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POL-AA: Abtsgmünd: Die Polizei ist schlauer als der Klauer - oder wie der schwäbische Landgendarm sein "Holz-Auge" einsetzte

Ostalbkreis (ots) - Fingerabdruck, DNA-Abgleich oder Reifenprofilspur, Begriffe, die jedem Krimigucker bestens geläufig sind. Die Polizei und ihre Kriminaltechniker kennen und können noch viel mehr Methoden der Spurensuche und Spurensicherung. Die Methode, die dem schwäbischen Land-Gendarm aus Abstgmünd zur Fallaufklärung diente, ist aber nicht nur kreativ, sondern ganz sicher auch dem bestens ausgebildeten "Holz-Auge" des Polizeibeamten zu verdanken.

Der Landesbetrieb Forst Baden-Württemberg zeigte am vergangen Montag bei der Polizei den Diebstahl einer größeren Menge Eichenholz an. Das Eichenholz im Wert von rund 700 Euro lagerte als Stammholz bei Reichertshofen, der Täter sägte dort transportable Stücke in der Gesamtlänge von rund 12 Metern ab und entwendete sie. Für diesen Tatort ist der Polizeiposten Abtsgmünd zuständig, von wo die entsprechenden Ermittlungen eingeleitet wurden. Den ersten Durchbruch brachte der Hinweis eines Zeugen, der auf einen entsprechenden Aufruf der Polizei in der lokalen Presse reagierte und auf einen frischen Stapel Eichenholz im Raum Leinzell aufmerksam machte. Tatsächlich traf die Polizei auf Eichenstämme, die dort in rund einen Meter langen Teilstücken abgelagert waren. Doch Eichenholzlager gibt es viele und für eine Konfrontation mit dem potentiellen Dieb reicht es nicht aus, ihm zu beweisen, dass er Holz besitzt, das aussieht, wie auch das Holz aussah, das woanders fehlt. Hieb- und stichfeste Beweise, die gegebenenfalls auch den Richter beeindrucken, müssen schon höhere Anforderungen erfüllen. Der knitze Polizist (für Nicht-Schwaben die Definition aus dem Duden: der raffinierte, schlaue, gewitzte Polizist) besah sich das Eichenstamm-Puzzle, erinnerte sich an ein Detail vom Tatort, ließ das in seiner Erinnerung taugliche Endstück absägen, so dass es in seinen Streifenwagen passte und fuhr zum Rest-Polder am Tatort und...lieferte den Beweis. Das Stück vom Lagerplatz passte auf eines der abgesägten Enden am Tatort wie die berühmte Faust aufs Auge; Zweifel unmöglich. Jetzt konnte auch der Anfang 40-jährige Tatverdächtige mit dem Tatvorwurf konfrontiert werden. Er räumte bei der Vernehmung dann auch ein, das Holz mitgenommen zu haben, gab aber an, dass es sich um eine Verwechslung gehandelt habe. Diesbezüglich wird die polizeiliche Ermittlung fortgeführt.

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