Polizeipräsidium Konstanz

POL-KN: Polizeipräsidium Konstanz verstärkt Maßnahmen gegen Wohnungseinbruch

Konstanz (ots) - Sie kehren gerade in Ihre eigenen vier Wände zurück und stellen fest: Die Wohnung sieht aus wie ein Schlachtfeld. Einbrecher haben Ihre Abwesenheit genutzt und sich ungehemmt an Ihrem Eigentum bedient. Eine derartige unliebsame Überraschung erlebten 2012 landesweit 8 457 Geschädigte, im Jahr davor waren es 8 076. Meist hatten sich die ungebetenen Besucher über Terrassentüren oder Fenster Zutritt in die Wohnungen ihrer Opfer verschafft und auf ihrer Suche nach Bargeld, Schmuck oder anderen Wertgegenstände nicht selten sämtliche Schränke und Behältnisse durchsucht und eine große Unordnung hinterlassen. Oftmals schwerer als die hierbei zu beklagenden materiellen Schäden wiegen bei den Betroffenen die Verletzung der Privatsphäre und damit der Verlust des Sicherheitsgefühls. Auch im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Konstanz (Landkreise Konstanz, Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis) waren 2012 insgesamt 403 Wohnungseinbruchdiebstähle von der Polizei zu bearbeiten und für das vergangene Jahr zeichnet sich nach ersten Analysen ein starker Anstieg der Fälle ab.

Dies ist für das Polizeipräsidium Konstanz Anlass, die bereits seit Jahren getroffenen Maßnahmen zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchs noch weiter zu verstärken. Eine eigens eingerichtete Ermittlungsgruppe "Einbruch" aus 11 Schutz- und Kriminalpolizeibeamten kümmert sich derzeit ausschließlich um dieses Deliktsfeld, dessen Schwerpunkt im Landkreis Konstanz und im Bodenseekreis liegt. Des Weiteren hat das Polizeipräsidium Konstanz eine umfangreiche Konzeption zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchs erstellt. Sie beinhaltet nicht nur Maßnahmen zur Ermittlung und Aufklärung von Einbrüchen, sondern auch präventive Aktivitäten zur Verhinderung derartiger Straftaten. Speziell geschulte Beamte beraten Bürger in allen Fragen zum Thema Wohnungssicherung.

Viele Tipps gibt es im Internet unter www.k-einbruch.de.

Zwar lassen sich Wohnungseinbrüche nicht gänzlich verhindern, nachfolgende Tipps sollen jedoch aufzeigen, wie Sie sich und ihr Eigentum besser gegen ungebetene Besucher schützen können:

1.Halten Sie die Hauseingangstür auch tagsüber geschlossen. Prüfen Sie immer, wer ins Haus will, bevor Sie die Tür öffnen.

2.Achten Sie bewusst auf fremde Personen im Haus oder auf dem Grundstück und sprechen Sie diese Personen gegebenenfalls an.

3.Schließen Sie Ihre Wohnungseingangstür immer zweimal ab und lassen Sie die Tür nicht nur "ins Schloss fallen" Auch Keller- und Speichertüren sollten immer verschlossen sein.

4.Verstecken Sie Ihren Haus- und Wohnungsschlüssel niemals außerhalb der Wohnung: Einbrecher kennen jedes Versteck.

5.Verschließen Sie Ihre Fenster und Balkontüren auch bei kurzer Abwesenheit. Einbrecher öffnen gekippte Fenster und Balkontüren besonders schnell.

6.Sorgen Sie dafür, dass Ihre Wohnung auch bei längerer Abwesenheit einen bewohnten Eindruck vermittelt. Lassen Sie z. B. den Briefkasten leeren. 7.Tauschen Sie mit Ihren Nachbarn wichtige Telefonnummern aus, unter denen Sie im Notfall erreichbar sind.

8.Bieten Sie Senioren aus Ihrer Nachbarschaft an, bei Ihnen anzurufen, wenn Fremde in deren Wohnung wollen.

9.Informieren Sie die Polizei, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt. Versuchen Sie niemals, Einbrecher festzuhalten!

10.Lassen Sie fremde Personen nicht in Ihre Wohnung.

Hauke

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