Polizeipräsidium Konstanz

POL-KN: Die Wasserschutzpolizei am Bodensee zieht Bilanz für das Jahr 2013 Die komplette Jahresstatistik finden Sie hier: http://www.polizei-bw.de/Dienststellen/PPKonstanz/Seiten/default.aspx

Konstanz (ots) - Die Wasserschutzpolizei am Bodensee zieht Bilanz für das Jahr 2013 - 245 Personen aus Seenot gerettet

Insgesamt registrierten die Wasserschutzpolizeistationen Friedrichshafen, Konstanz und Überlingen in ihrem Zuständigkeitsbereich 100 Unfälle am und auf dem Bodensee. Das seien zehn Unfälle mehr als im Jahr 2012, so der stellvertretende Leiter der Wasserschutzpolizeidirektion, Polizeioberrat Michael Müller, bei einer Pressekonferenz am 21. Februar in Friedrichshafen. Der niedrigste Stand der Gesamtunfallzahlen in der Zehn-Jahres-Statistik wurde 2010 mit 68 Unfällen verzeichnet. Der höchste Stand mit 109 Unfällen wurde im Jahr 2006 erreicht. Der Gesamtschaden der Unfälle belief sich im Jahr 2013 auf 304.865 Euro, im Vorjahr waren es 263.210 Euro. Tote / Verletzte Durch das Unfallgeschehen hätten insgesamt neun Menschen ihr Leben verloren, sieben Personen beim Baden und zwei Personen beim Tauchen. Das sei die bislang höchste Zahl der letzten zehn Jahre, so Müller. 22 verletzte Personen wurden im Jahr 2013 registriert (Vorjahr zehn). Schiffsunfälle Ein lediglich leichter Anstieg sei bei den Schiffsunfällen (81, Vorjahr 79) verzeichnet worden. Die meisten Unfälle (100) hätten sich 2006 ereignet, die wenigsten in den Jahren 2005 und 2010 mit 54. Die Unfallzahlen bewegen sich jedoch insgesamt auf einem relativ stabilen Niveau.

Unfallorte Die verschiedenen Unfallorte verteilten sich etwa hälftig. Auf dem offenen See kam es zu 31 (Vorjahr 18), in den Häfen zu 32 (Vorjahr 44) Unfällen. Die Uferzonen (300-Meter-Zone) waren mit insgesamt 17 Fällen, der Seerhein mit einem Schiffsunfall, betroffen. Unfallursachen Wie auch in den vergangenen Jahren begründete sich die Hauptunfallursache auf die mangelnde Sorgfaltspflicht der verantwortlichen Schiffsführer, so Müller. Bei den insgesamt 81 Schiffsunfällen ließen die Skipper in 39 Fällen die erforderliche seemännische Sorgfalt außer Acht, so dass es zu Unfällen kam. 14 Besatzungen kamen aufgrund Sturm und Seegang zu Schaden (Vorjahr 21). 2013 war ein insgesamt windarmes Jahr, jedoch machten der Schifffahrt vier schwere Gewitter und zwei Föhnstürme deutlich zu schaffen. Unfallarten Am häufigsten kam es zu Kollisionen (33 - Vorjahr 40), gefolgt von Kenterungen (13 - Vorjahr acht) und Festfahrungen (zehn - Vorjahr zwei). In sechs Fällen kam es zu Wassereinbrüchen, drei Schiffe brannten. Unfallbeteiligte Am Gesamtunfallgeschehen waren 70 Segelboote (Vorjahr 46), 20 Motorboote (Vorjahr 44) und in acht Fällen die gewerbliche Schifffahrt (Vorjahr zwei) beteiligt. Unfälle im Tauchbereich Der Tauchboom im Bodensee, vor allem im Überlinger See, sei nach wie vor ungebrochen. Schätzungen der Tauchsportverbände über die Anzahl der Tauchgänge gingen bis weit über 40.000. Im Jahr 2013 kam es im Überlinger See zu sieben Tauchunfällen, die zwei Todesopfer und fünf Verletzte forderten.

Unfälle im Badebereich Im Laufe des vergangenen Jahres ereigneten sich zehn Badeunfälle. Dabei kamen sieben Personen ums Leben, drei wurden verletzt. Die Unfälle verteilten sich auf den Bereich Konstanz (fünf), den Bereich Überlingen (vier) und den Hochrhein mit einem Unfall. Fünf der Verunfallten befanden sich im Alter von 16 bis 23 Jahren und fünf im Alter von 57 bis 83 Jahren.

Seenotrettung 245 Personen (407) wurden im Jahr 2013 durch die Wasserschutzpolizei am Bodensee im Seenotrettungs- bzw. Sturmwarndienst gerettet. Hierbei entfielen 259 Bootseinsätze (272) auf den Sturmwarndienst und 166 Einsätze (157) bei Seenotfällen. Ohne Hilfe der Wasserschutzpolizei hätte unmittelbare Lebensgefahr für die Besatzungen oder Passagiere von Wasserfahrzeugen bestanden.

Fazit

Trotz Zunahmen bei den Gesamtunfallzahlen, bei den Unfalltoten und den verletzten Personen kann das Unfallgeschehen des Jahres 2013 aus Sicht der Wasserschutzpolizei als im statistischen Mittel liegend bewertet werden. Die Unfalllage ist abhängig von den Witterungsverhältnissen, insbesondere im Sommerhalbjahr, da diese das Verkehrsaufkommen auf dem See beeinflussen. Die Wasserschutzpolizei weist vor Beginn der neuen Saison darauf hin, dass man bei aller Freude und Spaß auch an die Gefahren des Wassersports denken und deshalb die Sicherheitsregeln beachten soll.

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