Polizeipräsidium Ludwigsburg

POL-LB: Staatsanwaltschaft Stuttgat und Polizeipräsidium Lidwigsburg: 19-jähriger Tatverdächtiger nach Verfolgungsfahrt wegen Mordversuchs in Haft

Ludwigsburg (ots) - Bietigheim-Bissingen/Vaihingen-Enz: Nach der spektakulären Verfolgungsfahrt, in deren Verlauf am vergangenen Samstag in den frühen Morgenstunden zwei Polizeibeamte verletzt und sechs Streifenwagen zum Teil erheblich beschädigt worden waren, hat die Kriminalpolizei in Ludwigsburg nunmehr die beiden 19-jährigen Insassen des Fluchtfahrzeugs ermitteln können. Während sich einer der beiden aus Markgröningen stammenden, bereits polizeilich bekannten jungen Männer auf freiem Fuß befindet, hat der Haftrichter beim Amtsgericht Stuttgart am Donnerstag gegen den Fahrer des schwarzen VW Golf auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen und ihn in eine Justizvollzugsanstalt eingewiesen.

Auf die Spur der Tatverdächtigen waren die Ermittler nach einem am Montag eingegangenen Hinweis aus der Bevölkerung gekommen. Darüber hinaus hatte ein an dem Einsatz beteiligter Polizeibeamter in dem Beifahrer des VW Golf einen ihm bekannten jungen Mann erkannt, der seine Beteiligung an der Verfolgungsfahrt mittlerweile eingeräumt und seinen Komplizen benannt hat.

Den bisherigen polizeilichen Ermittlungen zufolge war es zu der schadenträchtigen Flucht gekommen, nachdem die beiden verschiedene Drogen in ihrem Fahrzeug mitgeführt und angesichts des Streifenwagens in Bietigheim-Bissingen eine Kontrolle befürchtet hatten. Die Polizei schließt nicht aus, dass die Tatverdächtigen während ihrer Flucht noch mehr als die später in der Mörikestraße in Bietigheim aufgefundenen Drogen aus dem Fahrzeug geworfen haben.

Im Verlauf der Fahndung war der 19-Jährige offensichtlich gezielt auf die Einsatzkräfte zu gefahren, bevor er den ebenfalls stark beschädigten VW Golf bei den Sportanlagen in Unterriexingen abstellte. Die Ermittlungen dauern an.

"Ich kann verstehen, dass der nicht sofort eingetretene Fahndungserfolg angesichts der verletzten Kollegen und der beschädigten Dienstfahrzeuge nur schwer nachzuvollziehen ist", sagt Frank Rebholz, der Leiter des Polizeipräsidiums Ludwigsburg. "Polizeibeamte müssen in einer solchen, zunächst völlig unerwarteten Situation aber schnell entscheiden, wie weit sie eine Verfolgung verantworten können, um dabei nicht andere Verkehrsteilnehmer, den Verfolgten, aber auch sich selbst und ihre Kollegen nicht unnötig in Gefahr zu bringen."

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