Polizeipräsidium Reutlingen

POL-RT: Autofahrer auf B312 als Zeuge gesucht, Jugendliche nach Konsum von Legal Highs in Klinik, Intensive Kontrollen des Schwerlastverkehrs

Reutlingen (ots) - Zwiefalten (RT) / B312 - Autofahrer als Zeuge gesucht

Gut reagiert hat am Mittwochmorgen ein Autofahrer auf der B312 bei Attenhöfen (Lkrs. Biberach), als er durch sein geschicktes Ausweichen einen Zusammenstoß verhinderte. Gegen 10:20 Uhr setzte ein in Richtung Reutlingen fahrender Sattelzug zwischen Attenhöfen und der Einmündung Zwiefaltendorf zum Überholen eines vorausfahrenden Lkw an. Als der Lkw ungefähr auf halber Höhe des überholten Lkw war, kam aus einer langgezogenen Kurve ein Pkw entgegen. Der entgegenkommende Autofahrer konnte auf den Grünstreifen ausweichen und dadurch einen folgenschweren Zusammenstoß verhindern. Allerdings rammte der Pkw beim Ausweichen einen seitlichen Begrenzungspfosten, so dass an dessen Fahrzeug eventuell auch ein Schaden entstanden sein dürfte. Der noch unbekannte Autofahrer wird gebeten, sich mit dem Polizeiposten Zwiefalten (07373/2823) oder dem Polizeirevier Riedlingen (07371/9380) in Verbindung zu setzen.

Münsingen (RT) - Jugendliche nach Konsum von Legal Highs in Klinik

Zum Glück keine Lebensgefahr bestand für zwei 14 und 16 Jahre alte Jugendliche aus einer Münsinger Teilgemeinde, die am Dienstagabend mit starken Krampfanfällen, unter Atemnot leidend und kurzzeitig nicht mehr ansprechbar, in die Klinik nach Reutlingen eingeliefert werden mussten. Die Mutter hatte die Jungen kurz nach 21.00 Uhr im Kinderzimmer entdeckt und den Rettungsdienst gerufen. Die Ermittlungen der Polizei ergaben, dass die Jugendlichen zuvor ein sogenanntes Legal High-Produkt, konsumiert hatten. Entsprechende Ermittlungen zur Herkunft des Produkts sind noch im Gange. Als "Legal Highs" werden Kräutermischungen, Lufterfrischer oder Badesalze in Form von Kräutern, Pulvern, Tabletten oder Kapseln bezeichnet, die hauptsächlich über den Versandhandel im Internet angeboten werden. Sie werden entweder geraucht, geschnupft oder geschluckt, um eine Rauschwirkung zu erzielen. Aufmachung und Vermarktung erwecken den Eindruck von harmlosen Produkten ohne gesundheitsgefährdende Stoffe. Tatsächlich aber wurden bei kriminaltechnischen Untersuchungen als Wirkstoffe illegale Betäubungsmittel oder ähnlich wirkende Wirkstoffe festgestellt. Die Konsumenten wissen nicht, welchen Wirkstoff sie in welcher Konzentration aufnehmen. Mit dem Konsum sind unkalkulierbare Risiken bis hin zur Lebensgefahr verbunden. Viele, meist jugendliche Konsumenten bekamen im Zusammenhang mit dem Konsum von Legal Highs schwere gesundheitliche Probleme, teilweise mussten sie intensivmedizinisch behandelt werden. Sie klagten über Übelkeit, Schwindel, Zitteranfälle, Kreislaufversagen, Ohnmacht als auch über psychische Probleme wie Verwirrung, Halluzinationen, Wahnvorstellungen, Psychosen und Orientierungslosigkeit. Bundesweit gab es bereits mehrere Fälle von lebensgefährlichen Intoxikationen mit Wahnvorstellungen, Psychosen, Muskelzerfall sowie Nieren- und Kreislaufversagen nach dem Konsum von Legal-High-Produkten. Eine Informationsbroschüre zu Risiken und Folgen des Gebrauchs von Suchtmitteln erhalten Sie bei ihrer Polizeidienststelle. Weitere Informationen sind auch über www.polizei-beratung.de abrufbar.

Pliezhausen und Metzingen (RT) - Verkehrspolizeidirektion Tübingen intensiviert Kontrollen des Schwerlastverkehrs zur Steigerung der Verkehrssicherheit - Viele Verstöße gegen Fahrpersonalrecht

Insgesamt 60 Fahrzeuge des Schwerlastverkehrs sind bei zwei groß angelegten Sonderkontrollen der Verkehrspolizeidirektion Tübingen auf den Bundesstraßen bei Pliezhausen und Metzingen gezielt überprüft worden. Zwei Drittel der kontrollierten Fahrzeuge wurden beanstandet. Neben 70 Verstößen gegen das Fahrpersonalrecht, brachten die Kontrollen zehn Geschwindigkeitsüberschreitungen, drei technische Mängel und einen Verstoß gegen die Gefahrgutverordnung zutage. Für die Fahrer und Unternehmer hat dies Bußgeldanzeigen zur Folge, bei fünf beanstandeten Fahrzeugen aus dem Ausland mussten an Ort und Stelle Sicherheitsleistungen hinterlegt werden. Die Bilanz dieser Maßnahmen belegt die Notwendigkeit der regelmäßigen Überwachung des Schwerlastverkehrs, weshalb die Verkehrspolizeidirektion Tübingen diese intensiven Kontrollen im gesamten Präsidiumsgebiet fortführen wird.

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