Polizeipräsidium Aalen

POL-AA: Lauterstein/Schwäbisch Gmünd: Zweite Folgemeldung zum Flugunfall - Pilot aus Krankenhaus entlassen - Ultraleichtflugzeug fing bei der Bergung Feuer

Luftaufnahme des in der Baumkrone hängenden Ultraleichtflugzeugs

Ostalbkeis/Landkreis Göppingen (ots) - Dritte Meldung:

Der 59-jährige Pilot, der nach seiner Bergung aus dem Ultraleichtflugzeug vorsorglich in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, konnte zwischenzeitlich unverletzt und bei bester Gesundheit das Krankenhaus verlassen. Für die Hilfsdienste stand nun die Bergung des Ultraleichtflugzeugs an. Nach Einschätzungen der Fachleute konnte das mit Totalschaden in der Baumkrone hängende Flugzeug nur durch Fällung des Baums zu Boden gebracht werden. Mitarbeiter der Gräflichen Forstverwaltung Rechberg fällten gegen 11.45 Uhr die etwa 25 bis 30 Meter hohe Buche. Nach dem Aufprall der Maschine auf dem Boden traten vermutlich Betriebsstoffe des Fluggerätes aus, sodass es Feuer fing und daraufhin komplett ausbrannte. Die Feuerwehr Schwäbisch Gmünd löschte die Überreste des Flugzeugs, das einen Zeitwert in Höhe von ca. 25000 Euro hatte, sowie den umliegenden Waldboden ab. Das Wrack, das von der Polizei sichergestellt wurde, soll nun von Kräften des THW geborgen werden. Die Staatsanwaltschaft Ulm beabsichtigt einen Sachverständigen in die Absturzuntersuchungen mit einzubinden.

Für den Absturz könnte nach ersten kriminalpolizeilichen Erkenntnissen eine technische Ursache an dem Ultraleichtflugzeug des Typs Motte zum Absturz geführt haben. Weitere Einschätzungen hierzu können erst nach Begutachtung des Wracks getroffen werden. Die Ermittlungen hierzu dauern an. Derzeit (Stand 13.45 Uhr) lauf die Bergungsmaßnahmen durch das THW an.

Zweitmeldung:

Lauterstein/Schwäbisch Gmünd: Erste Nachtragsmeldung zum Flugunfall - Pilot konnte aus der Maschine gerettet werden

Der Pilot des am Montagabend verunglückten Ultraleichtflugzeugs konnte am Dienstagmorgen gegen 8.45 Uhr gerettet werden. Der 59-jährige Pilot scheint äußerlich in einer guten Verfassung zu sein, wurde aber zunächst routinemäßig vom Rettungsdienst versorgt und anschließend in ein Krankenhaus verbracht. Wie es sich nun herausstellte, liegt die Absturzstelle nicht wie ursprünglich angenommen auf Schwäbisch Gmünder Gemarkung sondern im Landkreis Göppingen bei Weißenstein. Die Bergung des Ultraleichtfliegers, welcher momentan (Stand 9.15 Uhr) noch in den Baumwipfeln hängt und durch die Feuerwehr und Bergwacht mit Seilen gegen ein abstürzen gesichert ist, wird im Laufe des Tages fortgesetzt. Das Unterfangen wird auf dem sehr unwegsamen und sehr steilen Gelände äußerst schwierig. Das Gelände rund um die Absturzstelle ist derzeit großräumig abgesperrt. Das Kriminalkommissariat Aalen ist mit der Untersuchung des Flugunfalls, deren Ursache bislang unbekannt ist, beauftragt. Die Untersuchungen am Flugobjekt wird natürlich erst nach Bergung der Maschine beginnen können. Auch über die Schadenhöhe liegen derzeit keine Informationen vor. Am Vormittag befanden sich ca. 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr Schwäbisch Gmünd, der Bergwacht Schwäbisch Gmünd, Spezialisten der Höherettung von der Feuerwehr Stuttgart sowie der Rettungsdienstes und Polizei vor Ort.

Zur besseren Info wird die Erstmeldung mit angefügt:

Schwäbisch Gmünd: Ultraleichtflugzeug abgestürzt

Die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen eines am Montagabend abgestürzten Ultraleichtflugzeuge müssen am Dienstagvormittag fortgesetzt werden. Gegen 20 Uhr überflog ein 59-jähriger Pilot das Waldgebiet zwischen Degenfeld und Weißenstein. Aus bislang unbekannten Gründen stürzte das Leichtflugzeug ab und blieb in den dortigen Baumwipfeln in etwa 30 Meter Höhe hängen. Der Pilot blieb dabei offenbar unverletzt. Die Rettungsmaßnahmen wurden am Montagabend unverzüglich eingeleitet, jedoch gestaltete sich die Bergung als äußerst schwierig. Da das Ultraleichtflieger drohte abzustürzen, musste Rettung des verunglückten Mannes in der Nacht abgebrochen werden. Derzeit versucht die Bergwacht sowie die Feuerwehr Schwäbisch Gmünd mit Unterstützung aus Stuttgart das Fluggerät in der Höhe zu sichern, um den Piloten anschließend aus seinem Fluggerät zu bergen. Von der Polizei ist Polizeihauptkommissar Holger Bienert für Presseauskünfte vor Ort und auch unter Tel. 0174/3436545 erreichbar.

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