Polizeipräsidium Ludwigsburg

POL-LB: Staatsanwaltschaft Stuttgart und Polizeipräsidium Ludwigsburg Ludwigsburg: Überregional agierende Einbrecherbande aus Georgien in Haft

Ludwigsburg (ots) - Der beim Polizeipräsidium Ludwigsburg seit August eingerichteten "Ermittlungsgruppe Wohnungseinbruch" gingen in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Stuttgart, Abteilung Organisierte Kriminalität, am Donnerstag drei mutmaßliche Einbrecher ins Netz, denen bislang 12 Taten in den Kreisen Ludwigsburg, Heilbronn, Pforzheim, Esslingen, Aalen, Villingen-Schwenningen, Friedrichshafen sowie im Rems-Murr-Kreis zur Last gelegt werden.

Die drei Männer im Alter von 23, 26 und 29 Jahren waren bereits Ende September aufgefallen, als Beamte des Kriminalkommissariats Ludwigsburg in anderer Sache eine Asylbewerberunterkunft in Ludwigsburg-Hoheneck durchsuchten. Im Zimmer eines 39-jährigen Landsmannes, in dem sich die drei Verdächtigen zu diesem Zeitpunkt ebenfalls aufhielten, stellten die Polizisten Wertgegenstände wie Laptops, Schmuck und Uhren sicher (wir berichteten). Anhand der nachfolgenden Ermittlungen konnten die Gegenstände als Diebesgut zugeordnet werden, das aus Wohnungseinbrüchen stammte, die im Zeitraum zwischen Juli, August und September in Bietigheim-Bissingen, Besigheim, Lauffen am Neckar, Heilbronn-Biberach, Aspach-Riedenau und Ölbronn-Dürn verübt wurden.

Ende Oktober kontrollierten Beamte des Autobahnpolizeireviers Sinsheim dann den 29-Jährigen, als dieser auf der Autobahn bei Weinsberg unterwegs war und fanden in seinem Wagen eine hochwertige Sammlermünze. Im Zuge der Ermittlungen konnte diese einem Wohnungseinbruch zugeordnet werden, der sich kurz zuvor in Neuhausen auf den Fildern ereignet hatte.

In der Folge führte die Ermittlungsgruppe verdeckte Maßnahmen gegen diese landesweit agierende dreiköpfige Tätergruppierung durch, in deren Verlauf sich herausstellte, dass sie für weitere im November begangene Einbrüche in Mundelsheim, Bad Dürrheim, Markdorf und Großerlach-Grab in Frage kamen.

Schließlich konnten die Verdächtigen am Donnerstag gegen 16:30 Uhr auf der Autobahn A5 kurz nach dem Darmstädter Kreuz von Beamten des Polizeipräsidiums Südhessen vorläufig festgenommen werden. Dabei versuchte der 23-Jährige noch erfolglos die Polizisten über seine Identität zu täuschen, indem er gefälschte Ausweise vorlegte.

Mit richterlichem Beschluss wurden am gleichen Abend die bis dato ermittelten Wohnungen der drei Verdächtigen in Ludwigsburg, Karlsruhe-Rheinstetten, Kernen im Remstal, Sinsheim und Gäufelden-Nebringen durchsucht. Dabei handelte es sich um durch sie genutzte Zimmer in Asylbewerberunterkünften, in denen erneut mutmaßliches Diebesgut beschlagnahmt wurde. Vermutlich dürfte es sich hierbei um Gegenstände aus Ladendiebstählen handeln. Die Ermittlungen hierzu dauern noch an.

Der Wert des aus den bisher bekannten 12 Einbrüchen stammenden Diebesguts beläuft sich auf etwa 300.000 Euro insgesamt.

Die drei Tatverdächtigen wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart am Freitag dem zuständigen Haftrichter vorgeführt, der sie in eine Justizvollzugsanstalt einwies.

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