Polizeipräsidium Aalen

POL-AA: Aalen: Hoax geistert durch Aalen - Internetgerücht verunsichert mal wieder die Eltern - Polizei appelliert aus der "Weiterleiten-Mentalität" auszubrechen

Aalen (ots) - Immer wieder verunsichern Falschmeldungen im Internet die Bürger. So geistert auch aktuell wieder eine "wahre Begebenheit" durchs Netz, die inhaltlich irgendwann vielleicht einmal wahr war, nur mit der kleinen Unschärfe, dass die Begebenheit an einem anderen Ort und zu einer anderen Zeit gespielt hat. So gut wie immer, und so auch jetzt, thematisieren solche Gerüchte die Grundängste der Eltern um ihre Kinder. In vielen Nuancen geht es dabei meist um "den schwarze Mann", der unsere Kinder bedroht. Irgendjemand holt sich die Meldung und verortet sie neu. Die Verfälschung geschieht manchmal bewusst und damit böswillig, manchmal auch weil der Urheber zu oberflächlich liest, gleichzeitig aber sein dringendes Mitteilungsbedürfnis nicht unterdrücken kann. Noch schlimmer wird es dann, wenn die Meldung aus dem Netz gezogen und an die Kindergärten und Schulen am Ort mitgenommen wird. Mit der besten Absicht sorgt jeder dann gerne dafür, dass die Warnung die Runde macht, denn nur dann kann sich ja jeder schützen. Passiert danach länger nichts, verschwindet die Geschichte aus dem Bewusstsein, nur um später, am gleichen Ort oder ganz woanders, wieder aufzutauchen. Die Meldung bleibt inhaltlich der Hokuspokus, der sie immer war, hat bis dahin aber Heerscharen von Eltern und Erzieherinnen verunsichert und Kinder verängstigt und sie im schlimmsten Fall vielleicht mit einer chronischen Angst fürs Leben gezeichnet. Man muss das Gefühl nicht loswerden, dass sich im Hintergrund Einige vergnügt die Hände reiben über den Schabernack, der ihnen mal wieder gelungen ist. Dabei kann jeder einer solchen Gerüchtebildung abhelfen: Einfach dem Reflex widerstehen, unkritisch auf "weiterleiten" zu drücken oder sich trauen, aus dem Schneeballsystem "wenn auch du willst, dass den Kindern nichts passiert, dann teile die Meldung mit zehn Freunden" auszubrechen. Eine Nachfrage an der Stelle, die es wissen müsste, nämlich bei der Polizei, brächte meist Klarheit und Beruhigung, statt Irrungen und Ängste.

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