Polizeipräsidium Aalen

POL-AA: Aalen: Historisches Bahngebäude wird ein Raub der Flammen - Großeinsatz der Aalener Feuerwehrten - Personen kamen nicht zu Schaden

Aalen (ots) - Gegenüber dem Aalener Bahnhof brannte ein derzeit leer stehendes Gebäude von rund 2000 Quadratmeter Grundfläche nahezu komplett ab. Die Aalener Feuerwehr war mit allen Abteilungen im Einsatz. Stand 22 Uhr dauern die Löscharbeiten noch an. Die Schadensschätzungen sind von allen Seiten noch eher vorsichtig, noch steht die Hoffnung einzelne Teile erhalten zu können. Siebenstellig wird der Schaden aber wohl sicher werden.

Der Alarm ging um 19.16 Uhr über die Notrufzentrale der Polizei ein. Aufgrund der Dichte der nachfolgenden Meldeeingänge war schnell klar, dass es sich um einen Großbrand handeln musste. Feuerwehr und Rettungsdienste rückten mit entsprechend starken Grundkräften aus. Dennoch musste für anfallende Lageentwicklungen Stück um Stück nachalarmiert werden. 128 Mann der Aalener Feuerwehr und aller ihrer Abteilungen aus Wasseralfingen und Hofen, aus Unterkochen und dem Welland (mit Dewangen und Fachsenfeld), wie auch vom Härtsfeld (Ebnat-Waldhausen) waren schließlich über Stunden unter Leitung des Aalener Kommandanten im Einsatz. Insgesamt wurde über drei Drehleitern gelöscht. Die Aalener Wehr wurde dabei aus Ellwangen und Heubach mit je einer weiteren Drehleiter unterstützt. Zudem wurden vorsorglich verschiedene Teams der Rettungskräfte an die Brandstelle beordert. Die Malteser schickten ihre Schnelleinsatzgruppe- Erstversorgung mit 19 Mann Besatzung, Das DRK war mit einem Leitenden Notarzt und dem Organisationsleiterteam, sowie einer Rettungswagenbesatzung im Einsatz. Keiner der Rettungskräfte musste dann tatsächlich eingreifen, es kam zu keinen Verletzungen. Die Polizei war mit rund 25 Beamten am und rund um den Brandort eingesetzt. Zunächst mit ersten Maßnahmen und der Nachschau nach eventuell gefährdeten Personen direkt am Einsatzort, danach bei Straßensperrungen und der Lenkung des abgewiesenen Verkehrs. Dort aber auch mit dem Zurückhalten von Schaulustigen beschäftigt, die möglichst nahe am Brandort sein wollten und immer wieder Rettungswege behinderten.

Als das Feuer durchs Dach schlug, wurde durch den Notfallmanager der Bahn das Umrangieren eines Zuges veranlasst, der im unmittelbaren Funkenbereich abgestellt war. Vier Regelzüge erlitten in dieser Phase Verspätungen von jeweils rund 15 Minuten.

Der Brand im historischen ehemaligen Bahnverwaltungsgebäude brach wohl im südlichen Teil aus, fraß sich schnell in Richtung Dach und zog durch den kompletten Gebäudeflügel in Richtung Norden. Das massive Gebäude, für das bei der Stadt einige Planungen für die zukünftige Verwendung vorlagen, wird seit einiger Zeit entkernt. Auch im Laufe des Mittwochs fanden dort an verschiedenen Stellen wohl unterschiedliche Arbeiten statt. Als das Feuer durchs Dach schlug sorgte der Ostwind für zusätzlichen Funkenflug in Richtung Bahnhof und Bahnhofstraße. Die Feuerwehr überprüfte sofort mögliche Gefahren für Gebäude in Windrichtung und fand im Bereich des Festsaals an der Ecke Bahnhofstraße/Düsseldorfer Straße dann auch einige Glutnester. Früh entdeckt, waren diese schnell zu bekämpfen, dennoch wurde vorsorglich der interne Betrieb im Gebäude abgebrochen und die anwesenden Personen nach draußen gebeten.

Gegen 21.40 Uhr war das riesige schwer beschädigte Dach schwarz, das Feuer aber noch nicht unter Kontrolle. Die Feuerwehr kämpfte verbissen um die Rettung des an der Nordseite angebauten Querflügels. Alles unter den Augen der kompletten Stadtspitze, Oberbürgermeister, Erste Bürgermeisterin und Ordnungsbürgermeister machten sich ein Bild vor Ort.

Parallel zu den Löscharbeiten nahm die Kriminalpolizei mit Beamten des in Schwäbisch Gmünd angesiedelten Kriminaldauerdienstes die Ermittlungen auf. Die konkreten Ermittlungen im Brandobjekt selbst, können, wenn überhaupt, vermutlich nicht vor Freitag weiterbetrieben werden.

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