Polizeipräsidium Karlsruhe

POL-KA: (PF) Pforzheim - Gedenkfeier und Versammlungen anl. des 69. Jahrestages der Bombardierung von Pforzheim - Polizei mit Einsatzverlauf zufrieden

Pforzheim (ots) - An der Gedenkfeier, die am Vormittag um 11.00 Uhr am Pforzheimer Hauptfriedhof stattfand, nahmen rund 200 Bürgerinnen und Bürger teil. Die Veranstaltung verlief ohne Störungen. Während der Mittagszeit und im Laufe des frühen Nachmittags wurden im Stadtgebiet mehrere Transparente sowohl aus der rechten als auch der linken Szene fest- und sichergestellt. Eine vom DGB und der "Initiative gegen Rechts" angemeldete Versammlung hatte zwischen 15:45 Uhr und 18:00 Uhr stattgefunden. Während der Auftaktveranstaltung am Marktplatz zählte die Polizei ca. 900 Teilnehmer. Gegen 16:30 Uhr lösten sich etwa 200-250 linksautonome Personen sowie mehrere kleinere Gruppen aus dem Aufzug. Zuletzt nahmen an der Abschlusskundgebung beim Güterbahnhof lediglich noch 200 Personen teil. Gegen 16:50 Uhr versuchten die zuvor genannten ca. 200 Personen des linken Spektrums eine Polizeiabsperrung an der Wartbergallee zu überwinden. Zur Abwehr der Angriffe musste die Polizei die Hiebwaffe und Pfefferspray einsetzen. Hierbei wurden der Polizei keine verletzten Demonstranten bekannt. Im weiteren Verlauf stieg die Anzahl der linksgerichteten Teilnehmer auf ca. 350 und es kam gegen 18.30 Uhr auf dem Wartberg von deren Seiten zu Flaschenwürfen und dem Zünden von Pyrotechnik. Außerdem sammelte sich auf dem Lidl-Parkplatz im Steingrubenweg eine größere Gruppe aus dem linken Spektrum. Auch hier warfen die Demonstranten Gegenstände und Böller gegen Polizeieinsatzkräfte. In deren Folge wurden 52 Personen zur Identifizierung festgehalten und auf Anordnung der Bereitschaftsrichterin vorübergehend in Gewahrsam genommen. Die Gedenkveranstaltungen der Stadt Pforzheim fanden ihren friedlichen Abschluss gegen 20.10 Uhr mit der Kundgebung "Pforzheim nazifrei". Ca. 250 Bürgerinnen und Bürger hatten auf dem Marktplatz schweigend unter Glockengeläut den Toten der Bombennacht gedacht. Der als rechtsextrem eingestufte Verein "Freundeskreis - Ein Herz für Deutschland" hielt mit etwa 100 Teilnehmern auf dem Wartberg von 19.45 bis 20.15 Uhr eine Fackelmahnwache ab. Zu Störungen kam es hierbei nicht. Lediglich im Vorfeld gab es eine vorläufige Festnahme, da ein Demonstrant einen als Taschenlampe getarnten Schlagstock mit sich führte. Nach Ende der Fackelmahnwache zog die linke Protestveranstaltung auf der Wartbergallee mit Ziel Hauptbahnhof Pforzheim ab. Auf Höhe der Heinrich-Wieland-Allee ließen sich die Teilnehmer zu einer spontanen Sitzblockade nieder. Gegen 21.30 Uhr setzte sich der Aufzug auf dem vereinbarten Weg wieder in Bewegung. Die Abschlusskundgebung fand mit rund 130 Teilnehmern gegen 22.30 Uhr vor dem Eingang des Hauptbahnhofs statt. Zwei Personen mussten dabei aufgrund von Fußtritten gegen Polizeibeamte vorläufig festgenommen werden. Die Landes- und Bundespolizei waren insgesamt mit rund 1.400 Polizeibeamtinnen und -beamten im Einsatz.

"Wir sind mit dem Verlauf des heutigen Einsatzes sehr zufrieden", so Einsatzleiter Roland Lay am späten Sonntagabend. "Wir haben unser Ziel, die friedlichen Versammlungen und Aufzüge zu schützen, erreicht und sind auch überaus froh, keine verletzten Einsatzkräfte beklagen zu müssen!"

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