Polizeipräsidium Reutlingen

POL-RT: Mutmaßlicher Rezeptfälscher in Untersuchungshaft (Tübingen)

Reutlingen (ots) - Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Tübingen und des Polizeipräsidiums Reutlingen -

Weil er im Verdacht steht, Rezepte gestohlen, gefälscht und damit fortgesetzt in Apotheken sogenannte Ausweichmittel erlangt zu haben, haben Kriminalbeamte am vergangenen Donnerstag die Wohnung eines 37-jährigen Tübingers durchsucht. Sie beschlagnahmten über 200 verschreibungspflichtige und teilweise unter das Betäubungsmittelgesetz fallende Tabletten sowie über 20 entwendete und verfälschte Rezeptvordrucke. Der Haftrichter erließ am Freitag den von der Staatsanwaltschaft Tübingen beantragten Haftbefehl gegen den Beschuldigten und ordnete die Untersuchungshaft an. Der 37-Jährige wurde in ein Vollzugskrankenhaus eingeliefert.

Seit Dezember 2013 waren in verschiedenen Apotheken, in Tübingen und Reutlingen sowie in benachbarten Landkreisen regelmäßig gefälschte Rezepte eingelöst worden, die aus einer Tübinger Arztpraxis stammten. Der zunächst unbekannte Täter war so in den Besitz von diversen sogenannten Ausweichmitteln gelangt. Nachdem der als Drogenkonsument polizeilich bekannte 37-Jährige am vergangenen Donnerstag von Beamten der Bundespolizei am Hauptbahnhof Tübingen kontrolliert worden war und bei ihm einige gefälschte Rezepte und einschlägige Medikamente aufgefunden worden waren, unterrichteten die Beamten die Rauschgiftermittlungsgruppe Reutlingen, die den Verdächtigen ihrerseits zu diesem Zeitpunkt bereits im Visier hatte. Die Ermittler durchsuchten auf richterlichen Beschluss die Wohnung des Mannes und fanden die restlichen Rezepte und Substitutionsmittel. Der Beschuldigte räumte ein, zahlreiche Rezeptvordrucke Mitte Dezember in einer Tübinger Arztpraxis gestohlen, gefälscht und zum Teil eingelöst zu haben. Um welche Menge an Medikamenten es sich genau handelt, muss noch ermittelt werden. Da in seiner Wohnung auch eine Attrappe einer Maschinenpistole gefunden wurde, muss sich der 37-Jährige zusätzlich wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten. (ak)

Andrea Kopp (ak),Tel. 07121/942-1101

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