Eskalationen zu verhindern. Außerdem kam es dort zu einzelnen Scharmützeln zwischen Personen des linken Spektrums und Personen die mutmaßlich dem rechten Lager zuzurechnen sind. So zum Beispiel im Bereich der Konrad-Adenauer-Straße, wo mehrere Personen in Streit gerieten. Acht mutmaßliche Beteiligte wurden dort wegen des Verdachts der Körperverletzung vorläufig festgenommen. Durch die Demonstrationslage kam es im Innenstadtbereich zu Verkehrsbehinderungen.

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