POL-KA: (KA) Karlsruhe - Ermittlungen zu Tötungsdelikt in der Innenstadt laufen weiter auf Hochtouren - Sonderkommission "Amalia" eingerichtet

Karlsruhe (ots) - Gemeinsame Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizeipräsidium Karlsruhe

Bei ihren mit Hochdruck betriebenen Ermittlungen nach dem geflüchteten Täter und den Hintergründen des tödlichen Geschehens in der Nacht zum Samstag in der Karlsruher Amalienstraße ist die Karlsruher Kriminalpolizei bislang nicht den entscheidenden Schritt weitergekommen. Zur Aufklärung der Geschehnisse wurde inzwischen die rund 30-köpfige Sonderkommission "Amalia" eingerichtet. Derzeit sind die Ermittler damit befasst, eine ganze Reihe von Spuren abzuklären. Darunter befinden sich auch einige wenige nach der Veröffentlichung in den Medien eingegangene Hinweise. Eine heiße Spur scheint sich allerdings nicht darunter zu befinden. Zugleich dauert die Auswertung der noch in den Nachtstunden am Tatort in der Amalienstraße kriminaltechnisch gesicherten Spuren an. Die von der Staatsanwaltschaft Karlsruhe zur Klärung der genauen Todesursache erwirkte Obduktion des Verstorbenen beim Institut für Rechtsmedizin und Verkehrsmedizin der Universität Heidelberg ist inzwischen für Montag anberaumt worden. Mit einem ersten vorläufigen Ergebnis dieser Untersuchung ist nicht vor Montagabend zu rechnen.

Wie berichtet, war ein 43 Jahre alter türkischer Mann am späten Freitagabend schwerstverletzt auf dem Gehweg in der Amalienstraße aufgefunden worden. Unmittelbar zuvor hatten Zeugen ein Schussgeräusch wahrgenommen. Obgleich sich der herbeigeeilte Notarzt nach Kräften mühte und den Verletzten umgehend auf die Intensivstation einer Karlsruher Klinik verlegte, konnte dessen Leben nicht gerettet werden.

Unterdessen hatte die Sofortfahndung nach einem unmittelbar nach der Tat geflüchteten Verdächtigen nicht zu dessen Festnahme geführt. Der Unbekannte war zunächst über die Amalienstraße in Richtung Mühlburger Tor weggerannt und dann nach links in die Leopoldstraße abgebogen.

Der Gesuchte ist offenbar Südländer, 30 bis 35 Jahre alt, 170 bis 175 cm groß und schlank; er hat dunkle Haare und trug einen schwarzen Stoppelbart, zudem fiel sein markant eckiges Gesicht auf. Bekleidet war er mit einem Sweatshirt mit Kapuze, dunklen Jeans und Turnschuhen mit heller Sohle; zudem trug er graue Handschuhe mit blauen Fingerspitzen.

Hinweise auf den Verdächtigen oder sonstige Angaben, die zur Aufklärung der Tat beitragen können, werden nach wie vor unter Telefon (0721) 939-5555 an den Kriminaldauerdienst Karlsruhe erbeten. Auch auf die Möglichkeit des gleichfalls rund um die Uhr erreichbaren Telefons (0721) 939-6666 wird noch einmal nachdrücklich hingewiesen.

Der Verstorbene lebte in Karlsruhe, war verheiratet und Familienvater. Mit Rücksicht auf die Angehörigen, aber auch auf die Ermittlungen sind weitergehende Auskünfte derzeit nicht möglich.

Dr. Tobias Wagner, Erster Staatsanwalt

Fritz Bachholz, Erster Polizeihauptkommissar

Polizeipräsidium Karlsruhe
Telefon: 0721 666-1111
E-Mail: karlsruhe.pp.stab.oe@polizei.bwl.de
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