Polizeipräsidium Karlsruhe

POL-KA: (KA) Walzbachtal/Karlsruhe/Rheinstetten - Alkoholisierter 17-Jähriger ließ sich aus fahrendem Auto fallen - Polizeibeamte nach Widerstandshandlungen dienstunfähig

Walzbachtal/Karlsruhe/Rheinstetten (ots) - Insgesamt fünf Polizeibeamte sind im Laufe des Sonntags bei drei Widerstandshandlungen im Stadt- und Landkreis Karlsruhe verletzt und anschließend dienstunfähig geworden.

Ganz erheblich wehrte sich ein 17-Jähriger in der nach zum Montag im freien Feld der Bundesstraße 293 bei Jöhlingen. Der alkoholisierte Jugendliche hatte sich vorher zusammen mit Freunden nach dem Besuch des Durlacher Faschingsumzuges von seiner Mutter abholen lassen. Offenbar aufgrund seines schlechten Gemütszustandes ließ er sich ohne Vorwarnung gegen 23.35 Uhr beim Jöhlinger Buckel aus dem mit einer Geschwindigkeit von etwa 60 km/h fahrenden Auto fallen. Umgehend stoppte seine Mutter das Fahrzeug und ein Freund eilte sogleich zu Hilfe. Beim Versuch, den regungslos auf der Straße liegenden Mann aufzuwecken, sprang der vermeintlich Schwerverletzte plötzlich auf und rannte in Richtung Jöhlingen davon. Die in der Folge alarmierte Polizei leitete eine umfangreiche Suche nach dem 17-Jährigen unter Einsatz eines Polizeihubschraubers sowie Polizeihundeführern ein. Bereits kurze Zeit später machte die Hubschrauberbesatzung den inzwischen völlig entkleideten Jugendlichen auf einem Feld liegend aus. Als die Suchkräfte zu der leblosen Person geführt waren und Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet werden sollten, sprang diese plötzlich auf und rannte davon. Zwar konnte der Jugendliche von einem Beamten des Brettener Polizeireviers rasch eingeholt und festgehalten werden. Allerdings waren am Ende fünf Polizeibeamte notwendig, um den sich heftig wehrenden jungen Mann mittels Handschließen fixieren zu können. Ein Beamter der Polizeihundeführerstaffel wurde dabei an einer Hand so schwer verletzt, dass er seinen Dienst beenden musste. Sogar im Rettungswagen wehrte sich der Festgenommene noch mit Füßen und Kopfhieben gegen die Ordnungshüter. Bei einer ärztlichen Untersuchung wurde eine Blutprobe entnommen und die Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung angeordnet.

Bereits am Sonntagmorgen waren zwei Polizeibeamte in der Karlsruher Ludwig-Erhard-Allee beim Widerstand mit einem 27 Jahre alten Mann aus Pfungstadt dienstunfähig verletzt worden. Der 27-Jährige hatte gegen 07.10 Uhr einen 50-jährigen Mann ins Gesicht geschlagen, der ihn von einer Baustelle verwiesen hatte. Allerdings konnte ihn der 50-Jährige bis zum Eintreffen der herbeigerufenen Polizeibeamten festhalten. Bei der folgenden Festnahme rastete die Person völlig aus, trat nach den Beamten und riss sich mehrmals wieder los. Ein Beamter des Polizeireviers Karlsruhe-Südweststadt erlitt dabei Prellungen und eine Fraktur an der Hand, während sein Kollege mit einer Oberschenkelverletzung und einer Daumenüberdehnung dienstunfähig wurde. Der Mann stand laut Vortest mit 1,14 Promille unter Alkohol. Er führte zudem ein Tütchen mutmaßliches Amphetamin bei sich, was auch einen Drogeneinfluss nahelegt. Hierzu dauern weitere Untersuchungen noch an.

Ein 39-jähriger Autofahrer leistete am Sonntag in Rheinstetten-Mörsch Widerstand, als er gegen 23.20 Uhr wegen Verdacht auf Alkoholeinwirkung beim Naturfreundehaus kontrolliert werden sollen. Einen Alkoholtest, der einen Wert von 0,7 Promille ergeben hatte, ließ der Mann noch freiwillig über sich ergehen. Als weitere Maßnahmen durchgeführt werden sollten, wollte der aus Polen stammende Pkw-Lenker flüchten und schlug unvermittelt einer Polizeibeamtin ins Gesicht, die ihn daran zu hindern versuchte. Letztlich musste der aggressive Fahrzeuglenker zwischen geparkten Fahrzeugen mit Hilfe des Streifenpartners zu Boden gebracht und geschlossen werden. Beide Polizeibeamte trugen durch Fausthiebe Kopfprellungen sowie Schürfungen davon und konnten ihren Dienst ebenfalls nicht mehr fortsetzen. Der 39-Jährige zog sich indessen eine Risswunde am Bein zu, die jedoch keiner weiteren Versorgung bedurfte. An zwei Fahrzeugen entstand bei der Auseinandersetzung Sachschaden durch Lackkratzer in Höhe von geschätzten 2.000 Euro.

Ralf Minet, Pressestelle

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